Laaspher Schützenverein
Beitritt zum Westfälischen Schützenbund diskutiert

Heinz-Reinhard Schäfer (M.) erhielt die Ehrenschleife, die höchste Auszeichnung des Laaspher Schützenvereins. Einst trugen aktive Vorstände das Abzeichen, das heute als besondere Würdigung verliehen wird.
  • Heinz-Reinhard Schäfer (M.) erhielt die Ehrenschleife, die höchste Auszeichnung des Laaspher Schützenvereins. Einst trugen aktive Vorstände das Abzeichen, das heute als besondere Würdigung verliehen wird.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

schn Bad Laasphe. „Das wird kein Schnellschuss werden“, auf diese kurze Formel brachte Jens Kamm, stellv. Vorsitzender des Laaspher Schützenvereins, die Frage nach einem erneuten WSB-Beitritt seines Vereins. Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung am Samstagabend hatte Kamm das Thema aufgegriffen und verwies explizit auf die Berichterstattung in der Siegener Zeitung. Die Heimatzeitung hatte exklusiv berichtet, dass es in mehreren Vereinen der Region Bestrebungen gibt, eine Wiederaufnahme im Westfälischen Schützenbund (WSB) zu beantragen. „Wenn ich hier vorne etwas dazu sage, dann ist klar, dass wir der zweite Verein sind“, so Kamm.

Aktuelle Klasse halten oder neu anfangen?

Allerdings sei man aktuell nicht über das Stadium interessierter Thekengespräche hinaus. Die Laaspher Schützen wollen einen Fragenkatalog schreiben, der dann mit den heimischen Vertretern des Westfälischen Schützenbundes besprochen werden soll. So geht es zum Beispiel um die Frage, ob die Schützen der Schießsportgruppe die aktuelle Klasse halten dürfen oder wieder ganz unten anfangen müssen. Und natürlich geht es auch ums Geld. Ein Beitritt müsse sich letztlich auch finanziell rechnen, machte Dirk Schneider im Gespräch mit der Siegener Zeitung deutlich.
Er machte allerdings auch keinen Hehl daraus, dass der Verein derzeit von Fördermitteln abgeschnitten sei, die eine Mitgliedschaft im Landessportbund voraussetzten. So konnten sich die Schützen nicht für Mittel aus der Förderung „Modernen Sportstätte 2022“ bewerben. Die Frage, ob es ein Zurück in den WSB gibt, wird in der Lahnstadt nicht in der nächsten Zeit entschieden. Jens Kamm gab zu bedenken, dass 2024 das 175-jährige Vereinsbestehen ansteht und man sich im Vorstand erst einmal darauf konzentrieren wolle. „Ich denke, das wird ein bisschen was besonderes“, stapelte Jens Kamm tief.

Musikkorps der Bundeswehr verpflichten

Einige Eckdaten zum Jubiläum gab es schon: Der Festablauf wird nicht verändert, gefeiert werden soll wie bei jedem anderen Schützenfest auch. Allerdings rechnet man mit mehr Gastvereinen. Zusätzlich plant man mit einem Grünen Abend im Frühjahr und einem Großen Zapfenstreich zum Abschluss des Jubiläums. Dazu kam auch gleich noch eine gute Idee aus der Versammlung. Der Vorstand habe ja jetzt noch zwei Jahre Zeit, um ein Musikkorps der Bundeswehr zu verpflichten. Der Vorschlag wurde sofort aufgegriffen, eine solche Formation wäre ein echter Höhepunkt für das Jubiläum.
Um den gestiegenen Kosten und den finanziellen Anforderungen gerecht zu werden, beschlossen die Mitglieder eine Erhöhung des Jahresbeitrags für Erwachsene auf 50 Euro. Die Beiträge für Kinder und Jugendliche blieben unangetastet.
Der Sportbetrieb ist wieder akzeptabel angelaufen, die Verantwortlichen sind froh, dass sich die Verluste bei den aktiven Schützen in Grenzen halten. Sportleiterin Sabine Kamm vermeldete drei neue Schützinnen, „die mit Eifer bei der Sache sind“. So kann die Schießgruppe wieder mit zwei Mannschaften bei den Luftgewehr-Rundenwettkämpfen antreten, auf Kreis- und Bezirksebene.

Ehrenschleife für Heinz-Reinhard Schäfer

Mit der Ehrenschleife des Vereins ging eine ganz besondere Ehrung an Heinz-Reinhard Schäfer. Für seine Jahrzehnte in verantwortlicher Position, unter anderem als Vorsitzender, wurde er mit der höchsten Auszeichnung des Vereins bedacht. Die Schleife wurde früher von aktiven Vorstandsmitgliedern als Erkennungszeichen getragen und dient heute als besondere Auszeichnung.
Da der Laaspher Schützenverein kein WSB-Mitglied ist, ist auch der Weg zu dessen Ehrungen versperrt. Geschäftsführer Ingo Wagner schlug den versammelten Mitgliedern daher eine neue Ehrung vor – ein Ehrenkreuz, das in den drei Stufen Bronze, Silber und Gold verliehen werden soll. Jede Ehrung muss zwischen Vorstand und Ehrenrat abgestimmt werden, so der Vorschlag. Die Versammlung folgte dem Ansinnen des Vorstandes einstimmig.
Beinahe einstimmig wurde der Vorsitzende Michael Wamich in seinem Amt bestätigt, in Abwesenheit. Er erholte sich am Samstag im Krankenhaus von einer Operation. Der Rest des Vorstands wurde in Anwesenheit und einstimmig bestätigt. Ein Teil, alle Vorstandsmitglieder aus der zweiten Reihe, wird sich schon in wenigen Monaten wieder zur Wahl stellen, damit der Verein wieder in seinen gewohnten Wahlturnus hinein kommt.

Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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