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Gemeinschaftsverein aus Arfeld zuversichtlich
Zentrum Via Adrina soll im Sommer öffnen

Sehen das Zentrum Via Adrina auf einem guten Kurs: der Vorsitzende des Gemeinschaftsvereins Arfeld, Waldemar Kiel, und Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims (r.).
  • Sehen das Zentrum Via Adrina auf einem guten Kurs: der Vorsitzende des Gemeinschaftsvereins Arfeld, Waldemar Kiel, und Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims (r.).
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

vc Arfeld. Das Zentrum Via Adrina sollte eigentlich im vergangenen Jahr eröffnet werden. Frust und Resignation suchte man jedoch beim Ortstermin in Arfeld vergebens. „Man wird ein wenig betriebsblind und sieht gar nicht immer, was sich alles getan hat“, meinte Kai-Uwe Jochims, Ortsvorsteher in Arfeld, im Gespräch mit der SZ. Natürlich hatten die Arfelder wieder viele Neuigkeiten zu verkünden – denn eigentlich arbeitet im Dorf an der Eder auch im härtesten Lockdown immer jemand an neuen Ideen und deren Umsetzung. „Ideen gibt es immer. Wenn es umsetzbar ist und es passt, wird da etwas passieren!“, betonte der Vorsitzende des Gemeinschaftsvereins, Waldemar Kiel.
Auch auf dem Außengelände tut sich was
Direkt neben dem Eingang war schon ein Grundriss für eine dieser Ideen erkennbar.

vc Arfeld. Das Zentrum Via Adrina sollte eigentlich im vergangenen Jahr eröffnet werden. Frust und Resignation suchte man jedoch beim Ortstermin in Arfeld vergebens. „Man wird ein wenig betriebsblind und sieht gar nicht immer, was sich alles getan hat“, meinte Kai-Uwe Jochims, Ortsvorsteher in Arfeld, im Gespräch mit der SZ. Natürlich hatten die Arfelder wieder viele Neuigkeiten zu verkünden – denn eigentlich arbeitet im Dorf an der Eder auch im härtesten Lockdown immer jemand an neuen Ideen und deren Umsetzung. „Ideen gibt es immer. Wenn es umsetzbar ist und es passt, wird da etwas passieren!“, betonte der Vorsitzende des Gemeinschaftsvereins, Waldemar Kiel.

Auch auf dem Außengelände tut sich was

Direkt neben dem Eingang war schon ein Grundriss für eine dieser Ideen erkennbar. Die Arfelder hatten dort schon Vorarbeit an der Außenwand geleistet. „Hier entsteht ein digitaler Aushangkasten mit Touchscreen-Technologie“, erläuterte der Ortsvorsteher, um zu ergänzen: „Das gehört auch zum Projekt digitale Dorfmitte. Hier werden Informationen mit touristischem Aspekten und Belange für die Bürger des Dorfes abfragbar sein.“
„Und vergesst nicht die Bildserie“, meinte Rudolf Leukel, gute Seele des Projekts, und deutete ins Zentrum hinein. Mittels Drohne war der Verlauf der Eder von der Quelle bis zur Edermünde fotografiert worden. Die Bilder wurden kürzlich in Deckenhöhe montiert. An einer Fassade über dem Zentrum Via Adrina wurde ein Bild der ehemaligen Fabrik und Eisenbahnbrücke in der Größe sechs mal drei Meter montiert. Basis war ein vergilbtes Foto in der Größe einer Postkarte. Zwei Tage Arbeit kostete die Bearbeitung des Bildes, bevor es ausgedruckt und inklusive Beleuchtung befestigt werden konnte.
In den vergangenen Wochen hat sich auch etwas auf dem Außengelände getan. Ein Wartehäuschen kam als neuer Baustein für das Projekt „Bahnsteig“ hinzu. „Das soll auch an die Eisenbahntradition von Arfeld erinnern. Wartebereich und die bereits installierte Signalanlage aus Erndtebrück sind hier eine Einheit. Ergänzt wird das Bild in naher Zukunft durch eine Draisine. Die wird sicherlich ein Top-Hintergrundmotiv“, konstatierte Kai-Uwe Jochims. Geplant sei zudem, das Wartehäuschen auch für einen Außenverkauf nutzen zu können.

"Uns fehlen die Einnahmen, doch wir überleben es"

Eine E-Bike-Ladestation ist am Wartehäuschen dazu gekommen. Bis zu sechs E-Bikes können hier parallel geladen werden. Der Clou: Die Anschlüsse ermöglichen es auch, sein Smartphone über einen USB-Anschluss zu laden und das Fach für diese Zeit abzuschließen. Ein Wermutstropfen sind die Verluste, die der Gemeinschaftsverein Corona-bedingt eingefahren hat. „Der Verein hat die Einnahmen des Cafés fest eingeplant – und die fehlen einfach“, so Kai Uwe Jochims. Waldemar Kiel betonte, dass die Eigenfinanzierung mit Blick auf laufende Leader-Anträge gesichert sei: „Uns fehlen die Einnahmen, doch wir überleben es!“
Die Thematik ist auch der Stadt Bad Berleburg bekannt: „Diese Zeit ist für alle Vereine eine unglaublich große Herausforderung – insbesondere dann, wenn erhoffte Erlöse wie etwa aus dem Eisenbahnercafé oder dem Wirtschaftsbetrieb gefährdet sind. Wir unterstützen die Vereine daher, wie immer es möglich ist. Ein Ansatz ist dabei, dass wir derzeit gemeinsam mit dem Jugendförderverein Bad Berleburg über alternative Veranstaltungsformate sprechen, ein weiterer dauerhafter Ansatz sind die digitalen Dorfmitten“, betonte Bürgermeister Bernd Fuhrmann auf SZ-Anfrage.

Zentrum Via Adrina soll noch attraktiver werden

Volker Sonneborn, Projektleiter des Zentrums Via Adrina und Bad Berleburger Beigeordneter: „Die jetzige Situation trifft den Gemeinschaftsverein Arfeld als Träger natürlich wirtschaftlich, aber das geht anderen Vereinen und vielen Berufsgruppen nicht anders, insbesondere in der Gastronomie. Wir nutzen die Zeit, um das Zentrum Via Adrina noch attraktiver zu gestalten, mit sichtbaren Baumaßnahmen wie dem Bahnsteig oder der Außeneisenbahn, als auch vielen Aktivitäten im Hintergrund wie Marketing oder die Konzeptionierung von Spazierwegen kombiniert mit Natur- und Artenschutzmaßnahmen. Ziel ist es, bis zur Corona-bedingt verschobenen Eröffnungsveranstaltung des Gesamtkomplexes sämtliche Bausteine umgesetzt zu haben.“
Jetzt schaut das ganze Dorf zusammen mit der Stadtverwaltung voller Hoffnung auf den August. Denn für das Wochenende des 20. bis 22. August ist die große Eröffnung geplant.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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