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Zukunftswerkstatt in Bad Laasphe
Bergab mit den Bikes ins Tal fahren

Die jungen Teilnehmer der Zukunftswerkstatt stellten ihre Ideen an Ort und Stelle vor. „Ich habe den Eindruck, dass sich alle Jugendlichen hier in Bad Laasphe wohlfühlen“, fand Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann.
  • Die jungen Teilnehmer der Zukunftswerkstatt stellten ihre Ideen an Ort und Stelle vor. „Ich habe den Eindruck, dass sich alle Jugendlichen hier in Bad Laasphe wohlfühlen“, fand Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann.
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  • hochgeladen von Holger Weber (Redakteur)

howe Bad Laasphe. Zwischen den beiden Glasschiebetüren im Bad Laaspher Rathaus lagen sie am Montagabend herum – die Fahrräder und Bikes der Jugendlichen. Für Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Fachbereichsleiter Volker Kohlberger war das ein sehr gutes Zeichen. Denn damit stand fest, dass im oberen Foyer vor dem Ratssaal intensiv gearbeitet wurde. Im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) des Kreises Siegen-Wittgenstein führte Anja Mertens vom Kreisjugendring in Zusammenarbeit mit Mareike Schäfer vom Haus der Jugend eine Zukunftswerkstatt durch.

Frei nach dem Motto: Sagt ihr Kinder und Jugendlichen uns mal, was ihr in eurer Stadt gerne so hättet und wir finden dann gemeinsam heraus, ob und wie es eine Möglichkeit der Realisierung gibt.

howe Bad Laasphe. Zwischen den beiden Glasschiebetüren im Bad Laaspher Rathaus lagen sie am Montagabend herum – die Fahrräder und Bikes der Jugendlichen. Für Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Fachbereichsleiter Volker Kohlberger war das ein sehr gutes Zeichen. Denn damit stand fest, dass im oberen Foyer vor dem Ratssaal intensiv gearbeitet wurde. Im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) des Kreises Siegen-Wittgenstein führte Anja Mertens vom Kreisjugendring in Zusammenarbeit mit Mareike Schäfer vom Haus der Jugend eine Zukunftswerkstatt durch.

Frei nach dem Motto: Sagt ihr Kinder und Jugendlichen uns mal, was ihr in eurer Stadt gerne so hättet und wir finden dann gemeinsam heraus, ob und wie es eine Möglichkeit der Realisierung gibt. Zwei Gruppen kristallisierten sich nach der ersten Phase des Ideen- und Vorschläge-Sammelns heraus. Und die ergaben sich aus den unterschiedlichen Altersstrukturen. Denn einerseits kamen gut zwölf Jugendliche und junge Leute ins Rathaus, andererseits meldeten sich nochmal zehn Kinder und etwas Jüngere zu Wort.

Hier entwickelten sich schnell auch die jeweiligen Interessen: Die Älteren favorisieren einen chilligen Treffpunkt, etwas fernab der Innenstadt, am besten im Kurpark. Die Jüngeren hätten gerne eine Downhill-Strecke, einen Dirt-Bike-Park oder ähnliches. Konkrete Ideen formulierten beide Gruppen. Die Großen zeichneten auf dem überdimensionalen Bogen Papier ihren Pavillon mit chinesischem Dach auf, einen Tisch mit Bänken, Mülleimer an der Seite und ein Basketballkorb für die sportliche Betätigung.

„Es gibt keine coolen Sitzmöglichkeiten mit Dach überm Kopf“, erläuterte einer. Im Kurpark treffe man sich gerne und da wolle man auch für sich sein. Im gleichen Atemzug stellten die Kleinen fest, dass sie genau an dieser Örtlichkeit gar kein Interesse zeigten. Der sei für die Älteren reserviert. Für sie sei wichtig, sich zu bewegen, am liebsten mit den Fahrrädern und Bikes. Auch der Bolzplatz in der Wallachei werde genutzt, jedoch fehlten hier an den Toren die Netze. „Der Platz müsste auch mal öfters gemäht werden“, warf einer ein. Große Ansprüche stellten die jungen Leute am Montagabend nicht. Treffpunkte zum Zurückziehen und die sportlichen Betätigungen standen im Mittelpunkt.

Und mit genau diesen Vorstellungen und Zielsetzungen machten sich die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt frisch ans Werk. Konzentriert arbeiteten sie gemeinsam mit Anja Mertens und Mareike Schäfer an ihren Wünschen, die sie gerne realisieren würden. Drei Schritte brachten die Mädchen und Jungen zu ihren Zielen: erst einmal sammeln und überlegen, dann einen konkreten Plan schmieden – oder besser: malen – und zum Schluss im optimalen Fall mit Bürgermeister und Fachbereichsleiter eine Verabredung treffen und schauen, wie das Projekt umzusetzen ist. Dr. Torsten Spillmann und Volker Kohlberger staunten nicht schlecht und signalisierten recht rasch, dass hier sicher nichts Utopisches vorgestellt wurde.

Die Jüngeren beeindruckten mit der Präsentation ihrer Downhill-Strecke. Sie malten zwei Strecken den Berg hinunter auf, immer wieder begleitet von Steilkurven, Rampen und Buchten. Eine Hütte zum Sitzen mit Tisch und Bänken wäre nicht schlecht. Und für den Sommer machte sich eine Feuerschale ganz gut Mülleimer dürften natürlich nicht fehlen. Anja Mertens verriet, dass es so etwas in ähnlicher Weise schon am Wellersberg in Siegen gibt.

„Ich habe den Eindruck, dass sich alle Jugendlichen hier in Bad Laasphe wohlfühlen“, teilte sie Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann mit. Niemand habe über die Stadt gemeckert, die Vorstellungen für Verbesserungen seien relativ konkret. Auch die Älteren stellten ihr Projekt von der Umgestaltung des Kurparks vor. Und da darf der Pavillon mit Sitzgelegenheiten natürlich nicht fehlen.

Beide Gruppen signalisierten, sich aktiv einbringen zu wollen. Und Volker Kohlberger verriet, dass man sich darum bemühen werden, finanzielle Mittel zu generieren, indem man Fördertöpfe wie LEADER in Betracht ziehe. Die jungen Leute jedenfalls dürften aus der Zukunftswerkstatt eine Menge mitgenommen haben – etwa die wichtige Erkenntnis, dass sie ernst genommen werden und dass sie durchaus aktiv an der Gestaltung und der Verbesserung der Lebensbedingungen in der Stadt mitwirken dürfen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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