Alles andere als kleinkariert: Es gab gar Männer in Röcken

Schottischer Abend in Hesselbach zählte rund 100 Besucher

Hesselbach. Der erste urkundliche Beweis für die Herstellung von Whisky in Schottland findet sich im Jahre 1494. Seitdem gibt es immer wieder eine neue der unzähligen Whiskysorten zwischen »Blended« oder »Malt« zu entdecken. Er ist das Wasser des Lebens, so lautet zumindest die poetische Übersetzung, und am besten trinkt man ihn natürlich in einem schottischen Pub.

Septett bereiste im Bus die Highlands

Das dachten sich auch Heribert Roth, Heiko Schuppener, Rainer Messerschmidt, Christof Blecher, Dietmar Fuchs, Volkmar Schmidt und Bernd Willomitzer, als sie sich im Mai dieses Jahres nach Schottland begaben, um mit einem orangefarbenen Kleinbus das Land von Edinburgh bis Avenmore zu erkunden. Um einen Teil der dort gesammelten Eindrücke zu präsentieren und zu teilen, veranstalteten die sieben jetzt einen Schottischen Abend im Hesselbacher Restaurant Marburger in Hesselbach.

Manch ein Brenner hat eigene Quelle

Dabei dachten sie an alles: von Dudelsackklängen bis hin zum schottischen Nationalgetränk, dem Whisky. Wichtig für dessen Qualität ist das Wasser, welches in Schottland noch weitgehend sauber und frei von Mineralsalzen ist. Jede schottische Destillerie hat ihren eigenen Fluss oder Bach, manche lassen für sich allein sogar eine eigene Quelle sprudeln, weshalb der Geschmack der einzelnen Brände auch so variiert. Die Schottlandfreunde besuchten insgesamt sechs Destillerien, hielten sich aber an die alte, schottische Weisheit: »Man sollte nicht mehr als drei Destillerien am Tag besichtigen, wenn man bei klarem Verstand bleiben will.« Whisky ist Schottlands bekanntestes Produkt und seine Kenner wissen, dass die Vielfalt an Geschmack, Stärke und Farbe beim Whisky genauso ausgeprägt ist wie beim Wein.

Matthias Hess weckte Reiselust mit Dias

Darüber hinaus übten Land und Leute eine mindestens ebenso große Faszination aus. Außer alten Schlössern gab es, während man sich über die herrliche Landschaft der Highlands freute, auch Tückisches, wie das berühmte Ungeheuer Nessi, das partout nicht auftauchen wollte, oder das Fahren auf der linken Straßenseite. Dies konnten sich die rund 100 Besucher des Schottischen Abends besonders gut vorstellen, als der Siegener Highland-Spezialist Matthias Hess einen unterhaltsamen Diavortrag hielt.

Echte Dudelsackspieler waren vor Ort

Die Top-Attraktionen des Abends waren allerdings die Dudelsackspieler Florian Faust und Sied Staubach sowie Trommlerin Rachel Staubach. Die drei sind ein Bestandteil der 30-köpfigen Frankfurter Band »The Clanpipers« und sorgten mit bekannten Stücken wie »Scotland, the Brave« oder »Highland Cathedral« für die richtige Klangkulisse und Stimmung. Es stellte sich die Frage, warum es bei uns so wenig Männer in Röcken gibt.

TaMe

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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