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Fußball-Landesligist mit Problemen
VfL Bad Berleburg: Das Prinzip Hoffnung

Erfolgserlebnisse feierte der VfL Bad Berleburg im letzten Halbjahr nur selten. Und zum Restrunden-Start fällt nun auch noch Mittelfeldantreiber Christopher Geisler (2.v.r.) aus.
  • Erfolgserlebnisse feierte der VfL Bad Berleburg im letzten Halbjahr nur selten. Und zum Restrunden-Start fällt nun auch noch Mittelfeldantreiber Christopher Geisler (2.v.r.) aus.
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sta Bad Berleburg. Eigentlich konnte es in 2022 nur besser werden für den VfL Bad Berleburg, nachdem das letzte Halbjahr gerade in personeller Hinsicht als „Seuchenjahr“ durchgegangen war. Doch die Hoffnung auf Besserung zerschlug sich für den Landesligisten schon in den ersten Tagen des neuen Jahres wieder, sodass der Klassenerhalt für die Odebornstädter schon frühzeitig in weite Ferne rücken könnte.

Das lief gut

Platz 16. Nur zwei Siege und zwei Unentschieden, dafür bereits neun Niederlagen. Mit 15 Toren die schlechteste Offensive, mit 32 Gegentreffern die zweitschwächste Defensive. Betrachtet man die nackten Zahlen fällt es schwer, positive Dinge hervorzuheben.

„Gegen Hüsten und Attendorn waren wir richtig schlecht.

sta Bad Berleburg. Eigentlich konnte es in 2022 nur besser werden für den VfL Bad Berleburg, nachdem das letzte Halbjahr gerade in personeller Hinsicht als „Seuchenjahr“ durchgegangen war. Doch die Hoffnung auf Besserung zerschlug sich für den Landesligisten schon in den ersten Tagen des neuen Jahres wieder, sodass der Klassenerhalt für die Odebornstädter schon frühzeitig in weite Ferne rücken könnte.

Das lief gut

Platz 16. Nur zwei Siege und zwei Unentschieden, dafür bereits neun Niederlagen. Mit 15 Toren die schlechteste Offensive, mit 32 Gegentreffern die zweitschwächste Defensive. Betrachtet man die nackten Zahlen fällt es schwer, positive Dinge hervorzuheben.

„Gegen Hüsten und Attendorn waren wir richtig schlecht. Aber in vielen anderen Partien haben wir lange gut mitgehalten. Natürlich hatten die Gegner etwas mehr Qualität, aber wir in vielen entscheidenden Situationen auch Pech. Wir könnten mehr Punkte haben“, findet Trainer Martin Uvira, dem schon vor Saisonbeginn – als die Personaldecke mit 21 Akteuren noch ordentlich aussah – bewusst war, „dass es schwer wird, die Landesliga zu halten. Viele Mannschaften bezahlen viel Geld und haben daher andere Möglichkeiten.“ Insofern war es schon auch beeindruckend, wie sich die Kicker vom „Stöppel“ wehrten und wie beim 2:1 gegen Berchum und dem 5:0 gegen Arpe-Wormbach auch „Dreier“ einfuhren. Die Belohnung in Form von „Zählbarem“ gab es allerdings viel zu selten.

Hier ist Luft nach oben

Am liebsten hätten die Verantwortlichen den Kader im Winter vergrößert. Doch: Ohne Moos ist halt wenig los. „Wir tun uns schon im Sommer schwer, Spieler zu überzeugen, bei uns zu spielen. Da geht im Winter eigentlich gar nichts“, stellt Uvira fest, der sich allerdings nicht unterkriegen lässt. Dabei bestünde der Verbesserungsbedarf nicht nur auf der quantitativen Ebene, sondern auch qualitativ. In jedem Mannschaftsteil würde dem VfL ein Spieler guttun, der den Unterschied ausmacht.

Bitter: Gerade die Akteure wie Niklas Linde und Marc Uvira, die Landesliga-Niveau verkörpern, werden im Sommer den VfL in Richtung TuS Erndtebrück verlassen. Und da mit Tarek Benyagoub ein weiterer Stammspieler seine Zelte abbricht (FC Hilchenbach), wird man zur kommenden Saison noch mehr die Qualitätsfrage stellen müssen. Egal, ob in der Landes- oder Bezirksliga.

So geht es weiter

Natürlich werden die Berleburger alles versuchen, den Klassenerhalt noch irgendwie zu schaffen, was bei nur fünf Punkten Rückstand auf den SV Hüsten, der zudem eine Begegnung mehr ausgetragen hat, auf den ersten Blick auch machbar erscheint. Nur: Der Trainingsbetrieb beim VfL stockt weiterhin. Nicht nur, dass der Stöppel nur in der ersten Trainingswoche bespielbar war und man danach praktisch nur noch Laufeinheiten absolviert hat.

Auch an der Verletztenfront ist es nicht besser geworden: Zu den Langzeitverletzten kommen nun auch noch Christopher Geisler (Adduktoren) und Alexander Krowarz (Schambeinentzündung) hinzu, die in diesem Jahr noch gar nicht mitgewirkt haben: Einsatz zum Beginn der Restrunde am 30. Januar gegen Brilon – danach folgen die ebenso wichtigen Partien gegen die Kellerkinder Weißtal, Langenholthausen und Attendorn – ausgeschlossen.

Finn Dickel musste nach den ersten Einheiten passen, der Mittelfeldspieler könnte in zwei Wochen wieder dabei sein, hat dann aber natürlich Rückstand. „Wir haben bisher meist mit acht bis zehn Spielern trainiert. Das ist kein Landesliga-Niveau“, sagt Coach Uvira, der anfügt: „Gerade habe ich zwölf Spieler zur Verfügung. Wir müssen hoffen, mit Glück am Anfang ein Spiel zu gewinnen. Hoffen, dass wir einen kleinen Lauf bekommen. Und hoffen, das Spieler zurückkommen.“

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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