Altstadt-Modell

Olaf Kursawe (links) und Waldemar Georg freuen sich gemeinsam über die nagelneue Beschreibung des alten Laaspher Stadtmodells im Haus des Gastes. Foto: Verein
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jg Bad Laasphe. Im Frühjahr 2008 berichtete die Siegener Zeitung über ein wunderschönes Modell von Laasphe - wie es dort ungefähr 1700 aussah. Jahrelang hatte der Laaspher Olaf Kursawe zuhause an dem Modell gearbeitet, das auf einer 1,10 Meter mal 2,20 Meter großen Fläche die Laaspher Altstadt zeigt. Zu „Lahntal total“ 2008 wechselte das Ganze dann ins Haus des Gastes. Dort kann man die detailgetreue und -verliebte Fleißarbeit seitdem tagtäglich bestaunen. Von Anfang an war versprochen worden, dass noch eine genaue Beschreibung und Legende angefertigt werde. Als die SZ Ende 2008 nachfragte, wurde das Versprechen klar bekräftigt. Und was ist draus geworden?

Seit dem vergangenen Wochenende hängen die Erläuterungen neben dem Modell. Darauf gibt es Erklärungen über besonders auffällige Gebäude wie die Kirche, aber auch über ganz normale Wohnhäuser. Dabei nehmen die prägnanten Stichwörter und kurzen Sätze die Besucher mit auf eine Zeitreise in eine längst vergessene Vergangenheit.

War schon das Modell für sich genommen eine wahre Wonne, so rundet die neue Ergänzung das Ganze nun perfekt ab. Wobei Olaf Kursawe einräumt, man hätte noch weiter langwierig über die Sache diskutieren können: „Aber irgendwann muss man ja mal zu einem Ende kommen.“ Schon zuvor habe man lang und breit über Farben und Größen gesprochen.

Kornelia Lenk, eine Beisitzerin der Laaspher Bürgeraktionsgemeinschaft „Schöne Altstadt“, skizzierte den Weg zu dem Gesamtensemble im Haus des Gastes. Die BAG habe das Modell gesehen und beschlossen, dieses zu fördern. Metallbau-Höse aus Breidensteine habe kostengünstig das fahrbare Untergestell gefertigt, was die BAG bezahlte, genau wie die Plastikhaube für das Modell. Eckard Lenk stand als BAG-Vorsitzender stets voll und ganz hinter der Sache, auch sein Amtsvorgänger Waldemar Georg setzte sich für dieses ganz besondere Kleinod ein. Er entwarf die erste grobe Plan-Beschreibung, nummerierte Gebäude und lieferte Erläuterungen. Diese wurden auf ihre historische Richtigkeit vom Laaspher Heimtapfleger Eberhard Bauer überprüft.

„Als dann im Herbst der erste endgültige Rohentwurf stand, kam die Enkeltochter unserer Fördererfamilie - Daniela Roßbach - ins Spiel, die quasi das Layout erstellt hat und dann für den Druck zuständig war“, erinnerte sich Kornelia Lenk. Und so bewahrheitete sich wieder einmal die Weisheit: Was lange währt, wird endlich gut.Denn dass es gut ist, das steht außer Frage. Ulrike Schmidt freut sich als Leiterin der Laaspher Grundschule, dass es solch ein prima Modell im Haus des Gastes gibt. Es sei ganz einfach so, dass es den Kindern einen tollen Überblick über die Stadt und ihre Geschichte gebe.Es sei für Kindern manchmal sehr schwierig, sich alte Zeiten vorzustellen, dabei sei solch eine Hilfestellung kaum zu überschätzen. Die Laaspher Grundschüler begeben sich regelmäßig auf Spurensuche in der Stadt und wenn dann Eberhard Bauer anfange, so unglaublich lebendig zu erzähle, dann hörten die Kinder gar nicht mehr auf, Fragen zu stellen. Das grundlegende Interesse sei also auf jeden Fall bei den Mädchen und Jungen gegeben.Aber Verena Heers sieht als Geschäftsführerin der Laaspher Tourismus-, Kur- und Stadtentwicklungs-GmbH nicht nur Schulkinder gespannt rund um das Modell stehen. Viele Touristen und Gäste machten hier Halt und staunten. Ganz zweifelsohne sei es eine große Bereicherung fürs Haus des Gastes. Und nach ihrem Gefühl werde durch die Erläuterungen das Modell nun noch mehr gewürdigt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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