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Radweg an der B480
Zumindest eine Übergangslösung

Schon führ Autofahrer ist die B 480 zwischen Bad Berleburg und Raumland recht unübersichtlich – für Radfahrer sogar unverantwortlich.
  • Schon führ Autofahrer ist die B 480 zwischen Bad Berleburg und Raumland recht unübersichtlich – für Radfahrer sogar unverantwortlich.
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vö Raumland. Während Bad Berleburg laut offiziellem Zertifikat einerseits die nachhaltigste Kleinstadt Deutschlands ist, gibt es auf der anderen Seite – laut ebenfalls offizieller Analyse – in Sachen Fahrradfreundlichkeit jede Menge Luft nach oben. Die Odebornstadt rangiert in NRW im hinteren Bereich, was die Infrastruktur für Radfahren angeht. Daran besteht auch überhaupt kein Zweifel. Gut angedachte und vorbereitete Projekte wie der Bürger-Radweg zwischen Berghausen und Aue ziehen sich wie Kaugummi, auch wenn hier jetzt zumindest Licht am Ende des Tunnels zu sehen scheint.

Davon kann bei dem seit vielen Jahren geforderten, aber seit ebenso vielen Jahren nicht umgesetzten Radweg zwischen Bad Berleburg und Raumland nicht die Rede sein.

Raumland. Während Bad Berleburg laut offiziellem Zertifikat einerseits die nachhaltigste Kleinstadt Deutschlands ist, gibt es auf der anderen Seite – laut ebenfalls offizieller Analyse – in Sachen Fahrradfreundlichkeit jede Menge Luft nach oben. Die Odebornstadt rangiert in NRW im hinteren Bereich, was die Infrastruktur für Radfahren angeht. Daran besteht auch überhaupt kein Zweifel. Gut angedachte und vorbereitete Projekte wie der Bürger-Radweg zwischen Berghausen und Aue ziehen sich wie Kaugummi, auch wenn hier jetzt zumindest Licht am Ende des Tunnels zu sehen scheint.

Davon kann bei dem seit vielen Jahren geforderten, aber seit ebenso vielen Jahren nicht umgesetzten Radweg zwischen Bad Berleburg und Raumland nicht die Rede sein. Hier passiert seit Jahren nichts, es grenzt an ein Wunder, dass sich auf der B 480 noch keine schweren Unfälle mit Radfahrern ereigneten.

Die CDU-Fraktion im Bad Berleburger Stadtrat unternimmt jetzt einen neuen Anlauf und macht das Thema zum Gegenstand eines Antrages an Bürgermeister Bernd Fuhrmann, der in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Wohnen und Umwelt am Dienstag, 26. November (18 Uhr), auf die Tagesordnung kommt. Seit Jahren sei das Thema „Radweg Raumland“ auf der Tagesordnung – ohne dass bisher eine reale Lösung gefunden werden konnte, argumentieren die Christdemokraten. Ein Problem dabei sei natürlich die geplante Sanierung der Brücke und damit verbunden auch eine neue Straßenführung. Dazu gebe es bekanntlich verschiedene Gespräche und Planungen sowohl mit der Deutschen Bahn als auch mit Straßenbau NRW.

Eine kurzfristige und wirkliche Lösung der Problemsituation zeichne sich leider dabei nicht ab. Gerade in Verbindung mit der Nachhaltigkeit und dem Klimawandel gebe es aber verstärkte Hinweise für die Nutzung der Fahrräder. Denn: „Erfreulicherweise besteht auch bei der Bevölkerung sehr großes Interesse, diese Möglichkeit verstärkt zu nutzen.“ Es sollte auch im Interesse der Stadt liegen, die Verkehrsmöglichkeit dafür zu bieten und das sei an der Strecke Raumland Brücke und Kurve Uellendahl leider mit einem erheblichen Risiko verbunden, findet die CDU. „Eigentlich ist eine Fahrradnutzung in diesem Streckenbereich nicht zu verantworten. Aus Sicherheitsgründen müsste der Fahrradverkehr dort unterbunden werden.“

Seitens der Bevölkerung gebe es schon seit längerer Zeit den Wunsch, eine Ersatzlösung bzw. ein Provisorium für die nächsten Jahre zu schaffen. Zuletzt sei ein konkreter Vorschlag von Eike Meesmann vorgelegt worden, dessen Streckenführung sich nach SZ-Informationen eng an der Bundesstraße 480 orientiert. Die CDU-Fraktion beantrage, die Möglichkeiten einer realen Zwischenlösung für einen Fahrradweg zu prüfen. Die Vorschläge von Eike Meesmann seien dabei mit einzubeziehen. Die CDU fragt konkret: „Welche Alternativen gibt es eventuell dazu und welche Verwirklichung ist möglich und wie können die jetzigen Risiken ausgeschaltet werden? Gibt es eine Möglichkeit, bestimmte Fördermittel dafür mit einzusetzen?“

Eike Meesmann erklärte im Gespräch mit der Siegener Zeitung, dass die besagte Übergangslösung aus seiner Sicht mit relativ einfachen Maßnahmen und geringem Budget umzusetzen wäre. „Wegen des Ausbaus der Bundesstraße  480 wurde vielleicht eine Dimension zu groß gedacht. Wir sollten uns zunächst auf das Machbare konzentrieren, damit wären wir gut beraten“, so der begeisterte Mountainbiker. Auch im Bereich der Eisenbahnbrücke halte er ein Provisorium für machbar – alternativ könne die Trasse durch den Ort führen. Eike Meesmann machte gegenüber der SZ deutlich, dass es nicht weiterhelfe, über das Thema Radwege nur zu diskutieren und Zukunftsmodelle aufzuzeigen: „Man muss es auch anpacken wollen und umsetzen.“

Denn: Guten Gewissens dürfe eigentlich schon seit Jahren niemand mehr mit dem Fahrrad die Bundesstraße 480 zwischen Raumland und Bad Berleburg befahren.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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