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DRK-Bereitschaft hat viel zu tun
Arbeiten an der Belastungsgrenze

Bad Laasphes Rot-Kreuz-Leiter Marco Scheffel (l.) und sein Stellvertreter Jannik Pritzel haben die Schlüsselgewalt über den Hausnotruf, der erst im Juni eingerichtet wurde. Trotz „Corona“ gibt es reichlich Arbeit für die Bereitschaft.
  • Bad Laasphes Rot-Kreuz-Leiter Marco Scheffel (l.) und sein Stellvertreter Jannik Pritzel haben die Schlüsselgewalt über den Hausnotruf, der erst im Juni eingerichtet wurde. Trotz „Corona“ gibt es reichlich Arbeit für die Bereitschaft.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Nichts zu tun mitten in der Pandemie? Mitnichten. Das gilt für andere, nicht aber für den DRK-Ortsverein Bad Laasphe. Der hat Arbeit bis über beide Ohren. „Und das im Ehrenamt“, sagt Dr. Sebastian Nicklaus, Arzt in Bad Laasphe und stellv. Vorsitzender. Nach außen hin scheint alles ruhig zu sein um das DRK-Heim in der Gartenstraße. In Wahrheit sind die rund 20 Aktiven der Bereitschaft kräftig im Einsatz. „Es ist einiges los und zuletzt ist eine Menge passiert“, berichtet DRK-Leiter Marco Scheffel. „Sonst herrscht im Januar und im Februar Ebbe, aber was zurzeit mit Corona läuft, das bringt uns an die Belastungsgrenze.“ Deutliche Worte. Für den Kreis Siegen-Wittgenstein sind die Bad Laaspher – wie andere Ortsvereine auch – im Rahmen der Gefahrenabwehr unterwegs.

howe Bad Laasphe. Nichts zu tun mitten in der Pandemie? Mitnichten. Das gilt für andere, nicht aber für den DRK-Ortsverein Bad Laasphe. Der hat Arbeit bis über beide Ohren. „Und das im Ehrenamt“, sagt Dr. Sebastian Nicklaus, Arzt in Bad Laasphe und stellv. Vorsitzender. Nach außen hin scheint alles ruhig zu sein um das DRK-Heim in der Gartenstraße. In Wahrheit sind die rund 20 Aktiven der Bereitschaft kräftig im Einsatz. „Es ist einiges los und zuletzt ist eine Menge passiert“, berichtet DRK-Leiter Marco Scheffel. „Sonst herrscht im Januar und im Februar Ebbe, aber was zurzeit mit Corona läuft, das bringt uns an die Belastungsgrenze.“ Deutliche Worte. Für den Kreis Siegen-Wittgenstein sind die Bad Laaspher – wie andere Ortsvereine auch – im Rahmen der Gefahrenabwehr unterwegs. So bekommt die Bereitschaft über das Gesundheitsamt bestimmte Einrichtungen zugewiesen, in denen die sogenannten Corona-Tests durchgeführt werden müssen. „In Zweier-Teams fahren wir hin und arbeiten alles im Vollschutzanzug ab“, weiß Jannik Pritzel, stellv. Rot-Kreuz-Leiter.

„Im Vollschutz arbeiten, ist ganz schön anstrengend“

Seit acht Wochen leisten die Bad Laasphe Amtshilfe, sozusagen als Komponenten des Landes NRW. „Besonders über Weihnachten war die Zahl der Leute, bei denen wir Abstriche machen mussten hoch“, so Marco Scheffel. Der Dienst ist durchaus aufwendig. Da kann es vorkommen, dass die Bereitschaft den ganzen Tag im Einsatz ist. Gebildet werden immer Zweier-Teams. Bad Berleburg stellt eines, Erndtebrück drei und Bad Laasphe zwei. „Im Vollschutz arbeiten, ist ganz schön anstrengend“, erzählt Jannik Pritzel. Andererseits sei die Aufgabe eine „interessante Sache“, weil sie fernab vom eigentlichen Sanitätsdienst laufe und mal was anderes sei. Neben dieser Amtshilfe laufen die eigentlichen Aufgaben des DRK-Ortsvereins weiter. Der Rettungswagen ist zu besetzen, ebenso die Absicherung mit dem Rettungsdienst zu gewährleisten. Beim Feuer im St. Georg-Gebäude in Bad Laasphe waren die DRK’ler mit dem „GW San“ und dem „RTW“ vor Ort.
Überdies ist die Bereitschaft in der Wachabsicherung tätig, mitunter werden strategisch wichtige Punkte angefahren, um dort für eventuelle Absicherungen rasch reagieren zu können. Was im vorigen Jahr komplett auf Eis lag, das waren die Sanitätswachdienst, die eigentlich immer regelmäßig durchgeführt wurden. In 2020 allerdings fanden Schützenfeste, Sportveranstaltungen oder Weihnachtsmärkte – um nur einige zu nennen – nicht statt. Die Folge: Es wurde auch kein Fahrzeug mit Sanitätern angefordert, die den Tag bei den diversen Veranstaltungen verbracht hätten.

 Haustürschlüssel beim DRK hinterlegt

„Teilweise waren das über 50 Dienste“, weiß Marco Scheffel zu berichten. Die waren auch immer kostenpflichtig, sodass hier für den DRK-Ortsverein Einnahmen generiert werden konnten. Das fiel im vorigen Jahr komplett flach. „Da ist uns viel durch die Lappen gegangen“, so der Rot-Kreuz-Chef.
Neu ist seit Mitte Juni der Hausnotruf, den die Bad Laaspher anbieten. Die Teilnehmer, die zu Hause allein leben und in ungewöhnliche Situationen kommen, haben einen Haustürschlüssel beim DRK hinterlegt. Benötigen sie Hilfe, drücken sie an ihrem Armband einen Knopf und lösen somit den Notruf aus. „Wir schicken dann ein Team hin“, erläutert Marco Scheffel. 
Eine Alarmierungs-App auf Ortsvereins-Ebene sorgt dafür, dass die Kommunikation untereinander reibungslos und schnell funktioniert. Dann geht alles ganz flugs: Der kodierte Schlüssel wird aus dem Tresor geholt und die Fahrt zu dem Kunden, Teilnehmer, Verletzten – wie auch immer – beginnt. „Der Hausnotruf ist eine kleine aber dankbare Hilfeleistung“, beschreibt Marco Scheffel. Wer aktiv ist, der kann auch weiterhin auf Aktive zählen. 
„Wir sind froh“, sagt er, „dass wir im vorigen Jahr trotz Corona vier neue Mitglieder bekommen haben.“ Alles junge, motivierte Leute, die bereit sind, sich ausbilden zu lassen. Apropos: Das DRK hat jetzt mit Online-Dienstabenden gestartet. Immerhin kann man sich jetzt mal am Bildschirm treffen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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