Nach 15 Jahren ist Schluss
"Blütenzauber Schuppert" in Bad Laasphe schließt

Anita Schuppert schließt Ende Juni ihren Blumenladen „Blütenzauber Schuppert“ und tritt nach 15 Jahren Selbstständigkeit ihren wohlverdienten Ruhestand an.
  • Anita Schuppert schließt Ende Juni ihren Blumenladen „Blütenzauber Schuppert“ und tritt nach 15 Jahren Selbstständigkeit ihren wohlverdienten Ruhestand an.
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ako Bad Laasphe. Für viele Stammkunden wird es keine erfreuliche Nachricht gewesen sein – doch die Entscheidung steht schon seit Längerem fest. Nach über 15 Jahren schließt Anita Schuppert ihren Blumenladen „Blütenzauber Schuppert“ in der Bad Laaspher Innenstadt. Aus Altersgründen hat sich die Inhaberin dazu entschieden, nun ihren verdienten Ruhestand anzutreten. Einen Nachfolger für das Geschäft an der Königstraße gibt es nicht.

Die Königstraße musste es sein

„15 Jahre sind doch eine gute Zeit“, sagt Anita Schuppert. Im Gespräch mit der Siegener Zeitung erinnert sich die Inhaberin noch einmal zurück an die Anfänge. Ihr kleines Blumengeschäft hatte sie am 19. März 2006 eröffnet. „Ich hatte damals zusammen mit meinem Mann entschieden, dass ich mich selbstständig mache“, berichtet die 61-Jährige, die gebürtig aus Volkholz stammt. Als Standort für einen eigenen Laden sei von Beginn an nur die Bad Laaspher Königstraße infrage gekommen: „Die Altstadt lag mir schon immer sehr am Herzen“, betont Anita Schuppert, die gemeinsam mit ihrem 62 Jahre alten Ehemann Ralf selbst im Zentrum von Bad Laasphe wohnt: „Wir wohnen gleich um die Ecke.“

Keinen Nachfolger für "Blütenzauber" gefunden

Dass sich bis zuletzt niemand dazu bereit erklärt hat, ihr Geschäft zu übernehmen, stimmt Anita Schuppert traurig: „Ich habe leider keinen Nachfolger gefunden. Zu Corona-Zeiten ist das auch schwierig. Wer will sich jetzt gerade selbstständig machen?“ In der Fußgängerzone der Lahnstadt wird es in der Folge einen weiteren Leerstand geben: „Für die Königstraße ist es sehr schade, da gibt es jetzt wieder eine neue Lücke. Deshalb wäre es sehr schön gewesen, wenn ich jemanden gefunden hätte.“
Die Corona-Krise habe Anita Schuppert in den vergangenen Geschäfts-Monaten zwar „gespürt“, die Pandemie selbst sei aber nicht der Grund gewesen, warum die Inhaberin ihr Blumengeschäft „Blütenzauber“ jetzt aufgibt: „Ich habe mich bereits im Jahr 2020 dazu entschieden. Ich habe in den letzten Jahren immer nur gearbeitet. Jetzt werde ich 62 und habe die Rente fest im Blick. Ab einem gewissen Alter muss man sich auch mal die Ruhe antun.“

Viel Kontakt über Trauer- und Hochzeitsfeiern

Die Kunden von „Blütenzauber Schuppert“ hätten die Nachricht von der Schließung mit gemischten Gefühlen aufgenommen: „Meine Stammkunden, die wirklich seit 15 Jahren zu mir kommen, gönnen mir, dass ich jetzt aufhöre. Viele finden es aber auch sehr schade“, betont Anita Schuppert, die durch ihren „Fulltime-Job“ zahlreiche Menschen kennengelernt hat – und das nicht nur beim täglichen Ladenverkauf.
Denn Blumen sind ein wichtiger Bestandteil von Hochzeitsfeiern und in der Trauerkultur. Besonders bei Beerdigungen werden Blumengestecke gerne als Sarg- oder Grabbeigabe verwendet: „Für mich war das eine Ehre und ein Zeichen von Vertrauen, Hochzeiten und Trauerfeiern zu begleiten. So konnte ich auch die Menschen ein Stück begleiten“, sagt Anita Schuppert. Ihre Arbeit habe sie dabei immer „gerne“ gemacht: „Es war damals die richtige Entscheidung, den Laden zu eröffnen und mich selbstständig zu machen. Ich würde es jederzeit wieder tun.“

Vorfreude auf Normalität

Nun freut sich Anita Schuppert aber darauf, mehr Freizeit zu haben – und in naher Zukunft auch mal länger Urlaub zu machen: „Den Ruhestand will ich ganz blindlings angehen.“ Die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann, ihren beiden – mittlerweile erwachsenen – Kindern sowie Freunden möchte die 61-Jährige demnächst in den Vordergrund stellen: „Ein bisschen Normalität, darauf freue ich mich besonders.“
Wer noch mal im Geschäft „Blütenzauber Schuppert“ in der Bad Laaspher Innenstadt vorbeischauen möchte, hat noch bis einschließlich Mittwoch, 30. Juni, Zeit dazu. Anita Schuppert: „Das ist der letzte Tag. Dankeschön an alle, die mich über die Jahre so treu unterstützt haben.“

Autor:

Alexander Kollek

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