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Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Benefizkonzert für die alte Synagoge in Bad Laasphe

Laaspher Musik aus drei Generationen: Friedhelm Nicklaus ist ein absoluter Vollblut-Musiker, der zum Konzert-Team am 21. März dazugehört.
  • Laaspher Musik aus drei Generationen: Friedhelm Nicklaus ist ein absoluter Vollblut-Musiker, der zum Konzert-Team am 21. März dazugehört.
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  • hochgeladen von Holger Weber (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Als die Nachricht kam, war die Freude groß. Der Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit unterzeichnete den Vertrag und darf die alte Synagoge nun sein Eigen nennen. Damit erfüllte sich der Zusammenschluss einen langen Traum - irgendwann einmal das geschichtsträchtige Gebäude zu erwerben und es mit ganz viel Leben füllen.

Eigentlich schon seit der Gründung des Bad Laaspher Freundeskreises in 1991 verfolgte der „Verein“ den Gedanken, im Gebäude der ehemaligen Synagoge in der Mauerstraße eine Erinnerungs- und Begegnungsstätte einzurichten. Im Januar vorigen Jahres dann trocknete die Tinte unter dem Vertragswerk. Damit startete zugleich ein besonderes Projekt.

howe Bad Laasphe. Als die Nachricht kam, war die Freude groß. Der Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit unterzeichnete den Vertrag und darf die alte Synagoge nun sein Eigen nennen. Damit erfüllte sich der Zusammenschluss einen langen Traum - irgendwann einmal das geschichtsträchtige Gebäude zu erwerben und es mit ganz viel Leben füllen.

Eigentlich schon seit der Gründung des Bad Laaspher Freundeskreises in 1991 verfolgte der „Verein“ den Gedanken, im Gebäude der ehemaligen Synagoge in der Mauerstraße eine Erinnerungs- und Begegnungsstätte einzurichten. Im Januar vorigen Jahres dann trocknete die Tinte unter dem Vertragswerk. Damit startete zugleich ein besonderes Projekt. Ziel des Freundeskreises ist es, an das jüdische Leben und die jüdische Kultur in Laasphe zu erinnern. Unter anderem soll eine Dauerausstellung die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft würdigen. Im Obergeschoss, wo früher die Judenschule untergebracht war, soll in Zukunft ein Ort des Lernens entstehen.

Hier sollen die Besucher erfahren, welches Schicksal den vom Nazi-Terror verfolgten Menschen widerfahren ist. Den Betsaal will der Freundeskreis für kulturelle Veranstaltungen nutzen. Dort, wo einst die jüdische Gemeinde Laasphe ihre Gottesdienste feierte, sollen Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und Vorträge, Gedenkveranstaltungen und Begegnungen stattfinden. Zuletzt hatte der Freundeskreis bereits die ersten Veranstaltungen durchgeführt – sozusagen im Rohbau und vor dem Hintergrund, das Projekt „Alte Synagoge“ schon von Beginn an transparent in die Öffentlichkeit zu bringen.

Am Samstag, 21. März, erfolgt nun ein weiterer kultureller Höhepunkt. dann nämlich präsentieren der Kulturring Bad Laasphe und der Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit ein Benefizkonzert zugunsten der alten Synagoge. „Damit wollen wir ein Zeichen zum Wiederaufbau setzen“, sagt Otto Düsberg, der gleich in beiden „Vereinen“ engagiert ist. Drei Generationen namhafter Musiker aus dem Heimatort Bad Laasphe geben ein besonderes Konzert - und das mitten in der Synagoge, einem Ort der Erinnerung und des Lernens, der zugleich kulturelles Zentrum der Stadt werden soll. Als die Organisatoren der Benefizveranstaltung bei den Musikern nachfragte, sagten die ohne Zögern zu. Das Angebot, den Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit diesem wirklich außergewöhnlichen und wahrscheinlich einzigartigen Benefizkonzert zu unterstützen, nahmen die Musiker dankbar an.

Sie sind alle wohl bekannt: Volker Ilgen ist Gitarrist, Komponist, Produzent und Dozent. Julia Makara, eine Schülerin von Harald Schmidt, hat ihr Können am Klavier schon bei manchen Gelegenheiten unter Beweis gestellt. Friedhelm Nicklaus ist ein Vollblut-Musiker, der seine Stadt Bad Laasphe schon mit so manchen Klängen am Klavier oder an der Orgel bereichert hat. Mareike Schäfer (Gesang und Klavier) kennt man nicht nur als Jugendpflegerin im Haus der Jugend. Sie studierte Jazz- und Popmusik in den Fächern Gesang und Klavier. Harald Schmidt hat zum Beispiel die Gedenkstunde zur Pogromnacht, die jedes Jahr vom Freundeskreis veranstaltet wird, mehrfach musikalisch mitgestaltet. Roland Wenzel ist als Arzt tätig und spielt den Bass. André Sebastian Wickel ist freiberuflicher Pianist und Klavierpädagoge. Marcus Wickel arbeitet unter anderem als freier Schlagzeuger und spielt mit bekannten Künstlern und Bands. Lina Florentina Schneider ist nicht nur erfolgreiche Mathematik-Olympionikin, die Schülerin glänzt auch am Klavier.

Das Konzert beginnt am 21. März um 20 Uhr im Haus des Gastes in Bad Laasphe. Der Eintritt ist frei, es freuen sich jedoch alle über eine Spende für den Aufbau des Kultur- und Begegnungszentrums in der alten Synagoge. Die Bad Laaspher Künstler kommen übrigens für den Abend aus der ganzen Bundesrepublik zusammen. Nach intensiver Vorbereitung freuen sie sich auf einen „wunderbaren Mix klassischer Werke sowie Jazz-Standards“, heißt es im Programm des Kulturrings.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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