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Helfer aus Feudingen packen in Dernau an der Ahr an
"Arbeit für die nächsten Jahre"

Überall Müll und Geröll: Die Aufräumarbeiten laufen aller Wahrscheinlichkeit nach noch Monate weiter.
  • Überall Müll und Geröll: Die Aufräumarbeiten laufen aller Wahrscheinlichkeit nach noch Monate weiter.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

vö Dernau/Feudingen. Christian Bernshausen legt sich fest: „Die Fotos in der Zeitung und die Bilder im Fernsehen geben noch nicht ansatzweise das wieder, was hier los ist. Viele Menschen haben hier alles, wirklich alles verloren.“

Es sei noch weit schlimmer als das, was er sich vorgestellt habe, räumt der Feudinger Bauunternehmer ein, der seit Mittwoch im Ort Dernau an der Ahr mit anpackt, der von der Flut besonders stark betroffen ist. Der Handwerksmeister, zu dem die Verbindung wegen der schlechten Leitung immer wieder abreißt, hatte im oberen Lahntal eine beispiellose Hilfsaktion angestoßen: Zum einen schaffen die Mitarbeiter von Bernshausen und weitere Helfer im Katastrophengebiet Geröll und Schutt beiseite. Mehrere Dutzend Leute sollen es bis zum Wochenende sein.

Dernau/Feudingen. Christian Bernshausen legt sich fest: „Die Fotos in der Zeitung und die Bilder im Fernsehen geben noch nicht ansatzweise das wieder, was hier los ist. Viele Menschen haben hier alles, wirklich alles verloren.“

Es sei noch weit schlimmer als das, was er sich vorgestellt habe, räumt der Feudinger Bauunternehmer ein, der seit Mittwoch im Ort Dernau an der Ahr mit anpackt, der von der Flut besonders stark betroffen ist. Der Handwerksmeister, zu dem die Verbindung wegen der schlechten Leitung immer wieder abreißt, hatte im oberen Lahntal eine beispiellose Hilfsaktion angestoßen: Zum einen schaffen die Mitarbeiter von Bernshausen und weitere Helfer im Katastrophengebiet Geröll und Schutt beiseite. Mehrere Dutzend Leute sollen es bis zum Wochenende sein. Zum anderen wird in Feudingen die verschlammte Wäsche der Menschen aus Dernau und vieler Helfer gewaschen (die Siegener Zeitung berichtete). Der Unternehmer streicht die positiven Aspekte heraus. Er sehe Tausende von Helfern, die im Einsatz seien.

Solidarität und Miteinander gewaltig

Die Solidarität und das Miteinander seien gewaltig. Er habe am ersten Tag persönlich den Eindruck gewonnen, dass Polizei, THW und Feuerwehr die Organisation im Detail den Helfern selbst überließen: „Anders wäre es nicht zu machen.“ Jeder Unterstützer, der neu ankomme, stelle sich die identische Frage: „Wo wollen wir hier anfangen?“ Letztlich funktioniere es nur Haus für Haus, so Christian Bernshausen, die meisten Gebäude hätten keine Fenster mehr – dafür türme sich überall der Schlamm. Am Mittwoch sei er an der Reinigung von zwei Häusern beteiligt gewesen, Raum für Raum. Hier gebe es „Arbeit für die nächsten Jahre“. Den Schlamm und den Rest des Inventars habe man dann an der Straße abgeladen – in der Hoffnung, dass es irgendwann mitgenommen werde: „Es fehlen noch Lastwagen zum Abtransport. So schnell und so oft können die Kollegen gar nicht fahren.“

Wittgenstein wäscht Helfer-Wäsche

Und: Oft scheitere es an Kleinigkeiten. Er habe eben einem Baggerfahrer etwas Diesel dagelassen, der seit vier Stunden trocken gewesen sei. Der Nachschub werde organisiert, aber es könne eben nicht alles reibungslos funktionieren. Eines stimme ihn allerdings sehr nachdenklich, räumt der Feudinger ein: Die Ahr sei auch nicht viel breiter als die Lahn in Feudingen beispielsweise. Da sei kein großer Unterschied zu erkennen. „Das kann man sich leicht vorstellen, wenn man es mal vor Ort gesehen hat. Wir haben einfach nur riesiges Glück gehabt.“

Helfer können sich jederzeit per E-Mail bei dem Bauunternehmer melden.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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