Wisent - auch ein Projekt für Langzeitarbeitslose?

Der Wisent hat seine neue Heimat im Wittgensteiner Land gefunden. Jetzt geht es in den nächsten Monaten um die Frage, in welcher Form die Region wirtschaftlich von dem Projekt profitieren kann.  Archivfoto: dima
  • Der Wisent hat seine neue Heimat im Wittgensteiner Land gefunden. Jetzt geht es in den nächsten Monaten um die Frage, in welcher Form die Region wirtschaftlich von dem Projekt profitieren kann. Archivfoto: dima
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Wingeshausen. Der Eindruck nach dem Wisent-Workshop im Forellenhof in Wingeshausen am Dienstag (Siegener Zeitung berichtete gestern) ist haften geblieben: Nach der Ankunft der Tiere Ende März im Auswilderungsgehege im Homrighäuser Tal ist das einzigartige Naturschutzprojekt jetzt an einem ganz entscheidenden Punkt angekommen. Nämlich genau dort, wo die Weichen für eine touristische und wirtschaftliche Nutzung des Projektes gestellt werden müssen.

Landrat Paul Breuer, zugleich Vorstandsmitglied des Wisent-Trägervereins, formulierte es beim anschließenden Pressegespräch folgendermaßen: Der Workshop sei in allen Belangen ein Erfolg gewesen. „Jetzt müssen wir die Ergebnisse in eine Strategie bringen und das geht nur mit der Region. Wir müssen erreichen, dass die Leute vorweg gehen und investieren.“

Er sei davon überzeugt, ergänzte Breuer, dass der Kreistag Siegen-Wittgenstein ein Budget für das Projekt zur Verfügung stelle, „wenn dort der Eindruck gewonnen wird, dass die gesamte Region mitzieht“. Stichwort mitziehen: Dazu haben freiwillige Wisent-Sympathisanten bereits in wenigen Wochen die Gelegenheit, wenn der Startschuss für den Bau des Wisent-Geheges im Rohrbach bei Wingeshausen fallen soll. Noch einmal der Landrat: „Wir haben verbindliche Zusagen von Helfern vorliegen, aber das reicht noch nicht aus. Wir brauchen noch Leute, die handwerklich mit anpacken.“ Der Freiwilligkeit komme eine enorme Bedeutung zu, denn die 250 000 Euro aus dem Konjunkturpaket, die für den Gehege-Bau reserviert seien, seien schnell verbraucht.

Darüber hinaus seien auch alternative Modelle angedacht. Der Landrat dachte hier laut über ein Modell mit Langzeitarbeitslosen oder eine Zusammenarbeit mit dem „Haus der Berufsvorbereitung“ in Fellinghausen nach. Fest fixiert sei allerdings noch nichts.

Ein weiterer Mosaikstein für das Gesamtkonzept des Projektes ist das Wisent-Informationszentrum. Das solle, unterstrich der Trägervereinsvorsitzende Bernd Fuhrmann noch einmal, auf jeden Fall zentral im Dorf realisiert werden, um eine Wertschöpfung innerhalb des Ortes zu ermöglichen. Es habe bereits erste Angebote von Immobilien gegeben, die zur Verfügung gestellt werden könnten. Der Trägerverein wünsche sich einen Hof, auf dem man das Projekt umfassend darstellen könne.Bernd Fuhrmann verriet in diesem Zusammenhang, dass es in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Gespräche mit Investoren gegeben habe, die sich möglicherweise engagieren wollten - vor allem im touristischen Bereich: „Es wird weitere Gespräche geben.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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