Paukenschlag in Bad Laasphe
Aldi erklärt Verhandlungen mit dem Betriebsrat für gescheitert

Aldi erklärt die Verhandlungen mit dem Betriebsrat in Bad Laasphe für gescheitert.
  • Aldi erklärt die Verhandlungen mit dem Betriebsrat in Bad Laasphe für gescheitert.
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sz Bad Laasphe. Paukenschlag in Bad Laasphe: Nach der angekündigten Schließung des Aldi-Zentrallagers erklärt der Konzern die Verhandlungen mit dem Betriebsrat für gescheitert. "Seit Wochen steht die Geschäftsführung der Aldi-Regionalgesellschaft in intensiven Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die geplante Schließung zum Jahresende", heißt es in einer Pressemitteilung. In vier offiziellen Verhandlungsrunden, aber auch in zahlreichen Gesprächen zwischen den Beteiligten, sei Aldi den Forderungen des Betriebsrats für einen Interessensausgleich und einen Sozialplan für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr weitgehend nachgekommen.

Betriebsrat fordert eine Transfergesellschaft

Aldi wollte Wunsch nach Transfergesellschaft erfüllen

"Wesentlicher Gegenstand der Verhandlungen waren neben der Abfindung für betriebsbedingt ausscheidende Arbeitnehmer aus den Bereichen Verwaltung, Fuhrpark und Logistikzentrum die Einrichtung einer Transfergesellschaft. Aldi ist dieser Forderung des Betriebsrats nachgekommen", schreibt das Unternehmen. Die letztlich ausgewählte Transfergesellschaft habe zudem ausdrücklich dem Wunsch des Betriebsrats entsprochen. Auch bei den Eckpunkten zum Interessensausgleich und zum Sozialplan sei Aldi dem Betriebsrat weitgehend entgegengekommen: "Der Faktor für die Berechnung der Sozialplanabfindung wurde entsprechend der letzten Forderung des Betriebsrats erhöht und es wurde zuletzt darüber hinaus ein Zusatzbetrag zur Abfindung angeboten. Schließlich wurde noch die Obergrenze für die Abfindungen angehoben".

Aldi schiebt die Schuld dem Betriebsrat zu

Obwohl bereits vor sechs Wochen zwischen den Verhandlungspartnern Einigkeit über den Interessenausgleich und Sozialplan bestanden habe, habe der Betriebsrat auch das erneut nachgebesserte Angebot nicht angenommen. Aus Sicht der Geschäftsleitung der Aldi Bad Laasphe ist damit keine gütliche Einigung mit dem Betriebsrat mehr möglich. "Deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als die Einigungsstelle anzurufen“, sagt Nicole Tennstädt, Geschäftsführerin der Aldi Bad Laasphe. Dies sei sehr bedauerlich, sagt Tennstädt, „weil wir einerseits den Forderungen des Betriebsrats nachgekommen sind, andererseits jetzt die Unsicherheit bei den Mitarbeitern noch weiter vergrößert wird.“ Das habe der Betriebsrat zu verantworten.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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