Zum langen Leben ging es übers Literaturpflaster

Von Bettina Born bekam Referent Helmut Magel am Donnerstag einen Literaturpflasterstein, weil er zuvor 80 Zuhörern die chinesische Medizin nähergebracht hatte. Foto: jg
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jg Bad Berleburg. „Wir sind in einer Turnhalle, es geht um Ihre Gesundheit“ - so begrüßte nicht etwa eine Ärztin oder ein Krankenkassen-Mitarbeiter am Donnerstagabend rund 80 Zuhörer in der Halle 1 der Herz-Kreislauf-Klinik, sondern Bettina Born von der Veranstaltergemeinschaft des Berleburger Literaturpflasters. Viele Wege führen bei der Veranstaltungsreihe zu einem Land - und so näherte man sich dem Schwerpunktland China diesmal aus medizinischer Richtung. Helmut Magel wollte in einem knapp über einstündigen Vortrag die „Chinesische Medizin“ vorstellen. Der Referent ist Leiter der August-Brodde-Schule für Chinesische Medizin in Wuppertal. Prima ist es auf dem Literaturpflaster , dass sich verschiedene Menschen aus Wittgenstein einbringen, um ein schönes Programm zusammenzukriegen. Auch an Helmut Magel sei man über persönliche Kontakte drangekommen, so Bettina Born, die gleich noch die Kontaktstelle im Publikum grüßte: „Birgit, schön dass Du da bist.“

Im Refreat war es eine beeindruckende Zahl, die der Vortragende gebetsmühlenartig wiederholte: Über 2000 Jahre sei die chinesische Medizin alt, eben so alte klassische Werke dazu seien sogar überliefert. Wobei das insgesamt nicht die einzige Zahl war, die vorkam. Weiter führte der Referent nämlich aus, dass die chinesische Medizin auf fünf Säulen stehe: auf der Akupunktur, der Kräutermedizin, der Ernährungslehre, der Tuina-Massage und der Heilgymnastik, die man auch in Deutschland inzwischen als als Qigong kennt. Weiter ging es mit der Positionierung des Menschen zwischen Himmel und Erde, in einer Harmonie, die sich auch im bekannten Yin und Yang widerspiegele. Dieses Konzept werde heute im Übrigen durch eine Fünf-Elemente-Systematik ergänzt dazu gehören: Feuer, Holz, Erde, Metall, Wasser. Diese wurden in Bezug zu verschiedenen Wandlungsphasen gesetzt.

Wem sich das alles zu sehr nach einer komplizierten mathematischen Textaufgabe anhörte, für den konnte man die Botschaften der präventiven chinesischen Medizin von Helmut Magel auch handfester zusammenfassen. Der Mensch solle den natürlichen Kreisläufen der Jahreszeiten und Tag-Nacht-Phasen entsprechend leben, dann komme es erst gar nicht zu vielen Problemen. Wenn die Schwierigkeiten da seien, dann brauche man die Behandlung, wobei jedes Organ als Teil eines Funktionskreises gesehen werde.

Hier deutete Helmut Magel diverse Akupunktur-Punkte an, die auf schier unglaubliche Weise die Zehen oder das Knie mit weiter entfernten Organen verbinden. Wie das funktioniert, damit rückte der Referent nicht raus. Bei den abschließenden Qigong-Übungen war das anders. An ein paar Figuren nahmen die Berleburger Zuhörer hochkonzentriert teil und verspürten kein Zipperlein mehr: „Der Trick dabei ist, man denkt nicht mehr an andere Sachen“, erläuterte Helmut Magel. Und weshalb man das machen sollte, stellte der Referent ebenfalls klar: „Ein langes Leben war ein wichtiges Ziel der Chinesen.“.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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