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Wasserwerk Bad Laasphe erhöht Gebühren
Bürger zahlen für WKW-Rückzug

Die Wasserverbrauchsgebühren in Bad Laasphe werden erhöht.

howe Bad Laasphe. Da musste man doch am Mittwochabend im Bad Laaspher Betriebsausschuss staunen. Nicht nur ob der grundsätzlich positiven Bilanz des Wasserwerks, die Geschäftsführer Sandro Dietrich dem Gremium darlegte, sondern wegen der Begründung für die Erhöhung der Verbrauchsgebühren und der Kanalbenutzungsgebühren.Da schlagen zum einen rund 38.000 Euro Verluste aus den Jahren 2017 und 2018 durch, zum anderen führte Sandro Dietrich den angekündigten Rückzug der Banfer Firma WKW an. Was die mit höheren Gebühren zu tun hat? Ganz einfach: „Wir verlieren 6 Prozent unserer Verkaufsmenge“, führte Sandro Dietrich dem Betriebsausschuss die Dimension vor Augen, dass die Firma WKW ihren Standort Banfe aufgeben will. Denn das Unternehmen sei für das Wasserwerk „der beste Kunde“ gewesen.

howe Bad Laasphe. Da musste man doch am Mittwochabend im Bad Laaspher Betriebsausschuss staunen. Nicht nur ob der grundsätzlich positiven Bilanz des Wasserwerks, die Geschäftsführer Sandro Dietrich dem Gremium darlegte, sondern wegen der Begründung für die Erhöhung der Verbrauchsgebühren und der Kanalbenutzungsgebühren.Da schlagen zum einen rund 38.000 Euro Verluste aus den Jahren 2017 und 2018 durch, zum anderen führte Sandro Dietrich den angekündigten Rückzug der Banfer Firma WKW an. Was die mit höheren Gebühren zu tun hat? Ganz einfach: „Wir verlieren 6 Prozent unserer Verkaufsmenge“, führte Sandro Dietrich dem Betriebsausschuss die Dimension vor Augen, dass die Firma WKW ihren Standort Banfe aufgeben will. Denn das Unternehmen sei für das Wasserwerk „der beste Kunde“ gewesen. Insofern wirke sich das auch auf die Gebührenkalkulation aus. Hier will die Stadt Bad Laasphe nämlich einiges draufsatteln.

Wassergebühren steigen auf 1,55 Euro

So erhöhen sich die Wasserverbrauchsgebühren von 1,50 Euro im Vorjahr auf 1,55 Euro. „Wir liegen 5 Cent höher, um ein Polster für die Tilgung des Verlustes anzulegen“, so die Begründung.
Die Kanalbenutzungsgebühren für Schmutzwasser erhöhen sich sogar um 11 Cent von 2,86 im Vorjahr auf 2,97 Euro. Hier soll die Aufgabe des WKW-Standorts und somit der Verlust des größten Wasserkäufers kompensiert werden. Im Klartext: Die Allgemeinheit kommt bei der Gebührenkalkulation dafür auf, dass sich ein Unternehmen verabschiedet. Immerhin: Das Wasserwerk hat gut gewirtschaftet. Spannend ist die Erkenntnis aus den Vierteljahresberichten, dass der Wassereinkauf im Jahresverlauf „recht hoch“ war. Sandro Dietrich führte neben dem erneut sehr trockenen Sommer die Corona-Krise an.
Denn weil die Bürger nicht mehr in den Urlaub fahren konnten, habe offensichtlich nahezu jeder zweite Haushalt seinen Pool im Garten gefüllt. „Vielleicht liegt es auch am häufigen Händewaschen“, so der Chef des Wasserwerks. Möglich sei sicher auch, dass man Verluste im Netz zu verzeichnen habe. Im Laufe der Jahre sei das Steuerkabel beschädigt worden, es müsse im Hochbehälter dringend erneuert werden. Was die Bilanzen anbetrifft, „liegen wir überall gut im Rennen im Erfolgsplan“, berichtete Sandro Dietrich. Ein positives Jahresergebnis sei anscheinend erreichbar. „Wir müssen aber den Verlust aus 2018 noch ausgleichen.“

Wasserwerk erwirtschaftet Überschuss

Beim Blick ins Zahlenwerk fällt auf: Das Wasserwerk kann sogar einen Überschuss erwirtschaften, der muss allerdings umgehend zur Tilgung der Altlasten verwendet werden. Weil eine Unterdeckung innerhalb von vier Jahren ausgeglichen werden müsse, schilderte Sandro Dietrich, sei man nun gezwungen, für 2021 ein Polster einzuplanen. Auch bei der Finanzplanung 2020 bis 2025 zeigt sich das gute Wirtschaften des Wasserwerks. Auf jeden Fall steht die Sanierung des Hochbehälters in Bermershausen noch an. „Die schieben wir schon lange vor uns her“, hieß es.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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