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380 000 Euro über die Landesgrenze
Bad Laasphe beteiligt sich an Filteranlage

Mit 380 000 Euro ist die Stadt Bad Laasphe an den Baumaßnahmen im Wallauer Klärwerk beteiligt.
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  • Mit 380 000 Euro ist die Stadt Bad Laasphe an den Baumaßnahmen im Wallauer Klärwerk beteiligt.
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howe Bad Laasphe. Die Frage ergab sich aus dem Haushaltsplan der Stadt Bad Laasphe für das laufende Jahr 2021: Dort sind nämlich 380 000 Euro für Baumaßnahmen an der Kläranlage in Wallau – im benachbarten Hessen – eingestellt. Neben guter Nachbarschaft pflegt die Stadt Bad Laasphe nämlich seit 1980 eine Partnerschaft im gemeinsamen Abwasserverband Perfgebiet-Bad Laasphe. Der wurde 1974 mit zahlreichen hessischen Mitgliedskommunen als Abwasserverband Perfgebiet aus der Taufe gehoben und nach der Aufnahme des neuen Mitglieds aus Wittgenstein umbenannt.

„Durch diese Mitgliedschaft werden wir an den Kosten für Baumaßnahmen an der Kläranlage, die ja unser Abwasser zu 100 Prozent klärt, beteiligt“, sagt Ann Kathrin Müsse, Pressesprecherin der Stadt Bad Laasphe.

howe Bad Laasphe. Die Frage ergab sich aus dem Haushaltsplan der Stadt Bad Laasphe für das laufende Jahr 2021: Dort sind nämlich 380 000 Euro für Baumaßnahmen an der Kläranlage in Wallau – im benachbarten Hessen – eingestellt. Neben guter Nachbarschaft pflegt die Stadt Bad Laasphe nämlich seit 1980 eine Partnerschaft im gemeinsamen Abwasserverband Perfgebiet-Bad Laasphe. Der wurde 1974 mit zahlreichen hessischen Mitgliedskommunen als Abwasserverband Perfgebiet aus der Taufe gehoben und nach der Aufnahme des neuen Mitglieds aus Wittgenstein umbenannt.

„Durch diese Mitgliedschaft werden wir an den Kosten für Baumaßnahmen an der Kläranlage, die ja unser Abwasser zu 100 Prozent klärt, beteiligt“, sagt Ann Kathrin Müsse, Pressesprecherin der Stadt Bad Laasphe. Konkret sollen einige Sanierungen an der Kläranlage vorgenommen werden, hinzu kommt ein – gesetzlich vorgegebener – Neubau einer Sandfiltration.

Im dritten Quartal geht's los

Die Sanierung des Gasbehälters sei beauftragt und werde voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres in Angriff genommen, so Ann Kathrin Müsse. Hinzu kommt die Sanierung der Kammerfilterpresse, die für das vierte Quartal vorgesehen ist. Eine Nachrüstung der Faultürme soll ebenfalls im dritten oder spätestens im vierten Quartal 2021 erfolgen. Beteiligt ist die Stadt Bad Laasphe mit einer Aufstockungssumme auch am Neubau einer rund 2,8 Millionen Euro teuren – 800 000 Euro kommen vom Land Hessen – Sandfiltrationsanlage. „Seit 41 Jahren steht die Kläranlage in Wallau“, weiß Geschäftsführer Göran Müller.

Inzwischen haben sich die Anforderungen an die Wasserqualität weiter geändert. Und so gebe die Bezirksregierung vor, dass die Phosphatwerte gesenkt würden. Bislang blieb ein Milligramm Phosphate im gereinigten Wasser als akzeptabler Wert zurück. Jetzt wurde dieser Wert auf 0,7 Milligramm je Liter gesenkt, was die Kläranlage wiederum nicht leisten kann.

Sieben Kommunen beteiligt

„Deshalb müssen wir ein neues Becken bauen“, so Göran Müller gegenüber der SZ. Die Klärananlage in Wallau hat ein großes Einzugsgebiet mit sieben Mitgliedskommunen, darunter eben auch Bad Laasphe.
Die Baumaßnahme läuft übrigens schon seit Oktober 2020. Eine 15 mal 15 Meter große und sieben Meter tiefe Grube ist entstanden, hier baut die Leiblein GmbH als Fachunternehmen für Fest-/Flüssigtrennung und Wasseraufbereitung aus Hardheim die neue Sandfiltrationsanlage, die im vierten Quartal dieses Jahres in den Probebetrieb gehen soll. Geplant ist, die Anlage dann zum 1. Januar 2022 im Regelbetrieb zu starten.

Rund sieben Meter tief ist die Grube für die neue Filterungsanlage an der Kläranlage in Wallau.
  • Rund sieben Meter tief ist die Grube für die neue Filterungsanlage an der Kläranlage in Wallau.
  • Foto: privat
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„Die Stadt Bad Laasphe besitzt keine eigenen Anlagen mehr. Von daher ist uns auch daran gelegen, dass sich die Anlage in einem top Zustand befindet und notwendige Arbeiten daran durchgeführt werden, so Ann Kathrin Müsse. In Wallau wird übrigens schon ein wenig Zukunftsmusik gespielt. Denn denkbar wäre, die Sandfiltrationsanlage irgendwann einmal weiter auszubauen.

Endprodukt hat "Flusswasserqualität"

Trotz der mechanischen, biologischen und chemischen Reinigung des Wassers seien am Ende trotz der neuen Filtration noch Keime vorhanden. Nun könnte der Einsatz von Aktivkohle dazu führen, das Wasser zu entkeimen. Allerdings erfolge eine solche Maßnahme nur bei Badeseen oder Seen mit Trinkwasserqualität. Das Wasser aus der Kläranlage habe auf jeden Fall „Flusswasserqualität“, so Göran Müller.

Mit 380 000 Euro ist die Stadt Bad Laasphe an den Baumaßnahmen im Wallauer Klärwerk beteiligt.
Rund sieben Meter tief ist die Grube für die neue Filterungsanlage an der Kläranlage in Wallau.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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