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CDU nominiert Kandidaten
Votum ohne eine Gegenstimme

Bad Berleburgs aktueller Bürgermeister Bernd Fuhrmann (l.) soll auch bei der Kommunalwahl in diesem Jahr das Rennen machen. Am Freitagabend kürte ihn die CDU – im Beisein von Ehefrau Ute und Sohn Tim – zum Kandidaten.
  • Bad Berleburgs aktueller Bürgermeister Bernd Fuhrmann (l.) soll auch bei der Kommunalwahl in diesem Jahr das Rennen machen. Am Freitagabend kürte ihn die CDU – im Beisein von Ehefrau Ute und Sohn Tim – zum Kandidaten.
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howe Arfeld. Der CDU-Stadtverband Bad Berleburg hat am Freitagabend den amtierenden Bürgermeister Bernd Fuhrmann mit deutlicher Mehrheit zum Kandidaten für das Amt des Verwaltungschefs für die Kommunalwahl in diesem Jahr gewählt. Bernd Fuhrmann vereinte bei 40 abgegebenen Stimmen im Zentrum Via Adrina in Arfeld 37 Stimmen für sich. Zwei Mitglieder enthielten sich, ein Zettel wurde für ungültig erklärt. Damit erhielt der aktuelle Bad Berleburger Bürgermeister keine einzige Gegenstimme.

Stadtverbandsvorsitzender Georg Freitag würdigte die Leistungen des Bürgermeisters. „Wir profitieren von deinem Engagement“, stellte er fest. Vor 15 Jahren hatten die Christdemokraten den damaligen Stadtjugendpfleger Bernd Fuhrmann erstmals nominiert, dreimal gewann er die Wahl.

howe Arfeld. Der CDU-Stadtverband Bad Berleburg hat am Freitagabend den amtierenden Bürgermeister Bernd Fuhrmann mit deutlicher Mehrheit zum Kandidaten für das Amt des Verwaltungschefs für die Kommunalwahl in diesem Jahr gewählt. Bernd Fuhrmann vereinte bei 40 abgegebenen Stimmen im Zentrum Via Adrina in Arfeld 37 Stimmen für sich. Zwei Mitglieder enthielten sich, ein Zettel wurde für ungültig erklärt. Damit erhielt der aktuelle Bad Berleburger Bürgermeister keine einzige Gegenstimme.

Stadtverbandsvorsitzender Georg Freitag würdigte die Leistungen des Bürgermeisters. „Wir profitieren von deinem Engagement“, stellte er fest. Vor 15 Jahren hatten die Christdemokraten den damaligen Stadtjugendpfleger Bernd Fuhrmann erstmals nominiert, dreimal gewann er die Wahl. „Andere Kommunen beneiden uns für diesen Bürgermeister“, so Georg Freitag. Bernd Fuhrmann richtete in seiner gut halbstündigen Rede den Blick zurück auf die vergangene Legislaturperiode und erinnerte an den vor Jahren eingeleiteten Prozess „Meine Heimat 2020“. Hieraus wurde damals auch das Leitbild entwickelt, „die Routenplanung für die nächsten Jahre“, wie der amtierende Bürgermeister erläuterte. Problem damas sei die Konsolidierung des Haushalts gewesen, denn besonders für das Jahr 2016 habe die Überschuldung gedroht. Was folgte, war der Berleburger Weg. „Es war einiges notwendig, um aus dieser Abwärtsspirale rauszukommen.“ Harte Einschnitte hätten die Bürger der Stadt in Kauf nehmen müssen, wie etwa der Verkauf des städtischen Museums, woraus ein Vorzeige-Hotel entstanden sei. Ohne den Berleburger Weg, so Bernd Fuhrmann, wäre das alles nicht möglich gewesen, auch nicht ohne das starke Engagement der Vereine. Die Schreckensszenarien der Demografie seien so nicht eingetreten. Wichtig sei, Angebote für junge Menschen zu machen. „Unsere ländliche Region ist eigentlich Stadt plus.“ Bad Berleburg könne damit punkten, dass man in einer Region lebe, wo andere ihren Urlaub machten.

Projekte aus der Regionalen 2013 nannte Bernd Fuhrmann: die Eder-Elsoff-Initiative oder das Zentrum Via Adrina - ein nachhaltiges, vorbildliches Projekt. Das Bürgerhaus am Markt sei in relativ kurzer Bauzeit umgesetzt worden. Stichwort Brandschutz: „Was schief gelaufen ist, das prüfen wir zurzeit.“ Auch die kleinen Dinge fehlten nicht in der Aufzählung: Hemschlars Alte-Schule-Projekt, ähnliches in Rinthe und in Kürze auch in Beddelhausen. „Es ist ein Alleinstellungsmerkmal, wie viele Menschen hier in der Stadt der Dörfer bereit sind, sich für das Gemeinwohl zu engagieren.“ In der Frage der Aufnahme von Flüchtlingen wusste Bernd Fuhrmann, dass es auch andere Städte und Regionen gegeben habe, wie die Stimmung eine andere gewesen sei. „Das war hier bei uns glücklicherweise sehr positiv.“ Als Herausforderung bezeichnete Bernd Fuhrmann die Digitalisierung. Die müsse zum Mehrwert werden. und das könne nur gemeinsam mit den Ortschaften und Vereinen geschehen. Deshalb verfolge er die Idee, die Förderprogramm zu dem Thema zusammenzufassen. Die nächste große Herausforderung sei der Schutz der Umwelt und des Klimas. „Auch die CDU sieht sich dazu verpflichtet, die Schöpfung zu bewahren und ich bin dankbar dafür, wie weitsichtig ihr das Thema vorantreibt.“ Die Politik sollte es schaffen, immer einen Konsens zu finden, „dass wir den Berleburger Weg gehen und alle gemeinsam daran arbeiten, dieses Thema positiv voranzubringen.“ Das wünsche er sich übrigens auch für das Wisentprojekt. Hier sparte Bernd Fuhrmann nicht mit Kritik: Es sei schade, dass die Schmallenberger Nachbarn anscheinend nicht mehr an einer Kompromisslösung und an einem notwendigen Konsens interessiert seien – trotz der Vereinbarung mit der Umweltministerin Heinen-Esser. Das Gutachten liege nicht einmal vor, das positionierten sich die Schmallenberger. „Da hatte ich mir einen anderen Umgang miteinander gewünscht“, so Bernd Fuhrmann. Nachhaltigkeit sei das erste Gebot. Die Bezirksregierung Arnsberg habe für die nächsten sieben Jahr 10,5 Mill. Euro zugesagt. Aktuell treibe die Stadt das Eins-A-Areal voran. Auch in Sachen Capitol-Kino arbeite man an einer Möglichkeit der Weiterentwicklung. Auch der Goetheplatz werde sich verändern. Der Planungsprozess im Vorfeld sei zu lang gewesen. „Die Methode der Werkstatt hat nicht funktioniert, wir waren in der Sackgasse.“ Zum Glück habe das Format „Bürgerrat“ eine Möglichkeit gegeben, das Thema neu zu diskutieren.

Mit dem Dorfrundgang, streifte der Bürgermeister ein weiteres Thema, sei ein Format entwickelt worden, das Spaß mache und von dem beide Seiten profitierten. Andererseits gebe es noch eine Menge zu tun. CDU-Fraktionsvorsitzender Eberhard Friedrich nutzte die Gelegenheit, in einer kurzen Ansprache an das Bemühen um einen ausgeglichenen Haushalt seit 2011 zu erinnern. Der Bürgermeister habe es geschafft, mit seinem Stab eine strenge Haushaltsführung umzusetzen. dabei dürfe nicht vergessen werden, dass die Bürger an dem Erfolg „sehr wesentlich“ beteiligt gewesen seien. Die Bürger und die Verwaltung hätten mitgeholfen, die Haushaltssituation zu verbessern. Das gelte auch für die heimischen Betriebe, „die eine regionale Bindung haben“, so Eberhard Friedrich. „Der Erfolg hat immer mehrere Väter.“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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