„Begehbar, keine Forststraße”

Naturpark-Verband sprach gestern über den Rothaarsteig

Bad Laasphe. Fast alle Wege führten gestern bei der Versammlung des Zweckverbands Naturpark Rothaargebirge in Bad Laasphe zum Rothaarsteig. Diplom-Geograph Dr.Harald Knoche erläuterte für das damit befasste Schmallenberger Projektbüro den derzeitigen Stand der Dinge. Erfreut hörten die Sauer- und Siegerländer sowie die Wittgensteiner, dass mittlerweile fast alle betroffenen Gebietskörperschaften – 23 Kommunen, sechs Landkreise – dem Rothaarsteigverein beigetreten sind, nur der Westerwaldkreis und die Frankenberger zögerten noch.

Trotzdem konnte Harald Knoche der Versammlung das Logo vorstellen, mit dem der Rothaarsteig künftig auf sich aufmerksam machen wird. Schwarz auf gelbem oder aber weiß auf rotem Grund wirbt ein künstlerisch geschwungenes „R” für den neuen Wanderweg. Wenn der geneigte Betrachter allerdings diesen Buchstaben erkennen kann, dann muss er den Aufkleber noch einmal um 90 Grad nach links drehen. So entsteht der Eindruck einer stilisierten Hügellandschaft und so möchte sich das optische Markenzeichen deutlich von dem des bekannten Bruders „Rennsteig” unterschieden. Mit diesem großen Vorbild und dem Rhein-Höhen-Weg wird der Rothaarsteig inzwischen bereits international vermarktet, wenn dessen offizielle Eröffnung auch noch mal verschoben werden musste. Diese ist nun laut Harald Knoche für Mai geplant, es müssen lediglich noch die Ehrengäste aus drei Bundesländern samt ihrer vollen Terminkalender koordiniert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es außerdem noch einiges mehr zu tun.

Der Hilchenbacher Wolfgang Ruth als Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung wies darauf hin, bei der offiziellen Eröffnung müsse der Weg zum einen begehbar, zum anderen gut ausgeschildert sein. Sei das zu diesem Zeitpunkt nicht gewährleistet, „dann ist der Rothaarsteig sofort weg”. Harald Knoche räumte ein, dass der Wanderpfad derzeit noch eine „Baustelle” sei, doch bis Mai habe man das alles im Griff.

Wobei der Wittgensteiner Grüne Albrecht Belz anmerkte, dass ihm ohnehin manche bestehende „schöne Pfütze” auf den Wegen des künftigen Rothaarsteigs aus umweltschützenden Erwägungen gut gefalle. Das fand auch Harald Knoche, der für den Rothaarsteig als „Weg der Sinne” die Umschreibung ausgab: „Begehbar, aber keine Forststraße.”JG

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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