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Wasserwerk Bad Laasphe
Christoph Homrighausen und Jörg Schmidt als Zwei-Mann-Kolonne

Die Zwei-Mann-Kolonne des städtischen Wasserwerks Bad Laasphe, im Bild Christoph Homrighausen (l.) und Jörg Schmidt, arbeitet seit einem Jahr. Schon jetzt hat sich das Modell als voller Erfolg herausgestellt.
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  • Die Zwei-Mann-Kolonne des städtischen Wasserwerks Bad Laasphe, im Bild Christoph Homrighausen (l.) und Jörg Schmidt, arbeitet seit einem Jahr. Schon jetzt hat sich das Modell als voller Erfolg herausgestellt.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

howe Banfe. Die Sache rechnet sich und entpuppt sich bereits nach einem Jahr als Erfolgsmodell: Die Rede ist von der eigens für das Bad Laaspher Wasserwerk eingerichteten Reparaturkolonne. Das sind Jörg Schmidt aus Niederlaasphe und Christoph Homrighausen aus Oberndorf, die seit April 2020 beim Wasserwerk der Stadt eingestellt und für die unterschiedlichen Bau- und Reparaturmaßnahmen im Stadtgebiet zuständig sind. „Fachlich und menschlich einwandfreie Jungs“, wie Wasserwerk-Geschäftsführer Sandro Dietrich im SZ-Gespräch an der aktuellen Baustelle im Friedenfeld in Banfe feststellt. Dass es den Männern in ihrem neuen Einsatzfeld gefällt, machen sie deutlich: „Ich will nichts Gegenteiliges sagen“, betont Jörg Schmidt.

howe Banfe. Die Sache rechnet sich und entpuppt sich bereits nach einem Jahr als Erfolgsmodell: Die Rede ist von der eigens für das Bad Laaspher Wasserwerk eingerichteten Reparaturkolonne. Das sind Jörg Schmidt aus Niederlaasphe und Christoph Homrighausen aus Oberndorf, die seit April 2020 beim Wasserwerk der Stadt eingestellt und für die unterschiedlichen Bau- und Reparaturmaßnahmen im Stadtgebiet zuständig sind. „Fachlich und menschlich einwandfreie Jungs“, wie Wasserwerk-Geschäftsführer Sandro Dietrich im SZ-Gespräch an der aktuellen Baustelle im Friedenfeld in Banfe feststellt. Dass es den Männern in ihrem neuen Einsatzfeld gefällt, machen sie deutlich: „Ich will nichts Gegenteiliges sagen“, betont Jörg Schmidt. Der gelernte Maurer verfügt über viel Erfahrung „auf dem Bau“, hat jahrelang unter anderem mit Gasanschlüssen im Tiefbau zu tun gehabt.

Lob von Wasserwerk-Chef Sandro Dietrich

Der zweite im Bunde ist Christoph Homrighausen. „Ja klar, die Arbeit macht Spaß“, sagt der gelernte Maurer. Er hat viele Jahre Erfahrungen im Hochbau gesammelt, kennt Lkw, Bagger oder Radlader – wie sein Kollege auch – wie die eigene Westentasche. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Sandro Dietrich. „So eine Kolonne steht und fällt mit den Leuten. Wir haben einen guten Griff getan.“ Viel Lob, das aber auch die anderen Männer unbedingt verdient haben – nämlich die der Rohrleitungsbauer. Das sind die bewährten Fachkräfte Carsten Weber, Daniel Euteneuer und Philipp Roth. Sie stehen für das Wasserwerk der Stadt ihren Mann, da wurde an die neue Kolonne noch gar nicht gedacht. Jetzt hat Sandro Dietrich ein Fünf-Mann-Team, das gut harmoniert. Wie sagt der Chef: „So etwas liest man nicht aus einem Bewerbungsgespräch. Aber wir sehen jetzt, das passt.“ In Banfe legt die Kolonne zurzeit eine neue Hauptwasserleitung über 300 Meter.

Anwohner sollen durch Baustelle möglichst wenig belästigt werden

Dabei sollen die Anwohner möglichst wenig belästigt werden. Eine Baustelle ist nun mal eine Baustelle, aber die Kolonne spricht mit den Leuten, öffnet die „Sperrbaken“ und fährt auch den Lkw beiseite, wenn jemand mit dem Wagen aus seiner Hauseinfahrt möchte. Die Baustelle selbst wird immer schrittweise asphaltiert. Sind die ersten „Stangen“ der Leitung drin, wird das Loch zugemacht und asphaltiert. Dann haben die ersten Bewohner bereits wieder eine Zufahrtsmöglichkeit. „Bei unseren Baustellen wollen wir grundsätzlich gewährleisten, dass man durch kann“, erklärt Sandro Dietrich und bittet dennoch während der Bauarbeiten um Verständnis.

Jörg Schmidt in Aktion – aktuell im Friedenfeld in Banfe.

Klar ist aber: Jörg Schmidt und Christoph Homrighausen sind freundliche Wittgensteiner, mit denen man an der Baustelle reden kann. „Sie sind ja auch Botschafter für uns“, findet Sandro Dietrich. „Deshalb ist es gut, wenn sie den freundlichen Umgang mit den Leuten pflegen.“ Rein wirtschaftlich hat sich das Wasserwerk-Team schon bezahlt gemacht. Lagen die Reparaturkosten sonst die Jahre bei rund 190.000 Euro, lagen sie jetzt gerade einmal bei rund 90.000 Euro. „100.000 Euro, das kann man sagen, haben uns die Jungs schon eingespart“, erläutert Sandro Dietrich. Wobei der Blick noch viel weiter geht. Das Rohrnetz der Stadt beträgt rund 135 Kilometer. Würde das Wasserwerk davon allein 100 Kilometer erneuern, läge man bei Fremdvergabe bei einem Preis von 300 Euro je Meter. Das wären 30 Millionen Euro – plus Armaturen, plus Ungewissheit, was die Bauzeit und der Zeitpunkt der Amortisierung anbetrifft. Mit der hauseigenen Kolonne kann diese „Unsumme“ deutlich reduziert werden.

"Eigen- statt Fremdleistung" als Devise

„Eigen- statt Fremdleistung“, lautet die Devise. „Mit der eigenen Kolonne können wir flexibler arbeiten und reduzieren unsere Abhängigkeit von fremden Dienstleistern und dem Marktgeschehen.“ Für Sandro Dietrich hat das Kolonnen-Projekt betriebswirtschaftlich zahlreiche wichtige Effekte – etwa, dass sich die Kolonne über die Einsparungen bei den Reparaturen refinanziert. Oder dass die aktivierten Eigenleistungen zumindest Teile der angefallenen Material- und Personalkosten sowie die Abschreibung neutralisieren. Und nicht zuletzt sind die Männer vielfältig einsetzbar. Wie nennt es doch Jörg Schmidt: „Wir machen alles, was man kann.“ Darunter fällt neben den Reparaturarbeiten an defekten Leitungen, Hydranten oder Bauarbeiten auch die Aushilfstätigkeit im Winterdienst, bei der Brückenkontrolle oder beim Reinigen der Straßeneinläufe sowie bei zahlreichen Reparatur- und Unterhaltungsmaßnahmen. Womit die Wasserwerk-Kolonne auch einen Effekt für die ganze Stadt Bad Laasphe hat.

Dass die beiden Männer schmunzeln, weil der SZ-Redakteur soeben die Frage an Sandro Dietrich stellt, ob das Team noch erweitert werden soll, liegt auf der Hand. Ein Zwei-Mann-Betrieb mit mehreren Fahrzeugen und Gerätschaften wünscht sich Zuwachs. „Seit einem Jahr haben wir die Kolonne jetzt. Und die Zahlen sind sehr gut. Es war aber auch ein Lehrjahr für uns“, betont Sandro Dietrich. Wenn im Herbst die Planungen für das kommende Jahr 2022 liefen, werde man sich sicher damit auseinandersetzen, „dass ein weiterer Mann wünschenswert wäre.“

Die Zwei-Mann-Kolonne des städtischen Wasserwerks Bad Laasphe, im Bild Christoph Homrighausen (l.) und Jörg Schmidt, arbeitet seit einem Jahr. Schon jetzt hat sich das Modell als voller Erfolg herausgestellt.
Jörg Schmidt in Aktion – aktuell im Friedenfeld in Banfe.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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