BürgerBus fährt frisch getaktet zu Zug, Lidl und Aldi

Laaspher stellten gestern neuen, optimierten Fahrplan vor

JG Bad Laasphe. »Wenn wir nach Niederlaasphe und Puderbach fuhren, kamen uns die Züge entgegen«, erinnerten sich gestern Morgen die beiden Laaspher BürgerBus-Fahrer Georg Gücker und Karl-Heinz Heitmann. Und das war für den ehemaligen Pfarrer Karl-Heinz Heitmann Grund genug, den BürgerBus-Fahrplan noch mal zu optimieren. Gestern wurden die Neuerungen in einem Pressegespräch vorgestellt, die ab Montag, 15.Dezember, gültig sind. Der neue leuchtend gelbe Plan im handlichen Format liegt bereits im Rathaus und im Haus des Gastes sowie bei vielen Ärzten und im Einzelhandel der Lahnstadt aus. Die wichtigste Änderung dabei: Die Busse fahren jetzt über den Daumen zehn bis zwölf Minuten später. Damit wird sicher gestellt, dass der BürgerBus nun Reisende pünktlich zur Abfahrt zum Bahnhof bringt und ankommende Zugreisende in den BürgerBus einsteigen können, um sich nach Puderbach, Niederlaasphe oder in die Schlossberg-Klinik fahren zu lassen. Eine zweite wichtige Neuerung: Die Linie 3 chauffiert ihre Fahrgäste nun direkt zum Lidl und zum Aldi in die Stockwiese.

Das passiert vor- und nachmittags im Stundentakt, auf den der Plan vor rund einem Jahr komplett umgestellt worden ist. Und das passiert von montags bis freitags an allen Werktagen, denn dann ist der Laaspher Bus unterwegs. In diesem Schema sind Heiligabend und Silvester halbe Werktage, am 24. und 31. Dezember verkehren die Busse lediglich vormittags.

Die rund ein Jahr lang erprobte Schleife des Busses in die Buchwiesenstraße rentierte sich nicht, deshalb wird diese Bushaltestelle ab Mitte des Monats nicht mehr angesteuert. Die beiden Haltestellen am Laaspher Birkenstrauch wurden auseinandergezogen, eine trägt nun den Namen »Obere Rote Hardt«. In Puderbach gab es auch kleinere Veränderungen betreffend der Haltestellen, der Bus spart sich künftig einiges an Steigung und Hakenschlagen und fährt nicht mehr durch die Berliner Straße. Die neue Zusteigemöglichkeit ist hier an der Ecke Königsberger Straße/Lahn-Eder-Straße. Die kontinuierliche Verbesserung des Angebots bescherte den Laasphern inzwischen durchschnittlich 44 Fahrgäste pro Tag, also rund 1000 im Monat. Zwei Drittel der Mitfahrer sind Frauen, in der Regel sind es ältere Menschen, die dank des BürgerBusses keine schweren Einkaufstaschen mehr quer durch die Lahnstadt schleppen müssen. Besonders beliebt ist der Bus am Mittwoch, wenn auf dem Wilhelmsplatz Wochenmarkt ist. Während der gesamten Woche erfreut sich der BürgerBus großer Beliebtheit als Friedhofs-Zubringer, bequem erreichen die Laaspher mit Hacke und Gießkanne den Gottesacker, um bei den Gräbern nach dem Rechten zu sehen.

Insgesamt 16 Fahrer sind es, sie sich freiwillig in diesen ehrenamtlichen Dienst stellen – auch sie oftmals schon Rentner. Und wenn sich bei der Weihnachtsfeier am vergangenen Wochenende auch zwei neue Fahrer vorstellten, so könnten die Laaspher doch noch einige weitere Lenker gebrauchen. Grundvoraussetzung ist ein normaler Autoführerschein, die Kosten für alle weiteren, notwendigen Gesundheitschecks und die Anschaffung eines neuen EU-Führerscheins trägt der Laaspher BürgerBus-Verein, wenn sich ein Interessierter meldet, um zwei- oder dreimal im Monat den Bus zu fahren. Nachfragen kann jeder Interessierte bei Georg Gücker unter Tel. (02752) 7465 oder Arno Vomhof unter Tel. (02752) 1500. Mitfahren kann übrigens auch jeder. Entgegen anderslautender Gerüchte muss man weder BürgerBus-Vereinsmitglied noch Rentner sein, um sich durch die Lahnstadt, nach Puderbach oder nach Niederlaasphe fahren zu lassen.

Nachdem sich die ganze Sache in den vergangenen zweieinhalb Jahren in Bad Laasphe sehr gut bewährt hat, möchte Achim Walder als Vorsitzender des Laaspher Vereins nun mit dem Kreis Siegen Wittgenstein auch in den beiden anderen Wittgensteiner Kommunen Werbung für die Idee machen, damit vielleicht künftig in Erndtebrück oder Bad Berleburg ebenfalls ein BürgerBus fährt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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