Vertreterversammlung der Volksbank
Werte der Gründerväter wurden erhalten

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Siegen, Klaus Gräbener (2. v. l.), überreichte dem Vorstand der Volksbank eine Urkunde zum 150-jährigen Bestehen. Im Bild (v. l.): Kai Wunderlich, Kerstin Lauber und Klaus Busch. Foto: Volksbank
  • Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Siegen, Klaus Gräbener (2. v. l.), überreichte dem Vorstand der Volksbank eine Urkunde zum 150-jährigen Bestehen. Im Bild (v. l.): Kai Wunderlich, Kerstin Lauber und Klaus Busch. Foto: Volksbank
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sz Dotzlar. Im Rahmen der alljährlichen Vertreterversammlung in Dotzlar stellte der Vorstand der Volksbank Wittgenstein jetzt nicht nur die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres vor, sondern feierte auch das 150-jährige Bestehen der Bank. In all den Jahren ist es der Volksbank Wittgenstein immer gelungen, die gewachsenen Werte der Gründerväter der Nachwelt zu erhalten und diese Werte in ein modernes Genossenschaftswesen zu überführen.

Die Nachkommen der Gründer sind bis heute in den Reihen der Mitglieder und Vertreter der Volksbank Wittgenstein vertreten und zeigen, dass die Werte der Genossenschaftsbank sich auch heute noch bewähren. Das Kundenverhalten hat sich jedoch zunehmend geändert. Viele Kunden schätzen die persönliche Beratung und den Service in den Geschäftsstellen, wollen aber zunehmend auch flexibel und unabhängig von den Öffnungszeiten ihre Bankgeschäfte erledigen. Über die Hälfte der Kunden verfügt bereits über einen Onlinebanking-Zugang und die Tendenz der Nutzer für die VR-Banking-Apps ist stetig steigend. Dieses geänderte Nutzungsverhalten macht es erforderlich, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit digitalen Services zu schulen und das Bankensystem zu erneuern. Vom 14. bis 17. Juni findet eine technische Umstellung statt. Die Geschäftsstellen haben aus diesem Grund am Freitag, 14. Juni, nur bis 12 Uhr geöffnet. Die Kunden der Bank müssen sich im Vorfeld mit Bargeld versorgen, da auch die Geldautomaten nicht zur Verfügung stehen und Kartenzahlungen in diesem Zeitraum nicht möglich sind.

Die Volksbank Wittgenstein blickte im Rahmen ihrer Vertreterversammlung aber nicht nur in die Vergangenheit zurück, sondern richtete ihr Augenmerk auch auf die Zukunft. Das beeindruckte auch die Gastredner, die anlässlich des Jubiläums vor Ort waren. Die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, Marija Kolak, gratulierte der ältesten Genossenschaftsbank in Westfalen zum Jubiläum und lobte die genossenschaftlichen Werte. „Die Genossenschaftsbanken setzen auf Regionalität“, betonte Marija Kolak und auch die Volksbank Wittgenstein sei in der Region stark verwurzelt. Sie merkte auch an, dass die Volksbank Wittgenstein im Unterschied zu Großbanken ihre Steuern vor Ort zahle und das Leben in Wittgenstein aktiv mitgestalte. Kolak sprach der Jubiläumsbank höchsten Respekt für das gelebte Leitbild „Zukunft erfolgreich mit den Kunden und Mitgliedern gemeinsam zu gestalten“ aus.

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen, Klaus Gräbener, überreichte dem Vorstand der Volksbank Wittgenstein eine Urkunde zum 150-jährigen Bestehen. Auch die stellvertretende Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein, Waltraud Schäfer, der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg, Bernd Fuhrmann, und der Vorstand des Genossenschaftsverbandes-Verband der Regionen, Siegfried Mehring, sprachen der Volksbank Wittgenstein ihre Glückwünsche aus.

Neben den Grußworten zum Jubiläum standen auch der Bericht des Vorstandes und des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss und der Lagebericht 2018 auf der Tagesordnung. Die Volksbank Wittgenstein hat ihren Wachstumskurs 2018 weiter fortgesetzt. „Das regionale Engagement gehört zu unserem Kerngeschäft. Das schlägt sich sowohl in unserer Kreditvergabe nieder als auch in unserem Einsatz für Vereine und örtliche Genossenschaften“, bekräftigte Volksbank-Vorstand Kai Wunderlich in der Vertreterversammlung. Auch in Sachen soziales und gesellschaftliches Engagement zog die Genossenschaftsbank eine erfreuliche Bilanz: Kindergärten, Schulen und Vereine hat die Volksbank mit insgesamt 35 000 Euro im vergangenen Jahr unterstützt.

Dass die Volksbank Wittgenstein trotz des herausfordernden Marktumfelds (anhaltende Niedrigzinsphase, steigende Regulatorik) gut aufgestellt ist, legten die beiden Vorstände in ihren Berichten zum Jahresabschluss 2018 eindrucksvoll dar. „Engagierte und kompetente Mitarbeiter, die Nähe zu den Mitgliedern und kaufmännische Verantwortung waren Grundlagen unseres Erfolges“, so lautete das Fazit von Kerstin Lauber.

Die 6047 Anteilseigner der Genossenschaftsbank erhalten als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 3,0 Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Den Beschluss fasste die Versammlung einstimmig. Die Mitgliedervertreter zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Das demonstrierten sie auf der Versammlung mit eindeutigen Beschlüssen. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Busch stellten die Vertreter den Jahresabschluss fest und entlasteten Vorstand sowie Aufsichtsrat – jeweils einstimmig.

Einig zeigten sich die Mitglieder auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat. Anke Kaiser und Harald Bernhardt wurden für die nächste Periode in das Aufsichtsgremium wiedergewählt. Der Finanzkabarettist Bernd Waldeck rundete mit seinem Programm „Über Geld spricht man nicht“ den Abend ab – eine gelungene Mischung aus erfrischender Comedy und fachlicher Information.

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