Anschluss für Amtshausen

jg Bad Laasphe. Der Laaspher Werksausschuss beschäftigte sich in seiner Sitzung gestern Abend mit Amtshausen. Der Ort soll, so die Beschlussvorlage aus dem Rathaus, an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen werden. Hintergrund ist, dass das Dorf derzeit noch einen eigenständigen Wasserbeschaffungsverband habe, dieser den Anforderungen aber nicht mehr gerecht werden könne, da es keinen handlungsfähigen Vorstand gebe und aufgrund einiger Auflagen des Kreis-Gesundheitsamtes. Es werde so aussehen, dass die bereits bestehende Wasserleitung für Rüppershausen nach Amtshausen weitergeführt werden solle, erläuterte der Beigeordnete Dieter Kasper die Überlegungen. Vor Ort werde man schauen, wie sich das Wassernetz in Amtshausen darstelle, nach dem bisherigen Stand der Erkenntnis werde das Amtshäsuer Netz jedoch komplett neugebaut werden müssen. Mit etwa 350 000 Euro wurde die Investition für den Anschluss Amtshausens - inklusive der Verlegung von Straßenleitungen und Hausanschlüssen - beziffert, die Einnahmen durch Wasseranschlussbeiträge wurden nur auf rund 25 000 Euro geschätzt.

Ein teures Vergnügen für die Laaspher Allgemeinheit, um knapp 100 Leute mit 30 Anschlussnehmern ans Netz zu kriegen. Dennoch wollte CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Borchert die Sache vom Tisch haben und beantragte gleich im ersten Diskussionsbeitrag die Zustimmung für den Anschluss, „weil es nicht anders geht“. So einfach wollte es Otto Wunderlich (SPD) sich und den Amtshäusern aber nicht machen. Deutlich sagte er, dass diese seit 1973 stets sehr viel günstigeres Wasser gehabt hätten als die im städtischen Wasserverbund organisierten, die auch immer wieder teuerere Anschlüsse entlegener Orte und Häuser gemeinschaftlich getragen hätten. Außerdem wollte der Stadtbrandmeister Otto Wunderlich der Vorlage nicht zustimmen, weil bei dieser günstigen Gelegenheit für die Laaspher Feuerwehr nichts verbessert werden solle. In Sachen „Brandschutz“ ist Amtshausen wegen des fehlenden Wassers vor Ort ein wunder Punkt. Zustimmung bekam Otto Wunderlich aus CDU und FDP für seine Kritik, dennoch wollte man hier den Amtshäusern den Anschluss nicht verweigern. Als Dieter Kasper dann noch anregte, dass man den künftig nicht mehr nötigen Hochbehälter in Amtshausen ja möglicherweise für den Brandschutz nutzen könne, war auch Otto Wunderlich besänftigt.

Einstimmig - bei einer Enthaltung aus der FWG - empfahl der Werksausschuss dem Rat den Anschluss von Amtshausen an die öffentliche Wasserversorgung. Dieter Kasper skizzierte, wenn der Ratsbeschluss vorliege, könne man sich mit den zuständigen Stellen ins Benehmen setzen. Er gehe davon aus, dass es ausreiche, wenn die nötigen Maßnahmen nächstes Jahr in den Haushalt eingestellt und dann umgesetzt würden. Das werde dem Ausschuss nach der Sommerpause erläutert. Wenn es partout nicht anders gehe, dann könne man die Sache möglicherweise auch noch in diesem Jahr auf den Weg bringen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.