11 000 Löwenzahnblüten wurden 1100-Euro-Spende

Mädchen und Jungen des evangelischen Kindergartens Bäderborn in Bad Laasphe waren für Mondscheinkinder aktiv. Foto: kh
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kh Bad Laasphe. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, sagte schon Erich Kästner. Diesen Satz nahmen sich die Mitarbeiterinnen und Kinder des Familienzentrums Bäderborn in Bad Laasphe jetzt zum Leitspruch für ihre Spendenaktion. Mit dem Erlös von den 300 Gläsern Löwenzahnhonig und -gelee unterstützten sie die so genannten Mondschein-Kinder. Deshalb reisten Monika und Dirk Prenting von der Selbsthilfegruppe „XP-Freunde“ - über die die Siegener Zeitung schon öfters berichtet hat - aus München an, um die Spende in Höhe von 1100 Euro entgegen zu nehmen.

Xeroderma Pigmentosum ist eine Krankheit, bei der die Haut um ein Vielfaches empfindlicher auf Sonnenlicht reagiert, als gewöhnlich. „Der Kontakt entstand, als sich die Selbsthilfegruppe letztes Jahr wieder im Jagdhof Glashütte traf. Wir wurden angefragt, ob Mitarbeiterinnen von uns die Kinderbetreuung während der Beratungsgespräche übernehmen könnten“, erinnerte sich Kindergartenleiterin Angelika Krämer. Claudia Hendricks und Diana Hagedorn hätten dann spontan zugestimmt.

„Die Mitarbeiterinnen waren danach so gerührt von den Kindern und deren Schicksal, dass wir uns entschlossen haben ebenfalls eine Spendenaktion zu starten“, führte Angelika Krämer weiter aus. Weil die Kostprobe der kulinarischen Besonderheit schon bei den Kindern so gut angekommen sei, beschloss man die Löwenzahn-Spezialitäten auch der Öffentlichkeit anzubieten. „Alle Kinder haben fleißig gesammelt: Über 11 000 Löwenzahnblüten haben sie gesammelt, aus denen Claudia Hendricks den Gelee und Honig gewonnen hat. Alle waren aktiv und engagiert.“ Besonders der sechsjährige Ole Witt sei zu erwähnen. Er habe herausragende Arbeit geleistet und sei für sein Alter schon sehr informiert gewesen über die Krankheit.

Auch der soziale Hintergrund sei wichtig: Die Kinder seien hilfsbereit und könnten nicht nur nehmen, sondern auch geben und Gutes tun. Auf dem Wochenmarkt und dem Kindergartenfest seien die Spezialitäten verkauft worden. Angelika Krämer merkte an: „Die Besucher und Eltern waren sehr berührt von der Krankheit. Wir sind sehr dankbar, dass so viele Menschen gespendet haben - auch ohne Gelee oder Honig gekauft zu haben. Viele Leute haben auch mit Sachspenden die Aktion unterstützt.“

Am Freitag wurde den XP-Freunden dann die Spende überreicht. „Wir sind sehr dankbar, dass uns so viele Menschen und vor allem die Kinder so tatkräftig unterstützen“, freuten sich Monika und Dirk Prenting. Für die Kinder brachten dei Münchener auch noch ein kleines Geschenk mit. Auch die Elternratsvorsitzende Marie-Christin Sureth, die ebenfalls wertvolle Arbeit geleistet habe, war an diesem Tag anwesend. „Wir werden die XP-Freunde auf jeden Fall weiter unterstützen und auch im nächsten Jahr wieder die Kinderbetreuung übernehmen“, versprach Angelika Krämer.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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