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Mini-ZOB in Feudingen kommt
Bauausschuss gibt grünes Licht für die Buswende

Eine Sache von Minuten war am Donnerstagabend im Bad Laaspher Bauausschuss das Votum für den Bau der Busbucht in Feudingen. Zehn Mitglieder sprachen sich dafür aus, drei dagegen. Foto: Holger Weber
  • Eine Sache von Minuten war am Donnerstagabend im Bad Laaspher Bauausschuss das Votum für den Bau der Busbucht in Feudingen. Zehn Mitglieder sprachen sich dafür aus, drei dagegen. Foto: Holger Weber
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howe Bad Laasphe. Die Grünen-Fraktion versuchte am Donnerstagabend im Bad Laaspher Bau-, Umwelt- und Denkmalausschuss, den Feudinger „Park“ beim Bahnhof noch zu retten. Vergeblich: Am Ende votierte der Fachausschuss eindeutig mit 10 Ja-Stimmen bei 3 Nein-Stimmen für den Bau der lange Zeit umstrittenen und in den vergangenen Jahren hart diskutierten Busbucht. Zuvor stellte Grünen-Mitglied Peter Honig den Antrag, das Thema komplett von der Tagesordnung zu nehmen.

Dabei lieferten die Grünen eine gute Begründung: Denn die Stadt habe vor wenigen Stunden einen Antrag der Grünen abgelehnt, Landesfördermittel für die Museen zu generieren. Gefördert werden sollten zu 75 Prozent das Heimatmuseum Oberes Lahntal in Feudingen sowie das Industriemuseum in Niederlaasphe.

howe Bad Laasphe. Die Grünen-Fraktion versuchte am Donnerstagabend im Bad Laaspher Bau-, Umwelt- und Denkmalausschuss, den Feudinger „Park“ beim Bahnhof noch zu retten. Vergeblich: Am Ende votierte der Fachausschuss eindeutig mit 10 Ja-Stimmen bei 3 Nein-Stimmen für den Bau der lange Zeit umstrittenen und in den vergangenen Jahren hart diskutierten Busbucht. Zuvor stellte Grünen-Mitglied Peter Honig den Antrag, das Thema komplett von der Tagesordnung zu nehmen.

Dabei lieferten die Grünen eine gute Begründung: Denn die Stadt habe vor wenigen Stunden einen Antrag der Grünen abgelehnt, Landesfördermittel für die Museen zu generieren. Gefördert werden sollten zu 75 Prozent das Heimatmuseum Oberes Lahntal in Feudingen sowie das Industriemuseum in Niederlaasphe. „Hatte ich an die Stadt geschickt, da kam nichts“, verriet Anne Bade vor der Bauausschuss-Sitzung. Peter Honig wusste dann im Ausschuss zu berichten, dass die Stadt die Ablehnung mit den hohen Gewerbesteuereinbußen begründet habe. Die 25 Prozent Eigenanteil könne die Stadt Bad Laasphe schlicht und einfach nicht aufbringen. Für die Fraktion der Grünen war diese Aussage Anlass genug, Rückschlüsse zu ziehen: Wenn Eigenanteile wegen der finanziellen Lage der Stadt nicht mehr erbracht werden können, dann bitte auch nicht die 22.000 Euro Eigenmittel für die geförderte Busbucht. Nur Peter Honig stimmte für seinen Antrag, bei drei Enthaltungen sprachen sich alle anderen Bauausschuss-Mitglieder dagegen aus.

Was die Busbucht selbst betrifft, so erneuerte FDP-Chef Klaus Preis seine Haltung: „Wir sind dagegen. Der Bau einer Buswende an dieser Stelle ist nicht optimal.“ Günter Padt vom Zweckverband Personennahverkehr habe man überzeugen können, die Ratsmitglieder leider nicht. Klaus Preis wunderte sich, dass „nur“ 220.000 Euro für die komplette Maßnahme eingestellt worden seien. „Dazu gehören noch Grundstück, Planung, Bauleitung und vieles mehr. Und das soll alles da drin sein?“ Er frage sich, so der Freidemokrat, wer hier eventuelle Mehrkosten übernehme.

Marcus Winkeler von der Verwaltung hielt dem Ausschuss nochmal die 90-prozentige Förderung vor Augen. Sollte die Maßnahme überschritten werden, müsse man bei der Vergabe eventuell nochmal Kontakt mit dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe aufnehmen. Im Übrigen, so Marcus Winkeler, solle der Bau noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Klaus Preis mahnte, man solle dem durch die Corona-Krise arg gebeutelten Hotel nicht noch eine Baustelle vor die Nase setzen. Peter Honig sah die Verkehrssicherheit mit der Busbucht nicht gegeben. Ihm tue der Verlust „dieser schönen grünen Fläche leid“. Seines Erachtens nehme die Unzufriedenheit der Bürger in Bad Laasphe weiter zu. „Bad Laasphe hat ständig schlechte Noten“, besonders im Vergleich zu anderen Kommunen. „Das hat mit mangelnder Bürgerbeteiligung zu tun.“

Da solle sich die Verwaltung mal Gedanken machen. Marcus Winkeler brachte Verständnis für die Meinungen auf, stellte aber fest, dass er heute nichts Neues gehört habe. „Das ist eine Entscheidung Pest oder Cholera. Das habe ich an dieser Stelle schon mal gesagt.“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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