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DRK hilft vor der Vamed-Klinik aus
Zelt schützt Wartende vor Wind und Wetter

Helfer des DRK-Ortsvereins Bad Berleburg stellten am Samstag ein Zelt vor der Vamed-Klinik auf. Die Konstruktion bietet in der kalten Jahreszeit Menschen Schutz vor dem Wetter, die auf ihren Corona-Abstrich warten.
  • Helfer des DRK-Ortsvereins Bad Berleburg stellten am Samstag ein Zelt vor der Vamed-Klinik auf. Die Konstruktion bietet in der kalten Jahreszeit Menschen Schutz vor dem Wetter, die auf ihren Corona-Abstrich warten.
  • Foto: Martin Völkel
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

vö Bad Berleburg. Premiere vor der Bad Berleburger Vamed-Klinik – streng genommen schon die zweite in diesem Jahr: Denn zum einen gab es in der Vergangenheit noch nie einen Container vor dem Krankenhaus. Doch in Zeiten von Corona sind die Dinge eben anders. Seit sich Menschen auf das Virus testen lassen können, steht dafür der Container außerhalb des Gebäudes zur Verfügung, um unnötige Kontakte zu minimieren. Und zum anderen steht seit Samstag ein Zelt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) direkt daneben.„Wir hatten eine Anfrage des Krankenhauses vorliegen, ob wir das Zelt als Wetterschutz für die Menschen aufbauen können, die auf ihren Abstrich warten. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, dass wir helfen“, erklärte Tim Wied, stellv.

Bad Berleburg. Premiere vor der Bad Berleburger Vamed-Klinik – streng genommen schon die zweite in diesem Jahr: Denn zum einen gab es in der Vergangenheit noch nie einen Container vor dem Krankenhaus. Doch in Zeiten von Corona sind die Dinge eben anders. Seit sich Menschen auf das Virus testen lassen können, steht dafür der Container außerhalb des Gebäudes zur Verfügung, um unnötige Kontakte zu minimieren. Und zum anderen steht seit Samstag ein Zelt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) direkt daneben.„Wir hatten eine Anfrage des Krankenhauses vorliegen, ob wir das Zelt als Wetterschutz für die Menschen aufbauen können, die auf ihren Abstrich warten. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, dass wir helfen“, erklärte Tim Wied, stellv. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Bad Berleburg, im Gespräch mit der Siegener Zeitung.

Abstände können eingehalten werden

Denn in den vergangenen Tagen habe der November ja gezeigt, dass es zunehmend ungemütlich, regnerisch und kalt werde. Da sei das Zelt schon eine gute Gegenmaßnahme – und mit seiner Größe seien auch die geforderten Abstände gegeben. Tim Wied: „Das Zelt bleibt so lange stehen, wie das Wetter schlecht ist und uns das Thema Corona verfolgt. Wir machen die Konstruktion wetterfest, das gehört zu unseren Kernkompetenzen.“ Zumal die Anzahl der durchgeführten Tests in Bad Berleburg nicht unerheblich sei und daher auch Wartezeiten vorkommen könnten.

Zehn Helfer vor Ort

Am Samstag waren es rund zehn Helfer, die das Zelt routiniert aufstellten. Offensichtlich dabei: Kein Handgriff musste zweimal angesetzt werden, jeder wusste, was zu tun ist. „Maßnahmen wie diese stemmen wir aktuell alle mit unserem Kern-Team aus zehn Helfern“, erklärte Stephanie Sonneborn, Schriftführerin des Ortsvereins und zugleich verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Normalerweise seien es immerhin 25 Aktive, doch in Zeiten von Corona hätten sich die Älteren oder Kollegen aus der Risikogruppe vorübergehend aus der ersten Reihe zurückgezogen – völlig verständlich.

Der DRK-Ortsverein ist präsent

Auch wenn es „nur“ der Aufbau eines Zeltes vor dem Krankenhaus war – der DRK-Ortsverein nutzte am Samstag die Gelegenheit, „um zu zeigen, dass wir weiterhin da sind, dass wir präsent sind“, betonte Stephanie Sonneborn. Corona habe große Teile der aktiven Arbeit zum Erliegen gebracht. Es sei derzeit nicht ganz einfach, den Kontakt zu den Mitgliedern zu halten. Die Seniorengymnastik falle ebenso aus wie die Alterskameradschaft oder die Arbeit mit dem DRK-Nachwuchs. Auch der Sanitätsdienst des Ortsvereins wird seit Monaten nicht benötigt, weil keine Veranstaltungen stattfinden dürfen. Wo kein Stünzel-Fest gefeiert wird, werden im Umkehrschluss auch keine Bereitschaften bestellt. Das zieht sich durch wie ein roter Faden. Die DRK-Helfer, die normalerweise allerorten in der Öffentlichkeit stehen, sind zwangsweise abgetaucht.

Deutsches Rotes Kreuz ist ansprechbar

Dagegen fänden die Blutspendetermine weiterhin statt, und der Vorstand arbeite sehr intensiv und vielschichtig im Hintergrund, gab die Schriftführerin zu bedenken. Das passiere aber abseits der Öffentlichkeit. Ein weiteres Beispiel, wo man gerne zur Stelle sei: „Uns hat der Anruf einer Berleburgerin erreicht, die derzeit unter Quarantäne steht. Die Frau ist alleinstehend und hat niemanden, der mit ihrem Hund raus geht. Das haben wir möglich gemacht.“
Glücklicherweise sei dieser Trend noch nicht zu beobachten, so Stephanie Sonneborn, dennoch habe man Angst, „dass wir in diesem Sog auch Mitglieder verlieren könnten“. Es gehe momentan darum, das beste aus der Situation zu machen. Am Beispiel der Blutspende bedeute dies, dass man eigentlich einen noch größeren Bedarf an Helfern habe, weil der Aufwand durch die Corona-Auflagen ein größerer sei. Tim Wied: „Wir sind motiviert. Diese Arbeit liegt uns am Herzen.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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