23000 E: Mehr gibt es für Kommunen im Dilemma nicht

Trotzdem 100000 E im Haushalt für eine Förderung

howe Bad Laasphe. Sie hätten es zerreißen können, dies unnütze Papier von Drucksache. Erbärmlich, was sich derzeit in deutschen Landen abspielt. Wie so oft schauten Kommunalpolitiker hilflos drein, gestern Abend konnte der Bad Laaspher Ausschuss für Freizeit, Jugend, Soziales und Sport eigentlich nur noch seiner moralischen Pflicht Genüge tun, dem Bürger zu zeigen, dass er nicht untätig herumsitzt. Zwar brachte der Ausschuss in Sachen Sanierung des städtischen Freibades den Beschlussvorschlag für den Rat auf den Weg, die erforderlichen Planungskosten für die Entwurfsplanung in Höhe von rund 100000 e (280000 e sind angeblich förderfähig) im Haushalt 2004 einzustellen, doch was soll diese vorbereitende Maßnahme für einen Umbau des maroden Freibades schon anders nutzen, als lediglich das Gewissen bereinigt zu haben?

Beigeordneter Dieter Kasper malte ein düsteres Bild – ähnlich wie bei der jüngsten Ratssitzung (siehe Bericht Seite 9). Dem jüngsten Kabinettsbeschluss des Landes zufolge sei die Projektförderung gänzlich abgeschafft worden. Im Landeshaushalt, skizzierte der Kämmerer, seien 27 Mill. e Sportfördermittel eingestellt, die sich auf die Einwohnerzahl der Städte und Gemeinden verteilten. Rechne man 1,50 e pro Kopf, ergebe sich bei einer aktuellen Einwohnerzahl von 15400 für Bad Laasphe ein jährlicher Förderbetrag von 23000 e. »Wir haben laufende Förderanträge von 1,5 Mill. e«, komplettierte Dieter Kasper das Desaster. Die Größenordnung mache deutlich, wie dramatisch die Situation sei. Erschwerend komme hinzu, dass einige Sportplätze der Stadt, nämlich Bad Laasphe, Feudingen und Hesselbach, dringend sanierungsbedürftig seien. Hier schieden sich die Geister. Während Dieter Kasper und die meisten Ausschussmitglieder die Ansicht vertraten, das Freibad müsse prioritär behandelt werden, erinnerte etwa Christdemokrat Werner Hofius an den Unterschied zwischen Sportplätzen und dem Freibad. Sportplätze würden, freilich auch für fruchtbare Jugendarbeit, ganzjährig genutzt, das Freibad hingegen nur zu bestimmten Zeiten.

Da hatte der Feudinger Ortsvorsteher gut reden. Denn dort im Oberen Lahntal gibt es bekanntlich einen engagierten Arbeitskreis, der das Feudinger Freibad auf Vordermann gebracht hat. Apropos: Einen ähnlichen Weg muss Bad Laasphe verfolgen. Freidemokrat Hans-Hermann Gütting schlug vor, einen Förderverein Freibad Bad Laasphe zu gründen. Interessenten sollten sich an Rolf Davidis bei der Stadt wenden. Aus den Reihen der Sozialdemokraten sollte die Überlegung, das Bad zu privatisieren, erst im nicht-öffentlichen Teil konkretisiert werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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