Zeichen stehen auf Schwimmen

Bad Berleburger Rothaarbad könnte noch 2005 eröffnen / SPD informierte über Planungen

Bad Berleburg. Wann darf auf dem Stöppel wieder geschwommen werden, in welchem Umfang und in welchem Ambiente? Diese Fragen werden derzeit in der Bad Berleburger Bevölkerung intensiv diskutiert. Antworten darauf versuchte der SPD-Ortsverein der Odebornstadt in einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus am Markt zu geben. Neben Bürgermeister Hans-Werner Braun wurde auch Baudezernent Wolfgang Acker-Marx angekündigt, der die Bürger über den aktuellen Sachstand informieren sollte.

Der für den Baudezernten reservierte Stuhl blieb jedoch leer – offenbar eine Reaktion auf ein Schreiben der CDU-Fraktion. Die Christdemokraten sahen es als »nicht rechtens an, wenn offizielle Vertreter der Stadt Bad Berleburg an einer solchen Parteiversammlung in dieser Form auftreten«.

Dies gelte vor allen Dingen für den städtischen Bediensteten Acker-Marx, der als beamteter Baudezernent auf keinen Fall als Vortragender bei einer »solchen einseitigen Veranstaltung« auftreten dürfe. Er solle sich aus Loyalitätsgründen gegenüber der gesamten Bevölkerung und vor allen Dingen gegenüber der gesamten Stadtverordnetenversammlung einer stärkeren Zurückhaltung befleißigen.

Für den Verwaltungsmann sprang SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Sittler in die Bresche. Der Richsteiner ist Mitglied des Arbeitskreises Rothaarbad »und damit mitten im Thema«, wie es Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Höpken formulierte. Trotz aller aktuellen Meinungsverschiedenheiten im Stadtrat, betonte Michael Sittler, dass die Entscheidungen im Schwimmbad-Arbeitskreis »immer in großer Eintracht gefasst wurden«. Es seien längst nicht alle Entscheidungen im Detail gefallen, so der SPD-Politiker, doch das Gerüst des neuen Rothaarbades stehe gedanklich.

Zum zeitlichen Ablauf sei festzustellen, dass die Verwaltung im Juni mit der Baugenehmigung rechne. Vorausgesetzt, das unlängst im Rat verabschiedete Haushaltssicherungskonzept werde genehmigt, »dann könnten wir im August oder September beginnen«, so Michael Sittler. Die Bauzeit betrage bei diesem Projekt mindestens zwei Jahre, weil aus Kostengründen mit der vorhandenen Substanz gearbeitet werde.

Das neue Rothaarbad erhalte sehr viel Glas, verriet Michael Sittler, »es geht uns um helle, großzügige Formen«. Die 25-Meter-Bahnen des Hauptbeckens blieben erhalten, allerdings handele es sich künftig um eine Edelstahlkonstruktion. Zudem werde das KAB-Becken erhalten, im Freibadbereich müsse lediglich das Nicht—schwimmerbecken dem neuen Technikgebäude weichen. Wichtige Punkte seien außerdem eine Behinderten gerechte Einrichtung, ein Schwimmbereich für Kleinkinder sowie Erlebnisduschen und Liegeflächen.

Von einem »echten Highlight« sprach der Sozialdemokrat im Zusammenhang mit dem neuen Saunabereich: »Ein richtiges Saunadorf, mit allem was dazu gehört.« Der Gastronomiebereich werde umgebaut und saniert. Das neue Rothaarbad stellt nach Auffassung Sittlers einen guten Kompromiss zwischen Schwimmanlage und Erlebnisbad dar und »spricht deshalb vielleicht noch mehr Leute an als beispielsweise die Anlage in Bad Fredeburg«.

Auch dem Umweltgedanken fühle sich die Odebornstadt mit dem 7-Mill.-e-Projekt verpflichtet. Die Anlage werde mit Holz beheizt, und im Wasser werde voraussichtlich Chlor durch eine Salzlauge ersetzt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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