WSG steht weiter auf sicherer Basis

Auch 2002 schrieb Wohnungsgenossenschaft schwarze Zahlen / Leerstände in Erndtebrück

schn Bad Berleburg. Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft (WSG) Wittgenstein waren jetzt in das Bürgerhaus nach Bad Berleburg eingeladen, um an der Hauptversammlung teilzunehmen. 155 Wittgensteiner folgten dem Aufruf. Aufsichtsratsvorsitzender Wolf-Dieter Garbotz führte gleich zu Beginn zwei Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft durch. Ernst Belz und Bernhard Viehl gehören schon 50 Jahre zur Genossenschaft. Ernst Belz ist nicht nur Mitglied, sondern war auch einige Jahre in der Führung der Genossenschaft tätig. Geschäftsführer Richard Stark legte den Jahresabschluss 2002 und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes vor.

Die besonders positive Botschaft kam gleich zu Beginn des Vortrags, die Genossenschaft hat auch 2002 wieder einen Überschuss erwirtschaftet – nämlich genau 110800 e. Als Bilanzgewinn bleiben, nach Einstellungen in die gesetzlich geforderten Rückstellungen, 95308 e. Gewinne sind nicht Hauptzweck der Genossenschaft, sondern die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder. Konkret sei dies »die Bereitstellung von durchschnittlichem Wohnraum zu bezahlbaren Mieten«, betonte Richard Stark. Insgesamt stehen 8,76 Mill. e für die Gebäudeunterhaltung zur Verfügung.

Trotz des positiven Jahresergebnisses ist die Bilanzsumme um 0,76 Prozent auf rund 20,7 Mill. e zurückgegangen. Mit einer Eigenkapitalquote von 49,8 Prozent ist die Wohnungsgenossenschaft gut aufgestellt. Der Brachendurchschnitt von Genossenschaften in vergleichbarer Größe liegt bei einer Eigenkapitalquote von rund 36 Prozent. Vermögenswerte, Grundstücke und Gebäude sind demnach gut abgesichert. In der Hausbewirtschaftung wurde ein Überschuss von 5000 e erwirtschaftet, im Vergleich zu 2001 eine Reduzierung von 76000 e. Richard Stark nannte als Grund Aufwändungen für die Wohnrauminstandhaltung und Ertragsausfälle durch Wohnungsleerstand. »In der Zukunft wird der Erfolg in der Hausbewirtschaftung von den Instandhaltungskosten einerseits, andererseits durch hoffentlich geringere Ertragsausfälle aus nicht vermietetem Wohnraum abhängen", so Stark zu den Perspektiven dieses Geschäftsbereiches. Ebenfalls nicht ganz unerheblich sei auch die Zahlungsfähigkeit der Wohnungsinhaber. In 2002 waren allein 8000 e an Mietausfällen zu verzeichnen.

Der Mitgliederbestand ging um sechs auf 1230 zurück. Die Dividende wurde auf 4,9 Prozent festgelegt. Das Vermögen setzt sich aus bewirtschafteten 960 Wohnungen und 193 Garagen in 177 Häusern in allen drei Wittgensteiner Kommunen zusammen. »In fast allen Segmenten ist der Markt gesättigt«, was für die WSG bedeute, so der Geschäftsführer, dass vor allem Wohnungen in unattraktiven Lagen umfassend modernisiert werden müssten, damit sie wieder vermietbar seien.

In Erndtebrück sieht die Lage besonders bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern nicht gut aus, dort besteht ein massives Überangebot (die Siegener Zeitung berichtete). Für die Zukunft sieht die Geschäftsführung vor allem Probleme im sinkenden Bedarf an Wohnraum durch Abwanderung und fehlende Infrastruktur. Diese Aussichten stützen sich auch auf die wachsende Mieterfluktuation, die 2002 einen Höchststand erreichte.

Insgesamt werden rund 60 Prozent der Mieteinnahmen der WSG für die Unterhaltung des Wohnraums ausgegeben. Die Durchschnittsmiete lag 2002 bei 3,85 e. Als neues Aufsichtsratsmitglied wurde Jürgen Weber, Leiter des Bad Berleburger Bauverwaltungsamtes, gewählt. Er ersetzt Günter Grabow, der nach Vollendung des 65. Lebensjahres nicht mehr zur Wahl stand. Gerhard Hesse und Manfred Markus, deren Amtszeit ebenfalls endete, wurden von den Anwesenden wiedergewählt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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