»Auch wenn es schwer wird, wir werden investieren«

Robert Gravemeier will der finanziellen Misere trotzen

JG Bad Laasphe. Das finanzielle Ungemach, das Bad Laasphe wie alle anderen Kommunen auch heimsucht, bereitet Robert Gravemeier viele Kopfschmerzen, wie er auch in vergangenen Rats- und Ausschuss-Sitzungen immer wieder deutlich machte. Doch im Gespräch mit der Siegener Zeitung über die Pläne für das kommende Jahr, zeigte sich der Bürgermeister kämpferisch: »Auch wenn es schwer wird, wir werden investieren.« Viel Geld wird dabei auch im kommenden Jahr wieder in die Kanalisation fließen. Nachdem die Arbeiten in Weide bereits abgeschlossen sind, steht zunächst die Fertigstellung der begonnenen Maßnahmen in Steinbach und Amtshausen an. Neu geht es dann am Laaspher Dillstein los, und außerdem auch im diesjährigen Jubiläumsdorf Bernshausen. Bei dem Ort in einem Seitenarm des Banfetals sollen die Kanalarbeiten in ein größeres Dorferneuerungskonzept eingepasst werden. Robert Gravemeier hofft hierbei auf eine zusätzliche Förderung der Maßnahmen durch Landesmittel, seine Vorstellungen sind klar: »Wir wollen 'was Vernünftiges im Ortskern machen.«

Feudingen: Bauplätze und Beleuchtung

Um die Dorferneuerung wird es auch in Hesselbach gehen, wo außerdem der Straßenausbau des Holderwegs ansteht. Ausgebaut wird im kommenden Jahr auch auf der Feudinger Kohr. Gegenüber am Breitenacker soll es nun auch endlich vorwärts gehen mit den neuen Bauplätzen für das Obere Lahntal. Ebenfalls im Oberen Lahntal wird die Trainingsbeleuchtung im Tannenwald-Stadion erneuert, nachdem die Fördermittel (die SZ berichtete) in Laasphe angekommen sind.

Stadt hat die alte Polizeiwache gekauft

60000 e sollen im kommenden Jahr in den Feuerschutz investiert werden, in der Kernstadt werden das Lernanfängerhaus bei der Grundschule und die Turnhalle beim Städtischen Gymnasium renoviert und saniert. »Was können wir mit dem Freibad machen?« – ist dann eine weitere Frage, die die Laaspher für die Kernstadt beantworten müssen. Und auch die weitere Nutzung der alten Polizeiwache, die die Stadt inzwischen gekauft hat, soll 2003 geklärt werden. An dieser Stelle sei es erst mal wichtig gewesen, den Bestand zu sichern, so der Bürgermeister. An einer anderen wichtigen Stelle der Stadt wird auch weiterhin das Schlichthaus stehen: Ein besserer Standort sei nicht gefunden worden, deshalb werde das existierende Haus in der Stockwiese nun modernisiert. Über dieses Thema wurde schon oft gesprochen, aber die wirklichen Dauerbrenner der Diskussion sind andere. So gab es in diesem Monat noch mal einen Behörden-Ortstermin in Sachen »Umgehungsstraße« mit den Trägern öffentlicher Belange. Die Planungen wurden erneut vorgestellt, es hätten sich »keine Bedenken« gegen die bekannte V2b ergeben, das Lininebestimmungsverfahren sei im Gang und das Planfeststellungsverfahren müsse jetzt auf den Weg gebracht werden. In sechs bis zehn Jahren rechne er mit dem Baubeginn. Schneller sollen die Thermalwasser-Träume der Laaspher Realität werden: Standortanalyse und Betriebkostenrechnung werden erstellt, um möglichen Investoren sofort die wichtigen Fakten auf den Tisch zu legen.

Großes Lob für die neue TKS GmbH

Dieses Thema ist zweifellos ein touristisches – ein weites Feld, das ja auch die Laaspher Tourismus-, Kur- und Stadtentwicklungs-GmbH beackern soll. Mit deren Entwicklung und Arbeit sei er, so Robert Gravemeier, im abgelaufenen Jahr »sehr zufrieden gewesen«. Es gebe immer mehr Gesellschafter. Deutlichstes Ergebnis des frischen Schwungs ist nach langen Jahren ein neues Gastgeberverzeichnis für das Stadtgebiet, das demnächst vorgestellt wird. Aber Robert Gravemeier ist klar, dass es die Laaspher im Tourismus nicht allein schaffen können. Deshalb hier der Verweis auf den Zweckverband Region Wittgenstein: Nur gemeinsam könnten es die drei Kommunen packen.

Wittgenstein: Zusammen immer besser

Greifbarstes Ziel ist die angestrebte Partnerschaft von Siegen-Wittgenstein und dem amerikanischen Anaheim: »Wir müssen alles daran setzen, dass es weitergeht.« Die frisch vorgestellte heimische Wanderkarte sei ebenfalls ein gutes Beispiel für die perfektionierte Wittgensteiner Kooperation. Und Laasphes Bürgermeister Robert Gravemeier stellt zum Schluss fest, dass die Zusammenarbeit »eigentlich immer besser wird«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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