Auch SPD darf sich streiten

Brase berichtete Laasphern aus Berlin / Franz stellte sich vor

tk Bad Laasphe. Der SPD-Ortsverband Bad Laasphe traf sich jetzt zur Jahreshauptversammlung im Wittgensteiner Hof. Vorsitzende Waltraud Schäfer begrüßte neben dem Fraktionsvorsitzenden Arno Vomhof auch den Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Siegen-Wittgenstein Willi Brase und den Landratskandidaten Dr. Friedhelm Franz. Zunächst gab sie einen Überblick über die Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten.

Im Moment genießt die bevorstehende Landratswahl Priorität. Um so mehr freuten sich die Sozialdemokraten, dass der SPD-Kandidat anwesend war. Selbstverständlich stellte er den Anwesenden sich und seine Ziele vor. Seit Mitte April ist der parteilose Franz Kandidat der SPD. Seine Aufstellung kommt nicht von ungefähr. Seit zwanzig Jahren arbeitet der gebürtige Bochumer in Siegen-Wittgenstein, seit mehr als fünfzehn Jahren leitet er das Technologiezentrum Siegen, wodurch im Laufe der Jahre enge Verbindungen zu Bundes- und Landesministerien entstanden sind, die zu hoher finanzieller Unterstützung der Region geführt haben, wie Franz betonte. Schwerpunkt seiner derzeitigen Arbeit sei die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Dies wolle er auch als Landrat fortsetzen, weshalb es sein Ziel sei, ein vernünftiges Angebot an Ausbildungsplätzen für junge Leute bereitzustellen. Einem Landrat müsse es darum gehen, die Lebensqualität der Bürger zu sichern und zu fördern. Dazu gehöre auch eine gute Verkehrserschließung und ein angemessener öffentlicher Personennahverkehr. Auch Entbürokratisierung ist eines der Themen, mit denen sich Franz beschäftigt.

Nach der Kommunalreform haben sich die Aufgaben des Landrats geändert, unterstrich Franz. Er wolle Landrat werden, um zu arbeiten, nicht um zu residieren. Willi Brase machte noch einmal klar, warum sich die SPD für einen parteilosen Kandidaten entschieden hat. »Wir können nur mit einem Kandidaten antreten, der Kompetenz hat, vor allem in der Wirtschaft. Deshalb sind wir auf Friedhelm Franz zugegangen.«

Brase gab bereitwillig Auskunft über das aktuelle politische Geschehen in Berlin. Dabei legte er großen Wert darauf, klar zu stellen, dass es keineswegs schlimm sei, wenn man sich über bestimmte Themen streite. Auch innerhalb der SPD dürfe man das. Seine Laaspher Genossen wollten vor allem zu gesundheitspolitischen- und Rentenfragen die Expertenmeinung hören. Brase sagte, man müsse das Monopol der kassenärztlichen Vereinigung brechen. Bezüglich der Rente wünscht sich der SPD-Unterbezirksvorsitzende eine dem Schweizer Modell ähnliche Regelung. Des weiteren sei es sinnvoll, Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammenzulegen.

Waltraud Schäfer bedankte sich für die ausführlichen Informationen aus erster Hand. Die Diskussion habe gezeigt, wie wichtig es sei, dass Willi Brase seine heimischen Genossen oft besuche. Auf der Tagesordnung standen auch drei Ehrungen. Jürgen Göppe hat sich seit 25 Jahren der Sozialdemokratie verschrieben. Reinhold Schreiber und Arno Vomhof sind bereits vor vierzig Jahren in die SPD eingetreten. Für ihr großes Engagement zugunsten der Partei wurden sie von Waltraud Schäfer ausgezeichnet.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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