Ziele: Selbstständigkeit und soziales Miteinander

Kindertagesstätte »Blauland« bekam gestern Besuch

JG Raumland. Von gleich drei Projekten konnte gestern Nachmittag Doro Vetter bei einem Pressegespräch berichten. Die Leiterin der Raumländer Kindertagesstätte »Blauland« zeigte zum einen der Landtagsabgeordneten Monika Brunert-Jetter, was aus deren 700-e-Spende des vergangenen Jahres geworden war, außerdem stellte Doro Vetter zum anderen den Kita-Hund »Jakob« vor und zeigte die beeindruckende Hütte, die in einem Lehmbauprojekt gebaut worden war.

Sie habe im vergangenen Jahr einen runden Geburtstag, aber keine große Feier gehabt, so Monika Brunert-Jetter. Stattdessen habe sie sich Spenden erbeten: für Kindertagesstätten. Dabei sei es ihr wichtig gewesen, dass das Geld für Häuser für unter Dreijährige gewesen sei: »Einrichtungen, die wir verstärkt in den nächsten Jahren brauchen.« Solche Entwicklungen kämen auf dem Lande etwas zeitverzögert, aber die Notwendigkeit merke man auch hier schon deutlich. Ihr gehe es vor allem darum, zu zeigen, dass Kindertagesstätten keine Verwahranstalten seien, sondern ein Ort »der optimalen Förderung, die sehr viel früher beginnen muss als in der Schule«. Sowohl die Selbstständigkeit als auch das soziale Miteinander könnten sich in diesem Umfeld besonders gut entwickeln.

Gern nahm die Christdemokratin deshalb die Wasserpumpe beim großen Sandkasten unter die Lupe, die von ihrer Spende angeschafft worden war. Und wenn auch inzwischen nicht mehr die Jahreszeit für wilde Wasser- und Matsch-Schlachten im Sandkasten ist, so machten Doros Vetters Erzählungen und anschauliche Fotos deutlich, wieviel Spaß die Spende den Blauland-Kindern in diesem Sommer schon gemacht hat.

Ebenso begeistert berichtete die Kita-Leiterin von dem Lehmbauprojekt, wie die Mädchen und Jungen auf Baustellen, Bauernhöfen und im Wald mit ihren Betreuerinnen die notwendigen Materialien – vom Lehm über das Stroh bis zu den Weidenruten – zusammengetragen hatten: Das Ganze dauerte deshalb auch ein bisschen länger, was aber nicht so schlimm war, denn Schritt für Schritt sahen die Kinder, wie es mit ihrem traditionellen Hausbau vorwärts ging. Nachdem anschließend noch zwei Väter für eine ordentliche Dachkonstruktion auf der Lehmhütte sorgten, glaubt Doro Vetter nun, dass die Hütte einige Jahre halten wird. Diese passt denn auch hervorragend in die Blauland-Umgebung, die mit ihrem Kletterbaum und einem natürlichen Sandkasten ohnehin einen sehr naturnahen Spiel-Ansatz verfolgt.

Spielen ist gut, Lernen aber auch – und deshalb erlernen die Kinder, die im kommenden Jahr in die Schule kommen, den richtigen Umgang mit einem Hund. Zweimal in der Woche beschnuppern sich Doro Vetters sechs Monate alter Labrador Jakob und die Kinder in der Tagesstätte. Zwischen Angst und absoluter Distanzlosigkeit gebe es bei den Kindern alles. In der jeweils zweieinhalbstündigen Beschäftigung mit dem Hund oder wenigstens im Beisein des Vierbeiners sollen die Kinder zwölf Regeln für den Umgang mit Hunden erlernen. Außerdem ständen mit Jakob auch noch Besuche im Alten- und im Blindenheim auf dem Programm. Doch bereits jetzt könne man feststellen, bilanzierte Doro Vetter, dass die Kinder wesentlich konzentrierter bei der Sache seien. Arbeitet der Hund nicht mit den Kindern, dann ist er angebunden im Zimmer der Leiterin. Für die Vorschulkinder sei das Projekt durchweg sehr gut angenommen worden, ob man es vielleicht auch auf die übrigen Kinder ausweiten wolle, werde im Dezember diskutiert.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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