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Fördermittel im Blick
Bad Laasphe könnte "Naturstadt" werden

Das Gelände am Kurpark in Bad Laasphe hat für zwei Förderprojekte besondere Bedeutung: Es soll eingebunden werden in das Naturstadt-Projekt. Und es könnte Treffpunkt für die älteren Jugendlichen werden.
  • Das Gelände am Kurpark in Bad Laasphe hat für zwei Förderprojekte besondere Bedeutung: Es soll eingebunden werden in das Naturstadt-Projekt. Und es könnte Treffpunkt für die älteren Jugendlichen werden.
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howe Bad Laasphe. Die Stadt Bad Laasphe will „Naturstadt“ werden. Dafür hat sie sich beim gleichnamigen Bundeswettbewerb beworben. Die 40 besten Zukunftsprojekte, die den Schutz von Insekten und die Förderung der Stadtnatur zum Thema haben, werden mit jeweils 25 000 Euro bedacht. Dafür hat sich die Stadt – gemeinsam mit dem Kooperationpartner TKS – das vor Jahren ins Leben gerufene Projekt „Bad Laasphe blüht auf“ als Grundlage genommen. Hier sollten viele Kleinprojekte sozusagen ein „blühendes Band“ durch Bad Laasphe und die Ortsteile ziehen.

Maßnahmen, um im Wettbewerb auf Bundesebene erfolgreich zu sein, hat die Stadt auch schon in der Pipeline: 400 000 Quadratmeter städtische Flächen sollen nur noch einmal im Jahr gemäht werden.

howe Bad Laasphe. Die Stadt Bad Laasphe will „Naturstadt“ werden. Dafür hat sie sich beim gleichnamigen Bundeswettbewerb beworben. Die 40 besten Zukunftsprojekte, die den Schutz von Insekten und die Förderung der Stadtnatur zum Thema haben, werden mit jeweils 25 000 Euro bedacht. Dafür hat sich die Stadt – gemeinsam mit dem Kooperationpartner TKS – das vor Jahren ins Leben gerufene Projekt „Bad Laasphe blüht auf“ als Grundlage genommen. Hier sollten viele Kleinprojekte sozusagen ein „blühendes Band“ durch Bad Laasphe und die Ortsteile ziehen.

Maßnahmen, um im Wettbewerb auf Bundesebene erfolgreich zu sein, hat die Stadt auch schon in der Pipeline: 400 000 Quadratmeter städtische Flächen sollen nur noch einmal im Jahr gemäht werden. Bereiche des Kurparks und Freiflächen in den Dörfern könnten kostenfrei an Landwirte verpachtet werden, um den Graswuchs durch die Tiere kurz zu halten. Zahlreiche Insektenhotels sollen aufgestellt werden, der Baumbestand im Kurpark soll um sieben neue Bäume erweitert werden. Städtische Beete werden mit Stauden bepflanzt, die ganzjährig blühen.

An elf von 34 Beeten wird das sogar schon getestet. Die Bepflanzung könnte mitsamt Insektenhotels auf teilnehmende Gastronomiebetriebe und Einzelhändler ausgeweitet werden. Das Waldgebiet um das „Türmelchen“ – eine weitere Maßnahme – soll sich selbst überlassen werden. Heißt: Es findet kein Abtransport von Totholz statt, Pflegemaßnahmen werden ebenfalls nicht durchgeführt. Dafür ist geplant, Pfade durch die Naturwaldzelle anzulegen, umsäumt von Bänken.

„Zukunftswerkstatt Jugend gestaltet Bad Laasphe“ – so lautet der Titel eines weiteren Förderprojekts. Hintergrund ist der Workshop, den Sozialarbeiterinnen mit Jugendlichen im Rathaus durchgeführt hatten. Damals entwickelten die jungen Leute die Idee eines Bike-Parks für die Jüngeren und eines Treffpunkts „Kurpark“ für die Älteren. Wegen Corona konnten die Projekte der Politik im entsprechenden Fachausschuss nicht vorgestellt werden.

Im Hintergrund allerdings wurde an den Ideen weitergearbeitet. Inzwischen sind Förderanträge gestellt worden für eine 80-prozentige Zuwendung. Der Bike-Park beläuft sich dabei auf rund 16 650 Euro und der Kurpark-Treff auf rund 12 100 Euro. Eine Entscheidung steht noch aus. Niederlaasphe hat ja seit vielen Jahren eine stationäre Lautsprecher-Anlage im Dorf. Jetzt sollen alle anderen Ortschaften ebenfalls von einer solchen Anlage profitieren – nur als mobile Variante.

Dafür hat die Stadt einen Förderantrag bei der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Wittgenstein gestellt. Die mobile Lautsprecheranlage würde rund 7000 Euro kosten und wäre zu 80 Prozent förderfähig. Die Idee dahinter: Jedes Dorf, jeder Ortsvorsteher, jeder Verein könnte die Anlage nutzen – zu Veranstaltungen, Sport- und Schulfesten oder für Informationen der Ortsvorsteher. Auch hier muss die Entscheidung noch abgewartet werden. Wegen der Aufarbeitung ihres Schadholzes hat die Stadt Bad Laasphe jüngst auch einen weiteren Antrag auf Gewährung von Zuwendungen des Landes und des Bundes gestellt.

Wie die Verwaltung in der Ratssitzung am Mittwoch mitteilte, seien die ersten Anträge über insgesamt 15 000 Euro Zuschuss für die Käferholz-Aufarbeitung schon positiv beschieden worden. Aktuell will die Stadt – über den Landesbetrieb Wald und Holz – nachlegen. In Kürze soll ein weiterer 15 000-Euro-Antrag folgen. Damit wäre die Höchstfördersumme von 30 000 Euro für einen Waldbesitzer pro Jahr erreicht.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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