Erforderliche Maßnahmen zum Erhalt der Gruppe
Wisent-Herde um vier Jungbullen reduziert

Die letale Entnahme der Jungbullen ist zur Vermeidung von Inzucht und damit zur Erhaltung der Gesundheit der Herde notwendig.
  • Die letale Entnahme der Jungbullen ist zur Vermeidung von Inzucht und damit zur Erhaltung der Gesundheit der Herde notwendig.
  • Foto: Dirk Manderbach (Archiv)
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sz Bad Berleburg. Im Zeitraum von Ende April bis Anfang Mai sind aus der frei lebenden Wisent-Herde im Rothaargebirge vier Jungbullen letal entnommen worden, wie der Trägerverein erst jetzt mitteilt. „Diese von Beginn des Artenschutzprojektes an mit eingeplante Maßnahme ist zum Erhalt der Gesamtpopulation und Regulation der im öffentlich-rechtlichen Vertrag vereinbarten Herdengröße notwendig“, betont der Verein. Die Entnahme von Tieren aus der Gruppe sei zudem aus genetischen Gründen zur Vermeidung von Inzucht und somit zum gesunden Erhalt der Herde insgesamt erforderlich.
Der Trägerverein sieht allerdings das Töten der Tiere als Ultima Ratio an. Intensive Versuche, die Tiere in andere Projekte zu vermitteln, haben nicht zum Erfolg geführt, denn junge Bullen seien für diese kaum von Interesse. Die Reduzierung der Herde wird von dafür rechtlich autorisierten Person vorgenommen. Die Herde zählt nun nach jüngsten Beobachtungen 25 Mitglieder.

Jungbulle zieht nach Rumänien

Auch die Herde in der „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“ wird reduziert: Quandro wird demnächst Teil eines Auswilderungsprojektes im Tarcu-Gebirge in den Südkarpaten in Rumänien. In den vergangenen Jahren waren bereits andere Jungbullen nach Rumänien gebracht worden, wo sie zu den Gründern einer neuen frei lebenden Herde gehören. Auf dem Weg nach Rumänien macht Quandro aber erst einmal Station im bayerischen Donaumoos. Dort wird er auf weitere Wisente treffen, die Teil des Auswilderungsprojektes in Rumänien werden sollen. In Donaumoos bildet die Herde eine stabile Gruppenstruktur aus, ehe sie gemeinsam den Weg nach Rumänien antritt.

Mit nach Donaumoos geht aber auch Jungbulle Quill aus dem Wisent-Besucherareal in der Nähe von Wingeshausen. Er bleibt jedoch als Zuchtbulle in Donaumoos. Da die Wisente aus dem Rothaargebirge eine begehrte Zuchtlinie repräsentieren, ist für Quill in Bayern der Umzug zu Ende.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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