Gutachten im August
Wie geht es mit den Wisenten weiter?

Bleiben die Wisente im Rothaargebirge oder nicht?
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  • hochgeladen von Marc Thomas

Bad Berleburg/Düsseldorf. Das im Mai in einem ersten Entwurf von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo Hannover) vorgelegte Gutachten zu den Perspektiven des Wisent-Artenschutzprojektes im Rothaargebirge wird voraussichtlich im August der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies teilte der Kreis Siegen-Wittgenstein am Freitag in einer Presseinformation mit.

Auf die Zeitschiene hätten sich in einer Konferenz die nordrhein-westfälische Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, die Landräte des Hochsauerlandkreises, des Kreises Olpe und des Kreises Siegen-Wittgenstein, die Bürgermeister der Städte Bad Berleburg und Schmallenberg und der Vorstand des Projektträgervereins Wisent-Welt-Wittgenstein verständigt.

Der vorliegende Entwurf des Gutachtens, über den sie Siegener Zeitung zuerst berichtete, hätten die beteiligten Institutionen in den vergangenen Wochen einer ersten Sichtung unterzogen. Auf der Basis der dabei gewonnenen Erkenntnisse sei erörtert worden, welche Aspekte und Fragen in einer Endbearbeitung des Gutachtens noch vertiefend oder zusätzlich betrachtet und beantwortet werden müssten. „Diesen Arbeitsschritt werden die Gutachter voraussichtlich bis August dieses Jahres abschließen können.“

Können Wisente im Rothaargebirge weiterhin im freien Leben?

In der Konsequenz geht es um die grundsätzliche Frage, ob die Wisente im Rothaargebirge weiterhin in Freiheit leben können – oder eben nicht. Parallel dazu solle aber bereits eine kleine Arbeitsgruppe mit einer Prüfung der im Gutachten aufgezeigten, unterschiedlichen Szenarien zur Zukunft des Artenschutzprojektes beginnen. Dabei solle insbesondere in den Blick genommen werden, ob und wie die erforderlichen Voraussetzungen für die unterschiedlichen Zukunftsperspektiven geschaffen werden könnten. Damit würden die von den Gutachten entwickelten Lösungsansätze konkretisiert, sodass zeitnah nach der Vorstellung des Gutachtens auch eine abschließende Entscheidung getroffen werden könnte.

Dieser Arbeitsgruppe gehörten die Landräte des Kreises Siegen-Wittgenstein und des Hochsauerlandkreises, die Bürgermeister der Städte Bad Berleburg und Schmallenberg und ein Vertreter des bisherigen Projektträgers Wisent-Welt-Wittgenstein an. Wer den letzten Satz genau liest, der erkennt durchaus einen kleinen Fingerzeig für den Fortbestand des Projektes – denn es ist vom „bisherigen Projektträger“ die Rede.

Enorme Bedeutung für den Artenschutz

Generell wird in dem Gutachten-Entwurf, wie berichtet, die enorme Bedeutung des Projektes für den Artenschutz herausgestellt, allerdings wurde in dem Papier auch die Forderung laut, die Trägerschaft auf eine breitere, internationale Basis zu stellen. Offenbar scheinen diese Überlegungen bereits Fahrt aufgenommen zu haben.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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