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Darum brennen Mitglieder für Genossenschaft
100 Jahre Raiffeisen Bad Laasphe

Angela Freimuth, Vizepräsidentin des NRW-Landtages, sprach in der Banfer Festhalle vor Mitgliedern und Mitarbeitern.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

vö Banfe. Angestaubt? Aus der Zeit gefallen? Längst überholt? Nichts von alledem! Die genossenschaftliche Idee ist aktueller denn je. Mehr noch: Genossenschaften haben das Zeug dazu, wichtige Problemstellungen dieser Gesellschaft zu lösen. "Ich war und bin von der genossenschaftlichen Idee beseelt. Bei den Genossenschaften steht der Mensch im Mittelpunkt – erst danach kommt alles andere", sagte Arnold Hoffmann am Mittwochabend in der Banfer Festhalle. Der frühere Geschäftsführer der Raiffeisen-Genossenschaft Bad Laasphe wurde ebenso wie sein Nachfolger Werner Ermert geehrt – und das in einem besonderen Rahmen: Die Raiffeisen Bad Laasphe feierte ihr 100-jähriges Bestehen.

Banfe. Angestaubt? Aus der Zeit gefallen? Längst überholt? Nichts von alledem! Die genossenschaftliche Idee ist aktueller denn je. Mehr noch: Genossenschaften haben das Zeug dazu, wichtige Problemstellungen dieser Gesellschaft zu lösen. "Ich war und bin von der genossenschaftlichen Idee beseelt. Bei den Genossenschaften steht der Mensch im Mittelpunkt – erst danach kommt alles andere", sagte Arnold Hoffmann am Mittwochabend in der Banfer Festhalle. Der frühere Geschäftsführer der Raiffeisen-Genossenschaft Bad Laasphe wurde ebenso wie sein Nachfolger Werner Ermert geehrt – und das in einem besonderen Rahmen: Die Raiffeisen Bad Laasphe feierte ihr 100-jähriges Bestehen. Zunächst intern im Rahmen der Generalversammlung mit Mitgliedern, Mitarbeitern, Ehemaligen und Ehrengästen, anschließend öffentlich mit der Tiroler Stimmungskapelle "Juhe".

Ein Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und einer, der die genossenschaftliche Idee in den Fokus rückte: Michael Ermert, der aktuelle Geschäftsführer, stellte erfreut fest, "dass es sehr interessant ist, wo wir im täglichen Leben überall Genossenschaften begegnen".

Genossenschaft hält zusammen

Die 266 Mitglieder starke Raiffeisen Bad Laasphe, die sich kontinuierlich den neuen Herausforderungen stellt, erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 15 Millionen Euro. Und sei mit einer hohen Eigenkapitalquote stabil unterwegs, bescheinigte Dr. Christian Degenhardt, Präsident des Raiffeisenverbandes Westfalen-Lippe, den Lahnstädtern. Der Festredner lobte die verantwortlichen Gremien dafür, auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten zusammengehalten und nie den Mut für Investitionen verloren zu haben. Die Genossenschaft habe sich, so der Festredner, vom reinen landwirtschaftlichen An- und Verkäufer zu einem vielseitigen Nahversorger entwickelt. "Man hat hier Mitarbeiter, die das alles leisten können."

Degenhardt ermunterte dazu, die genossenschaftliche Idee noch weiter zu denken, speziell im ländlichen Raum. Themen wie Energieversorgung, Glasfaser oder auch Dorfläden drängten sich geradezu auf: "Genossenschaften sind dazu geeignet, die Menschen mitzunehmen und eine breite Zustimmung für Projekte zu bekommen." Dieses Modell sei dazu angetan, um Infrastruktur in den Ortschaften zu erhalten. Der Appell Degenhardts: "Packen Sie die Dinge selbst an und warten nicht ab, bis jemand etwas tut."

100 Jahre Raiffeisen

Dirk Terlinden, Bad Laaspher Bürgermeister, unterstrich, dass in Banfe nicht irgendein Jubiläum gefeiert werde: "100 Betriebsjahre, das ist ein Tag, um stolz zu sein." Von der ursprünglichen Idee des Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen habe sich die Raiffeisen Bad Laasphe zu einer Marke entwickelt, die zu einem festen Bestandteil der Handelsstruktur in der Lahnstadt geworden sei.

Die hervorragende Entwicklung sei keineswegs selbstverständlich: "Das ist ein Erfolg der Beschäftigten, die Veränderung mitgestalten durften und mussten." Waltraud Schäfer, stellv. Landrätin, lobte "viele mutige Entscheidungen", die die Raiffeisen zu einem echten Mehrwert für Bad Laasphe gemacht hätten. Sie denke nur an das Thema Energieversorgung, dem ganz aktuell eine enorme Bedeutung zukomme.

Mitglieder von Genossenschaften sind unabhängigMartin VölkelMartin Völkel

Auch die Niederlaaspherin stellte die Vorzüge der genossenschaftlichen Idee heraus: Die Mitglieder lebten vor Ort und seien nicht von Entscheidungen abhängig, die andernorts getroffen würden: "Die Genossenschaft steht auch in Zukunft vor großen Herausforderungen. Aber ich bin mir sicher, dass sie diese meistern wird."

Angela Freimuth, Vizepräsidentin des NRW-Landtages, brachte ihre Überzeugung zum Ausdruck, "dass die genossenschaftliche Idee aktueller denn je ist". Es mache die Gesellschaft stark, wenn Menschen Ideen einbrächten. Und: Die Entscheidungen lägen letztlich bei den Mitgliedern: "Sie entscheiden, was ihre Bedürfnisse sind."

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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