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Stefanie Lückel macht im März und April den Auftakt
WKG gibt Künstlern ein neues Fenster

Das neue Fenster der Wittgensteiner Kunst-Gesellschaft am Bad Berleburger Johannes-Althusius-Gymnasium: Hier sind künftig wechselnde Ausstellungen zu sehen. Der Auftakt gehört der Erndtebrücker Airbrush-Spezialistin Stefanie Lückel.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

vö Bad Berleburg. Diese Kombination funktioniert ganz hervorragend: Die Wittgensteiner Kunst-Gesellschaft (WKG) bündelt die künstlerischen Kräfte und initiiert Ausstellungen für ihre Mitglieder und andere Künstler. Und die Sparkasse Wittgenstein stellt ihre Räumlichkeiten für die Präsentationen zur Verfügung. Das Problem: Was vor Corona selbstverständlich war, nämlich dass sich Kunstinteressierte auf vielen Etagen des Kreditinstitutes tummeln können, geht momentan nicht. In Zeiten, in denen Kontakte zu verringern sind, müssen andere Dinge zurückstehen – leider auch die Kunst. Deshalb suchte der WKG-Vorstand nach Alternativen und wurde fündig.

Bad Berleburg. Diese Kombination funktioniert ganz hervorragend: Die Wittgensteiner Kunst-Gesellschaft (WKG) bündelt die künstlerischen Kräfte und initiiert Ausstellungen für ihre Mitglieder und andere Künstler. Und die Sparkasse Wittgenstein stellt ihre Räumlichkeiten für die Präsentationen zur Verfügung. Das Problem: Was vor Corona selbstverständlich war, nämlich dass sich Kunstinteressierte auf vielen Etagen des Kreditinstitutes tummeln können, geht momentan nicht. In Zeiten, in denen Kontakte zu verringern sind, müssen andere Dinge zurückstehen – leider auch die Kunst. Deshalb suchte der WKG-Vorstand nach Alternativen und wurde fündig. Die Künstler haben ein neues Fenster erhalten, und zwar den rechten Teil der Schaufensterfront des Bad Berleburger Johannes-Althusius-Gymnasiums an der Poststraße. Dort treffen Passanten ab sofort auf die Kunst unterschiedlicher WKG-Akteure.
Der Auftakt gehört der vielleicht jüngsten Kunstschaffenden des Vereins. Die Erndtebrückerin Stefanie Lückel stellt eine Auswahl ihrer Arbeiten in der Stadtmitte aus und verspricht: „Für Ostern lassen wir uns etwas besonderes einfallen. Gegenständlich, keine Skulptur, nichts auf Leinwand.“ Die 24-Jährige, deren Werke bereits im Erndtebrücker Rathaus zu sehen waren, ist intensiv dabei, ihr Hobby Kunst kontinuierlich auszubauen. Zumal ihre ganz persönliche Sichtweise auch in ihren Arbeiten sichtbar wird: „Man muss auch was riskieren. Egal, was die anderen von dir denken.“

Vater schenkte Airbrush-Pistole

Schon im Kindesalter zeichnete Stefanie Lückel Portraits mit Bleistift, später im Jugendalter entwickelte sie ihre eigenen Charaktere und porträtierte frei aus dem Kopf heraus. Irgendwann habe ihr Vater die Airbrush-Technik entdeckt: „Da er Modellbauer war und vornehmlich Flugzeugmodelle konstruierte, indes selbst nicht zeichnen konnte, sollte ich diese Technik lernen, um seine Modelle künstlerisch zu veredeln. Mein Vater schenkte mir eine Airbrush-Pistole samt einem Kompressor, dazu spezielle Farben und so fing meine Leidenschaft für das Airbrushing an.“
Später besuchte die Erndtebrückerin Kurse der Volkshochschule bei dem Airbrush-Künstler Marco Pinkall. Das sei eine außerordentlich lehrreiche Zeit gewesen – nicht zuletzt auch deshalb, weil sie, so Stefanie Lückel, den praktischen Umgang mit den Airbrush-Geräten besser zu beherrschen lernte. Nach ihrer Entlassung aus der Realschule wechselte sie an das Berufskolleg Technik in Siegen, um sich als gestaltungstechnische Assistentin ausbilden zu lassen.

Dreijährige Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung schloss sie 2015 mit dem Fachabitur in Gestaltung ab. „Aber ich wollte noch mehr ich wollte weiter. Deshalb entschied ich mich zunächst gegen eine klassische Lehre – und für ein Studium in Bochum, wo zwar schwerpunktmäßig das Airbrushen gelehrt wurde, aber nicht nur. Ich belegte den Vollzeitstudiengang Illustration, in dem als Studienelemente das Airbrushing wie auch Malerei integriert waren. Nach zweieinhalb Jahren schloss ich mein Studium mit dem Bachelor sehr erfolgreich ab.“
Seit 2019 ist Stefanie Lückel Mitglied der Wittgensteiner Kunstgesellschaft. Seit Juli 2020 nehme sie auch verstärkt Auftragsarbeiten an. Um für ihre Kunden ein „optimales Werk“ schaffen zu können, setze sie auf eine ausführliche Beratung. Und das sei etwas, was sie als Künstlerin besonders reize: Immer wieder neue Leute kennenzulernen, die mit unterschiedlichsten Aufträgen kämen.

Das neue Fenster der Wittgensteiner Kunst-Gesellschaft am Bad Berleburger Johannes-Althusius-Gymnasium: Hier sind künftig wechselnde Ausstellungen zu sehen. Der Auftakt gehört der Erndtebrücker Airbrush-Spezialistin Stefanie Lückel.
Stefanie Lückel ist die jüngste Künstlerin in der WKG.
Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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