Wunderthäuser sollen für Kanal und Straße zahlen

Gestern Abend: Verwaltung will öffentliche Gelder loseisen

Wunderthausen. Im Gasthof Homrighausen blieb gestern Abend kein Platz frei: Die Stadt Bad Berleburg stellte sich der Bürgerschaft im Rahmen einer Informationsveranstaltung, um die Eckdaten für die Kanalisation der Ortschaft im kommenden Jahr zu skizzieren. Zwei Fragen interessierten die Wunderthäuser dabei besonders: Welche Kosten kommen auf die einzelnen Haushalte zu und welcher zeitliche Rahmen ist abgesteckt?

Antworten lieferte Bad Berleburgs Tiefbauamtsleiter Alfred Pfeifer: »Wenn alles so klappt wie wir uns das vorstellen, dann sind wir im Herbst nächsten Jahres fertig.« Noch in diesem Jahr werde die Strecke zum Verbindungssammler in Diedenshausen realisiert (die Siegener Zeitung berichtete), Favorit für die Auftragsvergabe in wenigen Tagen sei die Firma König aus Westfeld. Im kommenden Jahr gehe es dann in die Ortschaft, so der Mann aus der Verwaltung, »wir möchten im Frühjahr beginnen«. Ähnlich wie in anderen Ortschaften praktiziert, entstehe auch in Wunderthausen ein Trennsystem, bei dem die alten Kanäle, die momentan das Regenwasser und die Überläufe der Kleinkläranlagen aufnähmen, später als Regenwasserkanäle genutzt würden.

Der zu zahlende einmalige Kanalanschlussbetrag belaufe sich auf 3,85 e je Quadratmeter. Die Kosten für die Hausanschlussverlegung lägen in der Regel zwischen 500 und 1000 e, im Einzelfall auch höher. Kosten, die die Bürger in den zuvor kanalisierten Dörfern Bad Berleburgs ebenfalls gezahlt haben. In Wunderthausen könnte allerdings noch eine weitere Belastung auf die Bürger zu kommen. Ob die Stadt Bad Berleburg beim Siegener Landesbetrieb Straßenbau im Zuge der Kanalisation auch Mittel für eine Sanierung der Dorfstraße loseisen kann, ist derzeit mehr als fraglich. Dazu Alfred Pfeifer: »Es kann durchaus passieren, dass die Leute etwas dazu bezahlen müssen.« Die Verwaltung lasse jedoch nichts unversucht, um das entsprechende Geld aus öffentlichen Töpfen zu bekommen. Ortsvorsteher Gerhard Knoche meinte gegenüber der SZ, dass dies im Sinne einer Gleichbehandlung aller Dörfer mehr als wünschenswert sei. Und weiter: »Unser Dorf wird offenbar zum falschen Zeitpunkt an den Kanal angeschlossen. Die öffentlichen Haushalte sind leer«

Der Ortsvorsteher appellierte an die Verwaltung, möglichst weitere Kosten für die Anlieger zu vermeiden. Beispielsweise hätten einige Häuslebauer vor Jahren viel Geld in biologische Kläranlagen investiert, die nun allerdings hinfällig seien. Auch Alfred Pfeifer sah ein, »dass dies viel Geld für einen sehr kurzen Zeitraum war«.

Streitwald: Quotierung ist »bedenklich«

Nach den Informationen zum Thema Kanalisation kam der Ortsvorsteher noch in einigen Worten auf das viel diskutierte Thema Streitwald zu sprechen. Der Landrat des Kreises habe in einer Stellungnahme mitgeteilt, dass die Quotierung – 80 Prozent des Erlöses für die Stadt Bad Berleburg und 20 Prozent für Wunderthäuser Belange – »bedenklich« sei. Der Kreis erachte es als sinnvoll, die Verteilung des Reinerlöses von Jahr zu Jahr entsprechend dem jeweiligen Bedarf dem Stiftungszweck zu entsprechen. Gerhard Knoche: »Nun ist die Entscheidung des Berleburger Finanzausschusses am kommenden Dienstag abzuwarten.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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