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Antiquitätenhändler Michael Kirchhof gibt Ladenlokal auf
„Wohnwerte“ künftig nur noch im Internet

Die Schaufenster von Michael Kirchhof sind immer ein Blickfang. Mit dem Auszug des Antiquitätenhändlers aus dem Ladenlokal an der Schloßstraße 1 wird die Stadt an Attraktivität einbüßen.
  • Die Schaufenster von Michael Kirchhof sind immer ein Blickfang. Mit dem Auszug des Antiquitätenhändlers aus dem Ladenlokal an der Schloßstraße 1 wird die Stadt an Attraktivität einbüßen.
  • Foto: Martin Völkel
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

vö Bad Berleburg. Eines der spannendsten Schaufenster in der Bad Berleburger Kernstadt bleibt künftig leer – und damit kündigt sich leider auch der nächste Leerstand in der Stadtmitte an: Michael Kirchhof, der mit seinem Antiquitäten-Angebot „Wohnwerte“ für eine ganz besondere Note an der Auffahrt zum Schloss gesorgt hatte, bereitet seinen Auszug aus dem Ladenlokal an der Schloßstraße 1 vor. Einen Nachfolger für die Räumlichkeiten des früheren Haushaltswarengeschäftes C. H. Schneider gibt es allerdings noch nicht. Entsprechende SZ-Informationen bestätigte der leidenschaftliche Antiquitätenhändler am Mittwoch auf SZ-Anfrage.
Entscheidung fiel beileibe nicht leichtEr sei bereits intensiv dabei, die Dinge aus dem Laden in Wemlighausen zwischenzulagern.

Bad Berleburg. Eines der spannendsten Schaufenster in der Bad Berleburger Kernstadt bleibt künftig leer – und damit kündigt sich leider auch der nächste Leerstand in der Stadtmitte an: Michael Kirchhof, der mit seinem Antiquitäten-Angebot „Wohnwerte“ für eine ganz besondere Note an der Auffahrt zum Schloss gesorgt hatte, bereitet seinen Auszug aus dem Ladenlokal an der Schloßstraße 1 vor. Einen Nachfolger für die Räumlichkeiten des früheren Haushaltswarengeschäftes C. H. Schneider gibt es allerdings noch nicht. Entsprechende SZ-Informationen bestätigte der leidenschaftliche Antiquitätenhändler am Mittwoch auf SZ-Anfrage.

Entscheidung fiel beileibe nicht leicht

Er sei bereits intensiv dabei, die Dinge aus dem Laden in Wemlighausen zwischenzulagern. Letztlich sei ihm die Entscheidung alles andere als leicht gefallen: „Jeder, der auf dem Weg zum Schloss ist, kommt hier vorbei. Ein leerer Laden ist natürlich nicht gut. Aber man muss sich dann einfach eingestehen, dass es sich so nicht mehr gelohnt hat.“ Es sei kein Geheimnis, dass der ein oder andere Interessent sein Glück – und damit seine Ware – im Internet suche. Und das sei ein Bedarf, so der Unternehmer, den er künftig auch im „Netz“ bedienen wolle.

Leeres Schaufenster keine gute Visitenkarte

Die Samstage mit vielen netten und interessierten Menschen an der Schloßstraße wolle er nicht missen. Allerdings dürfe man unter dem Strich auch den wirtschaftlichen Faktor nicht ganz außen vor lassen. Denn: „Ich möchte eigentlich niemanden kritisieren. Aber das Leben in den Städten hat sich verändert. In der heutigen Zeit können in Bad Berleburg nicht mehr zwingend die Mieten gezahlt werden, die vielleicht vor 20 Jahren an der Tagesordnung waren.“ Zumal es ja auch Standorte gebe, die nicht unbedingt mit Parkplätzen gesegnet seien und für die nicht ohne Weiteres eine alternative Nutzung zu realisieren sei. Er habe dem Eigentümer angeboten, zumindest das Schaufenster weiter zu bestücken und dafür die Nebenkosten zu übernehmen. Auch eine Idee des örtlichen Heimatvereins habe er für sehr reizvoll gehalten, so Michael Kirchhof. „Das muss natürlich gewollt sein. Wenn das nicht der Fall ist, geht das letztlich auch in Ordnung.“ Allerdings sehe er auch den Besitzer von Immobilien speziell in der Stadtmitte in einer Verantwortung – ein leeres Schaufenster sei nie eine gute Visitenkarte für einen Ort.
Klar sei allerdings auch, so Michael Kirchhof, dass gesundheitliche Gründe bei seiner Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt hätten. Dennoch werde er bei Haushaltsauflösungen auch künftig die Augen offen halten: „Antiquitäten sind mein Lebenselixier, daran soll sich auch nichts ändern.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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