Prenzenberger Kopf
Vorarbeiten für Windkraft laufen

Die laufenden Erdarbeiten im künftigen Windpark am Prenzenberger Kopf bei Arfeld rufen besorgte Anwohner auf den Plan.
  • Die laufenden Erdarbeiten im künftigen Windpark am Prenzenberger Kopf bei Arfeld rufen besorgte Anwohner auf den Plan.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

Arfeld. Die Zeichen verdichten sich, dass den geplanten vier Windkraftanlagen am Prenzenberger Kopf zwischen Arfeld und Dotzlar nicht mehr viel im Weg steht. Für die angepeilte Fläche gilt das sprichwörtlich, denn aktuell laufen im Wald umfangreiche Baumaßnahmen. Mit schwerem Gerät werden große Mengen Erde bewegt, offenkundig entstehen hier unter anderem Erschließungswege. Anwohner berichteten der SZ, „dass hier offensichtlich Tatsachen geschaffen werden sollen“. Kein Unternehmen gehe so in die finanzielle Vorlage, wenn nicht nachher der gewünschte Erfolg dabei herauskomme.

Zu defensive Windenergie-Politik

Das Unternehmen bestätigte die laufenden Aktivitäten am Dienstag auf Anfrage: „Die Eder Energy GmbH & Co. KG beschäftigt sich zurzeit mit weiteren bauvorbereitenden Maßnahmen“, sagte Projektleiter Cliff Reppel. Unter Rücksichtnahme auf das laufende Gerichtsverfahren, angestrengt durch die Stadt Bad Berleburg, werde sich der Investor allerdings nicht zu Details der Baumaßnahme äußern.
Damit spielte Cliff Reppel auf die Klage der Stadt Bad Berleburg gegen die Baugenehmigung des Kreises Siegen-Wittgenstein an. Das Kreishaus hatte der Eder Energy vier Windenergieanlagen auf dem Prenzenberger Kopf genehmigt – das war im Spätsommer 2020. Damit einhergehend wurde der sofortige Vollzug der Maßnahme angeordnet. Die Stadt klagte und musste allerdings Anfang März eine empfindliche juristische Niederlage einstecken. Das Verwaltungsgericht Arnsberg lehnte die Klage der Kommune gegen die Baugenehmigung ab. Und die Begründung ließ an Deutlichkeit nichts vermissen.
Die Odebornstadt musste sich eine offenbar zu defensive Windenergie-Politik ankreiden lassen, der Hinweis auf die bestehende Konzentrationszone Osterholz zwischen Sassenhausen und Weidenhausen reichte nicht aus. Generell geht es bundesweit darum, der Windkraft „substanziell genügend Raum zu geben“.

Beschwerden liegen vor

Arno Wied, Baudezernent des Kreises Siegen-Wittgenstein, sah im März mit dem Arnsberger Urteil eine Bestätigung der Arbeit seiner Behörde: „Offenbar hat man hier keine Vorbehalte entdeckt, die Genehmigung scheint in vollem Umfang rechtens gewesen zu sein.“ Nicht unerwähnt ließ Arno Wied allerdings, dass in Siegen noch Beschwerden von Bürgern gegen das Projekt vorlägen, die noch zu bearbeiten seien.

Keinen neuen Sachstand vermeldete die Bad Berleburger Stadtverwaltung am Dienstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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