Als die Kunden ihre Bonbons noch stückweise einkauften

Banfer Heimatmuseum dokumentierte Zeit ohne Supermärkte

AK Banfe. Wie kauften die Menschen früher ein, als es noch keine Supermärkte gab? Diese Frage beantwortete jetzt die Sonderausstellung im Heimatmuseum Banfetal. Vor 150 Jahren, aber auch noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein, versorgten sich die Menschen in zahlreichen Kolonialwarenläden in ihrer Umgebung. Selbst kleine Ortschaften warteten mit mehreren Krämern auf.

Die Macher des Heimatmuseums holten aus ihrem Fundus alles zu diesem Themenbereich heraus und stellten es für die interessierten Besucher aus. Nostalgische Verpackungen gehörten ebenso dazu wie Annoncen aus dem 19. Jahrhundert und Fotografien ehemaliger Geschäfte in Bad Laasphe, Banfe und den Nachbarorten. Für heutige Konsumenten ist es oft schwer vorstellbar, dass die Menschen früher mit eigenen Gefäßen in die Läden kamen, und sich Essig, Öl und Mehl auswiegen ließen. Auch Bonbons kaufte man stückweise. Man kann also von einem klassischen Mehrwegsystem sprechen. Besonders die älteren Besucher nahmen noch einmal Verpackungen und Marken unter die Lupe, die es heute nicht mehr gibt, die zu ihrer Jugend aber handelsüblich waren. Auch alte Einkaufstaschen und eine Waage gehörten zu den Exponaten in Banfe. In Büchern, wie dem über Supermarkt und Tante-Emma-Laden, konnten sich die Besucher noch genauer mit dem Thema Konsum und Einkaufen beschäftigen. Die Ausstellung weckte außerdem viele Erinnerungen. »Weißt du noch, wie schön die Weihnachtsausstellungen bei Imgardts immer waren?« Vielen Besuchern wurde wohl bewusst, dass Einkaufen früher auf alle Fälle geheimnisvoller war als heute.

In den Kolonialwarenläden ließ sich sicherlich bei langem Stöbern alles finden, vom Knopf bis zur teuren Pralinenmischung. Zum nostalgischen Flair trug auch ein komplett eingerichteter Kaufladen bei, der mit Mustern der damals gängigen Handelsmarken bestückt war. Es zeigte sich aber auch, dass einige von ihnen die Zeit überdauert haben und heute noch erfolgreich sind.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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