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Rückblick auf 20 Jahre Wintersportarena Sauerland
Wittgensteiner sitzen mit im Arena-Lift

Im einstigen Wittgensteiner Höhendorf Neuastenberg begann 2001 das Pilotprojekt zur heutigen Wintersportarena Sauerland. Das Bild zeigt die Postwiese.
  • Im einstigen Wittgensteiner Höhendorf Neuastenberg begann 2001 das Pilotprojekt zur heutigen Wintersportarena Sauerland. Das Bild zeigt die Postwiese.
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howe Winterberg/Wittgenstein. „Im Dezember 2001 startete mit dem Pilotprojekt im Skidorf Neuastenberg eine Erfolgsgeschichte, wie sie der Tourismus in der Region bis dahin nicht gekannt hatte“, sagt Susanne Schulten, die seit den Anfängen des sogenannten Masterplans Wintersporarena für Presse und Marketing zuständig ist. Wintersport durchgehend von Dezember bis Ende März: Vor 20 Jahren war das eher die Ausnahme.
Schneemangel in den 90ernIn den zurückliegenden Jahrzehnten klagten die vom Wintersport abhängigen Unternehmen über den immer wieder auftretenden Schneemangel. In den 60er-Jahren boomte der Wintersport wegen des reichen Schnees, danach flaute das Ganze genauso schnell wieder ab. „Die Spitzenwerte dieser Zeit wurden nie wieder erreicht.

howe Winterberg/Wittgenstein. „Im Dezember 2001 startete mit dem Pilotprojekt im Skidorf Neuastenberg eine Erfolgsgeschichte, wie sie der Tourismus in der Region bis dahin nicht gekannt hatte“, sagt Susanne Schulten, die seit den Anfängen des sogenannten Masterplans Wintersporarena für Presse und Marketing zuständig ist. Wintersport durchgehend von Dezember bis Ende März: Vor 20 Jahren war das eher die Ausnahme.

Schneemangel in den 90ern

In den zurückliegenden Jahrzehnten klagten die vom Wintersport abhängigen Unternehmen über den immer wieder auftretenden Schneemangel. In den 60er-Jahren boomte der Wintersport wegen des reichen Schnees, danach flaute das Ganze genauso schnell wieder ab. „Die Spitzenwerte dieser Zeit wurden nie wieder erreicht. Die Zahl der Pisten und Skigebiete reduzierte sich wieder“, so Susanne Schulten. Die besonders schneearmen 90er-Jahre waren Anlass, 2001 den Masterplan Wintersportarena zu entwickeln. Was viele nicht wissen: Von Beginn an mischt als Gründungsregion auch das Wittgensteiner Land mit. Bis heute sitzen Vertreter aus Wittgenstein im Vorstand – aktuell sind es Stefan Küpper als Vorsitzender der Nordic-Sport-Arena, Christoph Koch sowie Andreas Bernshausen.

Wittgenstein mischt mit

Auch die hiesigen Skigebiete haben sich innerhalb der Wintersportarena Sauerland etabliert: Das Nordic-Aktiv-Zentrum in Girkhausen, die Pastorenwiese in Wunderthausen und der Hesselbacher „Gletscher“. „Für uns ist die Wintersportarena absolut wichtig“, sagt Andreas Bernshausen im SZ-Gespräch. „Wir sind sicher wetterabhängig und haben nicht überall eine Beschneiung. Aber wenn Schnee liegt, haben wir in Wittgenstein wunderbare Loipen und Pisten zu bieten.“

2 Millionen Euro in Beschneiung investiert

Dahinter steckten engagierte Vereine und Ehrenamtliche. Mit technischer Beschneiung in einem Mittelgebirge eine durchgehende Wintersaison zu sichern, das war eine Aufgabe. „Die Postwiesen-Liftgesellschaft zeigte Mut und Innovationskraft, als sie für rund 2 Millionen Euro eine Beschneiungsanlage mit 18 Schneeerzeugern, Pumpstation und Speicherteich installierte“, erinnert sich Susanne Schulten. Die damalige rot-grüne Landesregierung gab aus EU-Fördermitteln 800 000 Euro hinzu.

Fleißig Schnee produziert

Die Eröffnung am 15. Dezember 2001 leitete eine Entwicklung ein, die selbst die optimistischsten Erwartungen bei Weitem übertraf. Gleich der erste Winter sei trocken und kalt gewesen. Während vielerorts die Anlagen stillgestanden hätten, produzierten die Neuastenberger fleißig Schnee und kamen auf über 80 Saisontage fast durchgehend von Dezember bis in den März hinein. „Der Beweis, dass technische Beschneiung den Wintertourismus im Mittelgebirge wirtschaftlich sichern kann, war erbracht.“

Masterplan als Erfolgskonzept

Nur ein Jahr später erfolgte dann die eigentliche Gründung der Wintersportarena Sauerland. Zu Beginn bemühte sich der Zusammenschluss darum, weitere Skigebiete dabei zu unterstützen, Beschneiungsanlagen zu installieren und die entsprechenden Fördermittel zu erhalten. Auf Neuastenberg folgten weitere Skigebiete im Umkreis. „Auf die bis heute in den direkten Wintersport investierten 140 Millionen Euro entfallen weniger als 6 Millionen Euro über das Land NRW vermittelte EU-Fördermittel. Sie sind über die generierten Einnahmen inzwischen um ein Vielfaches in die Steuertöpfe zurück geflossen“, konstatiert Susanne Schulten. Noch heute gelte der Masterplan Wintersportarena als der erfolgreichste der vielfältigen Masterpläne der Zeit.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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