Bad Laasphe soll mehr tun, umseinen Titel nicht zu verlieren

Kommunalpolitiker verlangen nach Konzepten und Visionen

Bad Laasphe. „Etwas anderes muss passieren, wenn diese Stadt den Titel Bad nicht verlieren soll”, sehr deutlich kommentierte jetzt im Laaspher Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Kultur der Feudinger Sozialdemokrat Heinrich Benfer den Bericht des Kurdirektors. Dabei hatte Dieter Lütke doch zuvor einige frohe Botschaften im Rathaus an den Mann und an die Frau gebracht. Nach den verheerenden Auswirkungen der dritten Gesundheitsreform-Stufe der alten Bundesregierung 1997, müsse inzwischen bei Rehabilitations-Maßnahmen wieder weniger zugezahlt werden. Das sei wohl nicht der einzige Grund, aber mittlerweile sei in den Lahnstadt-Kliniken eine „gewisse Steigerung” zu verzeichnen. Insgesamt sei das „tiefe Loch” 1997 wohl überstanden. Für 1999 sei mit rund 39500 Ankünften in Bad Laasphe ein Plus von 13 Prozent zu verzeichnen gewesen, die Zahl der Übernachtungen stieg sogar um 22,8 Prozent auf 186000. Eine Entwicklung, die nicht allein die Kliniken betreffe, denn auch die Hotels hätten um 12,7 Prozent zugelegt. Um rund ein Fünftel stieg die Zahl der Ausländer, wobei die Niederländer die größte Gruppe stellten. Im Augenblick stehe Bad Laasphe auf zwei gleich starken Beinen – Kur und Urlaub oder Tagung hielten sich als Gästebringer die Waage. Damit sei auch weiterhin eine Abhängigkeit von Kur und Rehabilitation gegeben. Diese seien zwar von außen durch vieles beeinflussbar, trotzdem solle man sich nicht von ihnen lösen. Ob dieser Nachrichten waren zwar alle froh, Christdemokratin Änni Schmidt drückte für die Darstellung genauso ihren Dank aus wie Heinrich Benfer und die Grüne Anne Bade. Doch insgesamt fehlte es dem Gremium an den Visionen für die Zukunft, wie es Heinrich Benfer in seinem Ausspruch sehr klar formulierte. Alle Ausführungen des Kurdirektors seien sehr passend für einen Luftkurort, doch wolle man nicht noch stärker den Anschluss an Bad Berleburg verlieren, müsse man sehr viel mehr tun. In diesem Zusammenhang fiel das schicke Wort „Destination”, das zukünftig wohl für Förderung aus Düsseldorf gut sein wird. Deshalb regte Anne Bade eine stärkere Zusammenarbeit der Lahnstadt-Kurverwaltung mit den beiden anderen Altkreis-Kommunen an. Der Name „Wittgenstein” müsse als Markenname sehr viel bekannter werden. Und Änni Schmidt forderte von der Kurverwaltung, eine „intensivere Zusammenarbeit” mit der Stadtmanagerin Evelyn Benner.JG

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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