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Virtuelles Chor-Projekt
„Zusammen singen zur Weihnacht“

Besonders junge Leute sollen vom Online-Format des Chorverbands NRW nicht nur bei Laune gehalten, sondern möglichst begeistert werden.
  • Besonders junge Leute sollen vom Online-Format des Chorverbands NRW nicht nur bei Laune gehalten, sondern möglichst begeistert werden.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

howe Bad Berleburg. Dieses Jahr bekommt „Stille Nacht“ eine ganz neue Bedeutung. Denn im wahrsten Sinne des Wortes ist es still um das Chorsingen geworden. Bekanntlich mussten die heimischen Chöre ihre Aktivitäten wegen der Corona-Pandemie zurückfahren. Im Oktober berichtete die Siegener Zeitung von der kompletten Stilllegung des Übungsbetriebs. Nach der ersten Welle hatten sich manche Chöre und Gesangvereine wieder aufgerappelt, in zumeist großen Hallen und Sälen zum Singen in kleineren Gruppen eingeladen.
Chorprobe zwischenzeitlich möglichUnter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften war der Übungsbetrieb wenigstens hier und da für einige Stunden wieder möglich. Die meisten allerdings legten das Übungssingen auf Eis.

howe Bad Berleburg. Dieses Jahr bekommt „Stille Nacht“ eine ganz neue Bedeutung. Denn im wahrsten Sinne des Wortes ist es still um das Chorsingen geworden. Bekanntlich mussten die heimischen Chöre ihre Aktivitäten wegen der Corona-Pandemie zurückfahren. Im Oktober berichtete die Siegener Zeitung von der kompletten Stilllegung des Übungsbetriebs. Nach der ersten Welle hatten sich manche Chöre und Gesangvereine wieder aufgerappelt, in zumeist großen Hallen und Sälen zum Singen in kleineren Gruppen eingeladen.

Chorprobe zwischenzeitlich möglich

Unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften war der Übungsbetrieb wenigstens hier und da für einige Stunden wieder möglich. Die meisten allerdings legten das Übungssingen auf Eis. Wenige Chöre probierten Online-Formate aus oder trafen sich zu den Übungsstunden in den eigenen vier Wänden am PC. Und was ist draus geworden?

Weihnachten ohne Singen

Mit der zweiten Welle müssen sich auch die Sängerinnen und Sänger den Corona-Regeln beugen. „Dieses Jahr wird Weihnachten anders. Keine komplett gefüllten Kirchen, keine großen Familientreffen, kein gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern“, schreibt der Chorverband NRW auf seiner Internetseite. Allerdings, und das hat sich in den vergangenen Wochen herauskristallisiert, nehmen die Online-Angebote stetig zu. Der Chorverband NRW beschreitet diesen Weg ganz aktiv und trägt dem Singe-Verbot Rechnung. Und zwar mit mehreren besonderen Aktionen. Beispiel gefällig?

Virtuelles Weihnachts-Chor-Projekt

Chorverband und Sängerjugend NRW haben vor einigen Tagen das virtuelle Weihnachts-Chor-Projekt „Zusammen singen zur Weihnacht“ ins Leben gerufen. Unter Anleitung singen einzelne Sänger „O du fröhliche“, filmen sich dabei in einem vorgegebenen Format, laden es hoch und werden somit „Teil des größten virtuellen Weihnachtschores, der deutschlandweit im Fernsehen zu sehen sein wird.“ Möglich ist auch, sich am „Stille-Nacht-Video“ zu beteiligen, das der Chorverband im Netz veröffentlicht hat. Die Anleitung zu dem riesigen Online-Format gibt es unter www.zusammensingenzurweihnacht.de. Einsendeschluss der Singe-Videos ist der 29. November. Der Chorverband bietet für alle, die mitmachen wollen, einen Proben-Service an. Die Bildungsreferenten Hayat Chaoui und Michel Rychlinski helfen den Teilnehmern und geben technische Hilfen beim Aufnehmen. Auf der Internetseite des Chorverbands sind die Einwahldaten für die Proben per Zoom am 23. und 26. November veröffentlicht.

Dirigenten nicht auf die Straße setzen

Regina van Dinther, Präsidentin des Chorverbands NRW, war am Donnerstag im SZ-Exklusivgespräch voll des Lobes für die digitale Arbeit in ihrem Verband. „Wir wollten der Basis was bieten. Und uns ging es auch um die Dirigenten, um sie nicht auf die Straße zu setzen.“ Aus den Corona-Beschränkungen heraus sind inzwischen zahlreiche Ideen und Formate entstanden, etwa „Hybridformen“. Mit fünf bis acht Sängern werde sich mit Abstand im großen Raum getroffen, die Sangesstunde werde per Stream direkt in die Wohnzimmer derer live übertragen, die zu den Risikogruppen zählten. Dass die Qualität hierbei leider zu kurz kommt, weiß auch die Verbandspräsidentin. „Wir halten unsere Sänger bei Laune.Unsere Sängerinnen und Sänger sollen sich beim Chorverband wohlfühlen.“

Neue Angebote für Chöre

So seien die Meisterchor-Singen in diesem und im kommenden Jahr 2021 gestrichen worden. Dennoch bemühe sich der Chorverband um neue Formate und Angebote. Der Landesjugendchor sei erst gegründet worden, „mitten rein in die Pandemie“. Zwei Professoren hätten sich daraufhin mit dem Thema „digital“ auseinandergesetzt, inzwischen würden die Dirigenten in bestimmte Schulungen „reingeschaltet“. Kooperationen mit dem WDR oder anderen Akteuren seien angestoßen worden, der digitale Weg stoße auch auf Begeisterung.
„Wir hoffen, die junge Generation mit der digitalen Variante fangen zu können.“ Die Aktion „Zusammen singen zur Weihnacht“ soll im Dezember übrigens im TV ausgestrahlt werden. „Wir sind mit dem ZDF und dem WDR im Gespräch, das Weihnachten auszustrahlen.“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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