Diskussion im Berleburger Bauausschuss
"Zur-Ecke-Entwicklung" hängt vom Gerätehaus ab

Nach einem Brandschaden soll das städtische Haus „Zur Ecke 24“ in Berghausen alsbald abgerissen werden. Wie das Areal insgesamt künftig genutzt werden kann, soll die Berleburger Stadtverwaltung nun in einem Gesamtkonzept ausloten. Foto: Björn Weyand
  • Nach einem Brandschaden soll das städtische Haus „Zur Ecke 24“ in Berghausen alsbald abgerissen werden. Wie das Areal insgesamt künftig genutzt werden kann, soll die Berleburger Stadtverwaltung nun in einem Gesamtkonzept ausloten. Foto: Björn Weyand
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bw Bad Berleburg. Der Abriss eines Schlichthauses in Berghausen ist zwar schon seit April beschlossene Sache – die Diskussion, was danach auf den städtischen Grundstücken in der Straße „Zur Ecke“ passieren sollte, hat am Dienstagabend im Ausschuss für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt in Bad Berleburg richtig Fahrt aufgenommen. Der ursprüngliche Gedanke ist, an dieser Stelle neuen städtischen Wohnraum zu schaffen. Denn nicht nur das Haus mit der Nummer 24, dessen Abbruch nach dem Brandschaden im Rathaus vorbereitet wird, geht verloren. Zuvor war hier auch schon das Haus mit der Nummer 22 abgerissen worden. So gingen der Stadt acht Wohnungen für die Unterbringung etwa von Flüchtlingen verloren, die es auszugleichen gilt.

Die Stadtverwaltung will das insgesamt fast 3500 Quadratmeter große Areal komplett neu beplanen, wie Manuel Spies dem Ausschuss erläuterte. In die Planung fließt freilich auch die Frage ein, wie es mit dem ebenfalls abgängigen Feuerwehrgerätehaus in Berghausen weitergehen soll. Dies gelte es zunächst zu klären, bevor weitere Neubau-Pläne angegangen werden, stellte Manuel Spies von der Stadtverwaltung im Ausschuss fest. Dort lag aber noch ein Antrag der CDU-Fraktion vor, in dessen Kern es darum ging, Kontakt zur Wohnungsgenossenschaft Wittgenstein aufzunehmen, um die Möglichkeiten der Errichtung einer Wohnanlage auszuloten. Hier solle es um sozialen Wohnungsbau gehen, hob CDU-Fraktionsvorsitzender Eberhard Friedrich hervor. Ziel sei es, hier nicht nur ein neues Schlichthaus zu bauen, sondern Wohnungen mit günstigen Mieten zu schaffen. Dafür gebe es einen Bedarf. Die Stadt könnte das Grundstück, so der Vorschlag seitens der CDU, der WSG günstig zur Verfügung stellen, um letztlich dadurch einen günstigen Mietpreis zu erreichen.

Karl-Heinrich Sonneborn (SPD) gab zu bedenken, dass der Wohnraum in diesem Falle eines Neubaus durch die Wohnungsgenossenschaft nicht automatisch zur Verfügung stehen würde. Der Wingeshäuser gab auch zu bedenken, dass sämtliche Planungen letztlich davon abhingen, wie die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses aussehen werde. Hans Ullrich Seibel (Linke) fand den Vorschlag, mit der Wohnungsgenossenschaft zu verhandeln, „eine gute Sache“. Er wollte freilich lieber einen Schritt weitergehen und forderte ein gesamtstädtisches Konzept für sozialen Wohnungsbau. Das ging dem Ausschussvorsitzenden Martin Schneider etwas weit – er gab den Tipp, Seibels Fraktion könne ja einen entsprechenden Antrag stellen, der dann im Rat besprochen werde.

Für Michael Düben (Grüne) war ebenfalls klar, dass an dieser Stelle der verloren gegangene Wohnraum der Stadt zunächst ersetzt werden müsse. Etwas größer wollte dagegen Ausschussmitglied Jürgen Weber denken: Er forderte, sich bei einer Neuaufstellung des Bebauungsplans nicht nur auf die fast 3500 Quadratmeter an der Straße „Zur Ecke“ zu konzentrieren, sondern die Fläche nördlich (oberhalb) der Kulturhalle einzubeziehen. So könne auch die Stellplatz-Situation an der Halle endlich geregelt werden, meinte Jürgen Weber.

Da der Ausschuss letztlich am Dienstag nur einen Prüfauftrag zu erteilen hatte, fiel das Votum einstimmig aus: Die Vorschläge wurden beide aufgenommen, die Verwaltung soll sowohl die Möglichkeiten für eine Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft als auch eine Erweiterung des Bebauungsplans um eine künftige Parkplatzfläche oberhalb der Fest- und Kulturhalle prüfen. Alle Überlegungen für jenes Areal „Zur Ecke“ bleiben indes abhängig von der Frage des Feuerwehrgerätehauses.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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