»Wieso die Siegquelle hoch, wegen der kurvigen Strecke?«

Gestern 19-jähriger Laaspher zu 80 Sozialstunden verurteilt

JG Bad Berleburg. Wenn man vom Glashütter Schützenfest auf kürzestem Weg in Richtung Laasphe will, dann muss man zweifelsohne die Landesstraße 719 benutzen. Allerdings nicht in Richtung Siegerland. Diese Tatsache beherzigte im Juni des vergangenen Jahres ein Duo allerdings nicht. Die beiden setzten sich am Siegerwald ins Auto, landeten aber nicht Zuhause im Oberen Lahntal, sondern im Graben auf Walpersdorfer Hoheitsgebiet. Und war das Ergebnis – mit zwei Verletzten und einigem Sachschaden – schon nicht schön, so hatte die ganze Geschichte noch diverse andere Haken.

Betrunken und ohne Führerschein

Beide Insassen waren betrunken, beide Insassen hatten keinen Führerschein, beiden gehörte das Auto – mit dem sie unterwegs waren – nicht. Den Schlüssel dafür hatte einer der beiden Laaspher von seinem Cousin bekommen, der hatte nämlich nach eigenem Ermessen zuviel getrunken und wollte sicher stellen, dass er im besoffenen Kopf nicht mehr nach Hause fahren würde. Doch der führerscheinlose, vermeintlich vertrauenswürdige Vetter hatte da weniger Skrupel, überlegte sich, ob er selbst fahren sollte, gab den Schlüssel dann aber seinem Kumpel und ab ging die Post. Gestern musste er sich deshalb im Berleburger Amtsgericht wegen Beihilfe zu Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

»20 Glas Bier, Schnaps war auch dabei«

»Wieso seid ihr bloß die Siegquelle hoch, wegen der schön kurvigen Streckenführung?« – war denn auch eine der Fragen, die Jugendrichter Kurt Grauel am meisten beschäftigte. Eine Antwort darauf gab es nicht. Die Frage »Auf der Skala, wie voll?« wurde mit »Deutlich betrunken« beantwortet, in Flüssigkeit umgerechnet: »20 Glas Bier, und Schnaps war auch dabei.« Dass die beiden bei ihrem Unfall noch mit einem blauen Auge davon gekommen waren, machte auch Judith Hippenstiel dem 19-Jährigen klar: »Da hätte ein Mensch bei tot bleiben können.« Und deshalb stand für die Amtsanwältin fest: »Der Angeklagte muss verwarnt werden, nachhaltig verwarnt werden.« So forderte sie nach Jugendstrafrecht für den Arbeitslosen eine Strafe von 80 Sozialstunden, die dieser unverzüglich ableisten soll. Kurt Grauel schloss sich in seinem Urteil dieser Forderung an.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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