Sanierung der B62
Bad Laasphe nimmt am Zukunftslabor „Update Deutschland“ teil

Für die B62 gibt es einige Wünsche in Bad Laasphe. Breitere Bürgersteige? Mehr Parkflächen? Ein Radweg? „Update Deutschland“ soll Ideen bringen.
  • Für die B62 gibt es einige Wünsche in Bad Laasphe. Breitere Bürgersteige? Mehr Parkflächen? Ein Radweg? „Update Deutschland“ soll Ideen bringen.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Bad Laasphe. Die Sanierung der Bundesstraße 62 ist eine der großen Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf die Stadt Bad Laasphe zukommt. Abgesehen von den Beeinträchtigungen, die mit der Baustelle für jeden einhergehen werden, gibt es auch bezüglich der Gestaltung der öffentlichen Randbereiche unterschiedliche Erwartungen, Ideen und Vorschläge. Breitere Bürgersteige? Mehr Parkflächen? Ein Radweg? Oder doch parkähnliche Flächen mit ausreichend Sitzmöglichkeiten und einer ansprechenden Gestaltung?

Für die B62 in Bad Laasphe soll die bestmögliche Lösung her

„Die Wünsche sind vielfältig und die Interessens- bzw. Erwartungslagen divergieren bzw. kollidieren zum Teil. Aufgrund unserer besonderen Topografie mit der Tallage und den baulichen Gegebenheiten rund um die B62 – Stichwort: parallel verlaufende Bahntrasse – haben wir leider nicht allzu große Gestaltungsspielräume“, erläutert Bürgermeister Dirk Terlinden.
„Alle Wünsche werden sich sicher nicht realisieren lassen. Trotzdem möchten wir natürlich die bestmögliche Optimierung der Randbereiche erreichen und damit auch eine möglichst breite Akzeptanz des Endergebnisses in der Bevölkerung.“ Doch wie kann die „bestmögliche Optimierung“ aussehen? Um innovative Antworten auf diese Frage zu finden, geht die Stadt Bad Laasphe neue Wege und macht jetzt mit bei „Update Deutschland“.

"Update Deutschland" als bundesweites Zukunftslabor

Das ist ein bundesweites Zukunftslabor, in dem Bürgerinnen und Bürger ko-kreativ mit Partnerinnen und Partnern aller föderalen Ebenen sowie mit Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Lösungen für die drängendsten Herausforderungen in Deutschland entwickeln können. Abgewickelt wird das Ganze über eine Online-Plattform. Jeder, der eine Herausforderung identifiziert hat, kann diese über ein webbasiertes Formular einreichen. Gleiches gilt auch für Lösungsansätze.
Bei einem öffentlichen „Match- und Hackathon“, einem digitalen 48-Stunden-Sprint vom 19. bis 21. März, werden die eingereichten Herausforderungen und Lösungen schließlich zusammengebracht. Begleitet von Moderatoren und Mentoren treffen alle Beteiligten in mehreren Handlungsfeldern digital aufeinander und arbeiten an bestehenden oder neuen Lösungen für die Herausforderungen. Anschließend geht es in die Realisierungsphase. In dieser werden ausgewählte Lösungen getestet, pilotiert und auch weiterentwickelt, um sie schlussendlich idealerweise in die breite Umsetzung zu bringen.
Die Idee dahinter lautet: Schwarmintelligenz nutzen und guten Ideen und Lösungen durch schnelles Testen zum Durchbruch verhelfen. Viele Kommunen, Organisationen oder Akteure stehen vor ähnlichen Schwierigkeiten und Problemstellungen. „Update Deutschland“ vernetzt sie, sodass sie gegenseitig von ihren Erfahrungen und Ideen profitieren können.

Gestaltung der B-62-Randbereiche in Bad Laasphe als lokale Herausforderung

Die Stadt Bad Laasphe hat mit der Frage nach der Gestaltung der B-62-Randbereiche eine lokale Herausforderung im Themenfeld „Mobilität und Verkehr“ eingereicht, wie die Verwaltung mitteilt. „Wir glauben, dass diese Frage wunderbar in das Zukunftslabor Update Deutschland passt“, findet Dirk Terlinden. „Die Sanierung der Straße ist im wahrsten Sinne des Wortes eine große Baustelle, vor der wir stehen. Viele andere Kommunen kennen diese Problematik. Wir sind davon überzeugt, dass die kollektive Intelligenz von ,Update Deutschland‘ dabei helfen kann, innovative und tragfähige Lösungen für unsere besondere lokale Herausforderung zu entwickeln.“ Der interdisziplinäre Austausch gebe oftmals nicht nur neue Impulse, sondern lasse auch ein fachübergreifendes Netzwerk entstehen, von dem alle Beteiligten nur profitieren könnten.
„Wir hoffen, durch dieses Netzwerk neue Perspektiven auf unsere Fragestellung zu gewinnen und möchten gleichzeitig unsere Prozesserfahrungen einbringen, um diese gegebenenfalls mit anderen zu teilen“, erklärt Dirk Terlinden die Motivation, bei dem Zukunftslabor mitzumachen. Er ist gespannt, welche innovativen Lösungsansätze das Kollektiv für die Bad Laaspher Herausforderung bereithält.
Gleichzeitig ermuntert er alle Bürger, sich ebenfalls an „Update Deutschland“ zu beteiligen. „Zur Lösung einer Herausforderung beitragen kann jeder – als Einzelperson, Verein, Start-up, Organisation oder Unternehmen. Und je mehr Lösungen wir für unsere Herausforderungen finden, desto besser“, sagt der Rathaus-Chef.

Pläne von Straßen NRW werden nicht tangiert

Die Pläne des Landesbetriebs Straßen NRW werden übrigens nicht tangiert, wie Dirk Terlinden verdeutlicht: „Hier geht es um die Gestaltung der Randbereiche, nicht um die Trasse selbst.“ Selbstredend werde man aber auch weiterhin mit Straßen NRW sowie allen weiteren Beteiligten und Betroffenen des Sanierungsprozesses im engen Austausch stehen.
Ebenso werden die beabsichtigten Bürgerbeteiligungen in Bad Laasphe durch „Update Deutschland“ nicht ersetzt, sondern sollen wie geplant stattfinden: „Das Zukunftslabor ist für uns ein zusätzliches Instrument, um Meinungen und Ideen zu dieser Thematik einzuholen.“

Wer mitmachen und an Lösungen für die eingereichten Herausforderungen arbeiten möchte (also auch für die Bad Laasphe), kann sich noch bis 18. März, 23.59 Uhr, über die Homepage www.updatedeutschland.org zu dem großen „Match- und Hackathon“ am kommenden Wochenende anmelden. Hier finden sich auch weitere Informationen zu dem Zukunftslabor und eine Übersicht über alle bisher eingereichten Herausforderungen.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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