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Lehrerin aus Oberndorf
Daniela Heinrich-Stiller beim Festival „Science on stage“ dabei

Daniela Heinrich-Stiller ist Chemielehrerin an der Lahntalschule in Biedenkopf (hier bei dem Versuch mit brennendem Methanschaum). Die Oberndorferin gehört zu 100 Pädagogen, die zum nationalen Festival „Science on stage“ eingeladen wurden.
  • Daniela Heinrich-Stiller ist Chemielehrerin an der Lahntalschule in Biedenkopf (hier bei dem Versuch mit brennendem Methanschaum). Die Oberndorferin gehört zu 100 Pädagogen, die zum nationalen Festival „Science on stage“ eingeladen wurden.
  • Foto: Sascha Valentin
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Bad Laasphe-Oberndorf. Wann immer ein Wettbewerb in mathematischen, technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern ansteht, redet Daniela Heinrich-Stiller aus Oberndorf ihren Schülern an der Lahntalschule in Biedenkopf gut zu, dass sie sich daran beteiligen. Die Wittgensteinerin findet bei ihren Schülern im Hinterland damit Gehör: Immer wieder nehmen sie an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder dem Heinz-Sielmann-Wettbewerb teil. Bei Letzterem (Titel: „Natur macht Schule“) ist die Lahntalschule mit zwei Projekten unter den besten zehn Teams bundesweit.
Weil sie indes selbst immer wieder auf Wettbewerbsteilnahmen drängt, hatte Daniela Heinrich-Stiller in diesem Jahr keine andere Wahl, als beim Lehrerwettbewerb „Science on stage“ mitzumachen.

bw Bad Laasphe-Oberndorf. Wann immer ein Wettbewerb in mathematischen, technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern ansteht, redet Daniela Heinrich-Stiller aus Oberndorf ihren Schülern an der Lahntalschule in Biedenkopf gut zu, dass sie sich daran beteiligen. Die Wittgensteinerin findet bei ihren Schülern im Hinterland damit Gehör: Immer wieder nehmen sie an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder dem Heinz-Sielmann-Wettbewerb teil. Bei Letzterem (Titel: „Natur macht Schule“) ist die Lahntalschule mit zwei Projekten unter den besten zehn Teams bundesweit.
Weil sie indes selbst immer wieder auf Wettbewerbsteilnahmen drängt, hatte Daniela Heinrich-Stiller in diesem Jahr keine andere Wahl, als beim Lehrerwettbewerb „Science on stage“ mitzumachen. Hier bewarb sich die Oberndorferin, die ihr Abitur im Jahre 2000 am Städtischen Gymnasium Bad Laasphe absolvierte, mit einem Versuch, den sie mit Schülern der damaligen Jahrgangsstufe 10 im Frühjahr umgesetzt hatte. Im Grunde geht es darum, aus Maisstärke eine Folie herzustellen, die man als Verpackung nutzen könnte, etwa als Pommesschale, um jedoch nur eines von vielen Beispielen zu nennen. „Wir haben festgestellt, dass diese Folie gemischt mit Honig desinfizierende Eigenschaften besitzt“, erläutert Daniela Heinrich-Stiller im SZ-Gespräch. So könnte sie auch als Auflage bei Brandwunden dienen.

Folie aus Speisestärke vergeht ohne Rückstände

Der Versuch war so erfolgreich, dass die Schüler gemeinsam mit ihren Eltern sogar ein Patent auf die Entwicklung angemeldet haben. Denn die Folie aus Speisestärke hat einen Vorteil gegenüber anderen Materialien: Sie vergeht rückstandslos. Auch das haben die Schüler gemeinsam mit Daniela Heinrich-Stiller herausgefunden. Mit der Unterrichtsreihe hat sich die Oberndorferin bei „Science on stage“ beworben – und war damit auch deswegen erfolgreich, weil dort Projekte gesucht werden, die von anderen Schulen adaptierbar sind. Der Versuch ist mit geringen Mitteln an jeder anderen Schule auch durchführbar.
Allerdings ist durchaus Geduld gefragt, denn die Erkenntnisse kamen nicht gleich am ersten Tag, sondern entwickelten sich über Wochen. Auch den Abbau der Folie haben die Schüler mit ihrer Lehrerin beobachtet und dafür drei Terrarien gebaut, um die Zersetzung der Folie unter unterschiedlichen Bedingungen zu testen. „Das war schon aufwendig in der Umsetzung. Es gab am Anfang viele Misserfolge“, erzählt Daniela Heinrich-Stiller, die ihre Bewerbung in den Sommerferien zusammengeschrieben hat. Inzwischen ist darüber hinaus ein Projektfilm entstanden.

Daniela Heinrich-Stiller nach Karlsruhe eingeladen

Bei „Science on stage“, für das das Projekt nun ausgewählt wurde, geht es im November mit einer Kick-off-Veranstaltung los, bei der sich die teilnehmenden Lehrkräfte austauschen können. Höhepunkt ist aber im kommenden Juni ein MINT-Festival, zu dem 100 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Deutschland nach Karlsruhe eingeladen wurden – quasi das Gipfeltreffen für Lehrer aus den mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Unter ihnen Daniela Heinrich-Stiller. Und mit etwas Glück gehört ihr Projekt zu den elf deutschen Modellversuchen, die ein Jahr später beim europaweiten Festival in Prag präsentiert werden dürfen.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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