Nach dem Großbrand in Bad Berleburg
Zwischenlösung für das Ayurveda-Zentrum

Wie ein Mahnmal steht das ausgebrannte Ayurveda-Zentrum an der Astenbergstraße in Bad Berleburg. Geschäftsführerin Karin Bultink hat längst in den Optimismus-Modus umgeschaltet. Der Geschäftsbetrieb läuft in der Übergangszeit in der Baumrain-Klinik, parallel werden die Planungen für einen Neubau vorangetrieben.  Foto: Martin Völkel
  • Wie ein Mahnmal steht das ausgebrannte Ayurveda-Zentrum an der Astenbergstraße in Bad Berleburg. Geschäftsführerin Karin Bultink hat längst in den Optimismus-Modus umgeschaltet. Der Geschäftsbetrieb läuft in der Übergangszeit in der Baumrain-Klinik, parallel werden die Planungen für einen Neubau vorangetrieben. Foto: Martin Völkel
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Bad Berleburg. Die Brandruine an der Astenbergstraße lässt nach wie vor erahnen, mit welcher Gewalt die Flammen an jenem 14. Mai 2019 wüteten. Ein Großbrand hat an jenem Nachmittag das Ayurveda-Zentrum im früheren Hotel „Westfälischer Hof“ in einen Totalschaden verwandelt. Die schlimmen Bilder habe viele Berleburger nach wie vor präsent.

Die Freiwillige Feuerwehr verhinderte dank großartiger Arbeit ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude. „Es ist nichts übrig geblieben, alles war weg – inklusive unserer Computer im Büro“, sagte Karin Bultink am Mittwoch im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Dennoch: Gut drei Wochen nach dem Feuer sieht die Geschäftsführerin wieder Licht am Ende des Tunnels. Die Übergangslösung für das Ayurveda-Zentrum, um die sich auch die Stadtverwaltung Bad Berleburg in Absprache mit der Geschäftsführung intensiv bemüht hatte, ist gefunden. „Die Firma Vamed hat uns auf Mietbasis zwei Etagen in der Baumrain-Klinik zur Verfügung gestellt. Wenn die Versicherung keine Einwände dagegen hat, könnten wir schon am 15. Juli mit dem Betrieb an den Start gehen“, sagte Karin Bultink. Es gehe darum, die Mitarbeiter zu halten und den Gästen ein Angebot zu machen – und damit den Betrieb wieder anlaufen zu lassen. Denn gerade im Sommer sei die Anfrage enorm: „Das Feuer hat uns in einer Phase erwischt, in der wir gerade den Break-Even erreicht hatten und unseren Bekanntheitsgrad in Deutschland, Frankreich, England oder Luxemburg enorm steigern konnten.“ Sicherlich müsse man bei der Übergangslösung in Sachen asiatisches Flair etwas Abstriche machen, so die Unternehmerin, die Räumlichkeiten von der Astenbergstraße seien nicht eins zu eins zu übertragen: „Dennoch hat uns Vamed sehr schöne Räume angeboten, es sieht aus wie im Hotel.“ Man könne Grünpflanzen ebenso mitbringen wie Liegen und eine Ausstattung für die Dampfbäder. Yoga-Räume seien eingeplant und ein Büro sei auch gefunden. Unter dem Strich sei das eine hervorragende Lösung. Allerdings ließ Karin Bultink keinen Zweifel daran, dass es mittelfristig nur darum gehen könne, den Standort Astenbergstraße wieder aufzubauen – mit der kurzen Anbindung in Richtung Erholung in Kühhude: „Das ist unsere Aufgabe, da wollen wir wieder hin.“

Die Geschäftsführerin unterstrich in diesem Zusammenhang, dass die Unterstützung in Bad Berleburg, die sie in den vergangenen drei Wochen erfahren habe, „einfach überwältigend“ gewesen sei. „Ich bin sehr gerne eine Berleburgerin. Die Vorbehalte, dass die Menschen Neubürgern hier sehr reserviert gegenüber treten, kann ich nicht bestätigen.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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