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Martin Schneider ist ein Mann der klaren Worte
Wunderthausen saniert in Eigenleistung

Die alte Schule wird derzeit mit viel Eigenleistung umgebaut und wird in Zukunft der Dorfgemeinschaft und auch der Feuerwehr als zentrale Anlaufstelle dienen. Das freut Ortsvorsteher Martin Schneider.
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  • Die alte Schule wird derzeit mit viel Eigenleistung umgebaut und wird in Zukunft der Dorfgemeinschaft und auch der Feuerwehr als zentrale Anlaufstelle dienen. Das freut Ortsvorsteher Martin Schneider.
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schn Wunderthausen. Die Interessen des Dorfes und der Dorfgemeinschaft vertreten – das sieht Martin Schneider als seine Hauptaufgabe als Ortsvorsteher in Wunderthausen. In das Amt ist er, wie er selbst sagt, nach und nach hineingewachsen. Im Jahr 2004 habe er zum ersten Mal für den Rat kandidiert.
Eigenes Tesstzentrum in Wunderthausen
Von den Kollegen sei damals die Erwartungshaltung gekommen: „Wenn du in den Stadtrat willst, dann kannst du auch den Ortsvorsteher machen.” Im Jahr 2009 war es dann soweit – Martin Schneider übernahm auch diesen Posten. Dass das eigene Dorf in der Kommunalpolitik nicht zu kurz kommt, dafür sitzt er im Stadtrat. Natürlich müsse man auch Kompromisse eingehen, da dürfe man sich nichts vormachen.

schn Wunderthausen. Die Interessen des Dorfes und der Dorfgemeinschaft vertreten – das sieht Martin Schneider als seine Hauptaufgabe als Ortsvorsteher in Wunderthausen. In das Amt ist er, wie er selbst sagt, nach und nach hineingewachsen. Im Jahr 2004 habe er zum ersten Mal für den Rat kandidiert.

Eigenes Tesstzentrum in Wunderthausen

Von den Kollegen sei damals die Erwartungshaltung gekommen: „Wenn du in den Stadtrat willst, dann kannst du auch den Ortsvorsteher machen.” Im Jahr 2009 war es dann soweit – Martin Schneider übernahm auch diesen Posten. Dass das eigene Dorf in der Kommunalpolitik nicht zu kurz kommt, dafür sitzt er im Stadtrat. Natürlich müsse man auch Kompromisse eingehen, da dürfe man sich nichts vormachen. Mit zwei Hüten auf dem Kopf müsse man immer abwägen zwischen den Interessen der Stadt als Ganzes und den Interessen des Dorfes. Am Ende komme man da aber immer irgendwie zusammen, findet er.

Ortsvorsteher Martin Schneider ist seid 2009 im Amt.
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Vor allem dürfe man langfristige Ziele nicht aus den Augen verlieren, sagt Martin Schneider. Dabei gibt es in Wunderthausen eigentlich immer etwas zu tun. In der Corona-Zeit wurde in Wunderthausen ein eigenes Testzentrum aufgebaut. Die Praxis Dr. Holger Finkernagel stellt den Rahmen zur Verfügung, der Schützenverein stellt die Schützenhalle. Auch eine Impfstelle wollte das Dorf in der gleichen Konstellation aufstellen. Die Vorarbeiten waren dafür schon geleistet, am Ende scheiterte die Aktion an den vorhandenen Impfstoffmengen, die nicht bereitgestellt werden konnten.

Die alte Schule wird mit viel Eigenleistung umgebaut

Das Vereinsleben hat in den vergangenen zwölf Monaten auch in Wunderthausen sehr gelitten, wie es nach der Pandemie weiter geht, werde sich noch zeigen müssen. Diese Frage treibt den Ortsvorsteher um. Für Martin Schneider stehen und fallen die Erfolge mit den Vereinen im Dorf. „Nur wenn die Leute aktiv sind und sich immer neue Aktivitäten ausdenken, dann kann es hier vorwärts gehen”, ist sich das Dorfoberhaupt sicher. Ohne die vielen fleißigen Helfer hätte man beispielsweise das Projekt Dorfgemeinschaftshaus nie in Angriff nehmen können.

Ohne die vielen fleißigen Helfer hätte man in Wunderthausen beispielsweise das Projekt Dorfgemeinschaftshaus nie in Angriff nehmen können.
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Die alte Schule in Wunderthausen wird derzeit mit viel Eigenleistung umgebaut und wird in Zukunft der Dorfgemeinschaft und auch der Feuerwehr als zentrale Anlaufstelle dienen. Größtes Problem im Ort sei der Bevölkerungsschwund, erläutert Martin Schneider. In den 1970er Jahren habe Wunderthausen noch 700 Einwohner gehabt, seit diesem Jahr ist das Dorf unter die Marke von 500 Menschen gefallen. „Das ist wirklich bitter“, findet der Ortsvorsteher. Zwar gebe es noch nicht viel Leerstand, aber die Zahl der jungen Menschen ist inzwischen ziemlich gesunken.

Regionalplan sorgt für Probleme

Viele seien nach dem Studium nicht zurück gekommen. Für potenzielle Rückkehrer und für Neubürger gebe es zudem zu wenig Bauplätze. Die vorhandenen Baulücken seien in Privatbesitz und stünden nur selten zur Verfügung, erzählt der Ortsvorsteher. Der Entwurf des Regionalplans sei da auch keine große Hilfe Der treibt Martin Schneider ganz aktuell um und sei ein ganz heißes Eisen. Die Dörfer als Ganzes und die Landwirte in den Dörfern würden ein großes Problem bekommen, wenn dieser Regionalplan so beschlossen werde. Vor allem stört sich Martin Schneider daran, dass man bei der Aufstellung des aktuellen Entwurfs nicht vor Ort gefragt hat: „Wir kennen doch die Begebenheiten hier.“ Er werde daher ganz deutlich Stellung beziehen, das sei wichtig für Wunderthausen und für seine eigene Glaubwürdigkeit.

Dass der Wunderthäuser Ortsvorsteher streitbar ist, das hat er schon oft unter Beweis gestellt. Für den Ort wichtig ist der Streitwald. Aus den Mitteln der Stiftung, die den Wald bewirtschaftet, haben die Menschen im Ort schon eine ganze Menge finanzieren können. Die Mittel seien der Stadt insgesamt ja nicht verlorenen gegangen, weil der städtische Haushalt für die Maßnahmen nicht belastet worden sei.
Richtig ist allerdings auch: In Wunderthausen konnten manche Projekte schneller und leichter umgesetzt werden als in anderen Dörfern. Damit allerdings wird es wohl zunächst vorbei sein. Der Streitwald ist auch vom Borkenkäfer betroffen und wird in den kommenden Jahren wohl zunächst keine Überschüsse erwirtschaften. „Das muss man den Menschen genau so sagen“, findet Martin Schneider.

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Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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