Beleuchtetes Schloss als Visitenkarte

Weitere Probeanstrahlungen geplant: Laaspher Bürgeraktionsgemeinschaft hofft auf Spenden

sz Bad Laasphe. Hoch über Bad Laasphe thront Schloss Wittgenstein. Lange Zeit war es allenfalls im Winter, wenn die Bäume ihr Laub verloren hatten, auch von der Stadt aus zu sehen. Dies änderte sich in jüngster Zeit entscheidend, wurden doch am Schloss Bäume gefällt (Siegener Zeitung berichtete). Von diesem Zeitpunkt an hieß es immer wieder: »Schau mal da ist unser Schloss, jetzt ist es endlich auch aus dem Dornröschenschlaf erwacht und es präsentiert sich ganz toll.« Auch Mitgliedern der Bürgeraktionsgemeinschaft »Schöne Altstadt« (BAG) fiel diese positive Veränderung schnell ins Auge. Die BAG als gemeinnütziger Verein hatte gemäß ihrer Vorgaben – an erster Stelle Wohnumfeldverbesserungen und Denkmalpflege – bereits das Ehrenmal am Steinchen restauriert und alle Anliegerkosten für die Pflasterung der Altstadtstraßen übernommen. An vielen historischen Gebäuden installierten die Lahnstädter 27 Bronzetafeln mit entsprechenden Erklärungen und fassten sie zu einem geschichtlichen Rundgang zusammen.

Die BAG baute auch den Altstadtbrunnen in der Mitte der Königstraße, schaffte die schönen Hinweisschilder für die Altstadt an und half mit einer Finanzspritze dem Residenz-Kino auf die Sprünge. Auch die mittlerweile über 100 Aussichts- und Ruhebänke in und um die Stadt Bad Laasphe wurden durch die BAG gefördert. Damit lag es fast nahe, auch am Schloss Hand anzulegen. Waren es früher die Bäume, die die Sicht auf das Schloss behinderten, ist es bei Abend immer noch die Dunkelheit. »Licht muss her« – lautete daher die Devise. Bad Laasphe solle eine abendliche Visitenkarte erhalten. Diskussionen gingen über in Planungen und mündeten in Verhandlungen, teilte die BAG gestern in einer Pressenotiz mit. Die Schloss-Familie Kämmerling war bald gewonnnen, eine Probebeleuchtung mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr weckte Begeisterung. So weit, so gut. Als Problem stellte sich – nicht überraschend – die Finanzierung dar. »So muss sich die BAG allein auf sich gestellt selbst weit aus dem Fenster lehnen«, erklärte der Vorstand gestern.

Ein sehr mutiger Vorstandsbeschluss schaffte die Grundlage für das Projekt. 15000 e, erwirtschaftet von den Mitgliedern durch Bewirtung bei zahlreichen Festen und Märkten, sollen die Anschubfinanzierung und zugleich zwei Drittel des Projektes sichern. BAG-Vorsitzender Waldemar Georg ist sich mit seinem Vorstand einig, dass die Bevölkerung hinter dieser Idee steht und auch mit finanziert. Die Gesamtkosten dieses Vorhabens, durch die vorliegenden Kostenvoranschläge belegt, belaufen sich auf rund 23000 e, allerdings ohne die jährlichen Strom- und Unterhaltungskosten.

Weitere Probeanstrahlungen, noch provisorischer Art, werden aus Anlass der Bad Laaspher Weihnachtsmärkte am Samstag und Sonntag, 2. und 3. Dezember (Bad Laasphe Wilhelmsplatz) sowie am Freitag, 8. Dezember (Schloss Wittgenstein) durchgeführt. Anlässlich des Weihnachtsmarktes am Haus des Gastes sind auch die BAG-Mitglieder mit Speisen und Getränken vertreten. Die Aktiven hoffen auf regen Zuspruch und finanzielle Aufmunterung. Für spontane Geber steht eine Spendenbox bereit. Auch durch den Ansichtskartenverkauf der Probeanstrahlung vom Juni 2006 können alle Besucher die Idee unterstützen.

Spendenkonten sind eingerichtet bei der Sparkasse Wittgenstein (Kontonummer 234690, Bankleitzahl 46053480) und der Volksbank Mittelhessen in Bad Laasphe (Kontonummer 21983101, Bankleitzahl 51390000). Die BAG ist als gemeinnützig anerkannt und wird allen Spendern eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt ausstellen. »Ob ein kleines Scherflein oder eine größere Zuwendung, alles kann dazu beitragen, dass Bad Laasphe vielleicht schon im nächsten Frühjahr als abendliche Visitenkarte sein beleuchtetes Schloss präsentieren kann«, heißt es in der Erklärung der BAG abschließend.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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